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Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
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Die Bronzeperiode.

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(Fig. 266 und 267); Vollgrifife aus Bronze erscheinen (Fig. 268) undendlich stossen wir auf Dolchförmen, die ganz den Schwertern jenerPeriode gleichen (Fig. 269). Besonders interessant ist ein Bronze-dolch aus der Thielle, der durchaus die Form aufweist, wie siecyprischen Dolchen eigen ist (Fig. 270) und eine andere Klinge ausPort erinnert an Mykenae-Typen.

Während Beile und Messer, Dolche und Lanzen, Bogen undPfeile schon in der Steinzeit benutzt wurden, ist das Schwert in derSchweiz erst in der Bronzeperiode erschienen. Eswar anfangs nichts als ein verlängerter Dolch undwurde, wie jener, mit Nietnägeln an den Griffbefestigt (Fig. 271 und 272). Sodann treten For-men mit Griffzungen oder Dornen (Fig. 273275)auf, die etwa in Metallgriffe eingelassen wurden.

Die Klinge verlässt mehr und mehr die Dreiecksform,die Spitze verkürzt sich und die Schneiden werdenzunächst parallel, dann geschweift. Parallel den

Fig. 269.Schwertförmiger

Fig. 270.

Fig. 271.

Fig. 272.

Cyprischer Dolch Bronzc-lvurzschwert Bronze-Kurzschwert

Bronzedolch aus Zürich , aus der Thielle. aus Port (Kt. Bern ), aus I.iddes (Wallis ).

Schneiden erscheinen häufig Rinnen oder vorstehende Linien undam Griffende der Klinge treten auch andere Verzierungen auf.