Die Bronzeperiode.
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Neuenburger See, in Nidau und Mörigen im Bielersee , in Wollishofen -Ziirich u. s. w. Aber auch Ansiedelungen auf dem Lande gehörendieser Zeit an, wie die Station Ebersberg bei Berg am Irchel undgewiss hat dazumal auch Windisch schon existiert. Hierher dürfenwir auch die Funde des befestigten Platzes Ütliberg bei Zürich zählen.
ln der zweiten Abteilung der Bronzeperiode erscheinen Guss-werkstätten, wie Kerzers (Freiburg ), Veltheim (Zürich ) u. s. w. DieGräber bestehen in Skeletgräbern, wie Cornaux (Neuchätef,Tolochenaz bei Morges, Conthey , Saviese und Ayent im KantonWallis . In der Ostschweiz kommen in dieser Zeit nur Brand-gräber vor und zwar sind es entweder solche in freier Erde oderGrabhügel. Flachgräber der Bronzeperiode wurden nachgewiesen inWangen a. A. (Bern ), Glattfelden (Zürich ), Thalheim (Zürich ), Schlatt(Thurgau ), Müllheim (Thurgau ), Heiligkreuz bei Meis (St. Gallen);bronzezeitliche Grabhügel mit Leichenbrand wurden untersucht amAltenberg bei Gossau und bei Rickenbach (Zürich ).
Unter den Einzelfunden, die hierher zu zählen sind, führe ichnur die Schwerter von Niederurnen iGlarus) an, weil sie für die ab-solute Zeitbestimmung gut verwendet werden können. Das einehat nämlich eine flache Griffzunge mit aufgestellten Rändern, wiewir sie bei dem oben erwähnten Schwert aus Mykenae und bei un-garischen Typen wieder finden. Das zweite Schwert leitet zurfolgenden Gruppe hinüber. Es besitzt einen Vollgriff und gehört zujenen Typen, die in Italien erst in der Eisenzeit erscheinen.
Die dritte Gruppe unter den Bronzefunden der Schweiz zeigtFormen, die an manch anderen Orten schon eisenzeitlich sind undendlich kommen auch vereinzelte Objekte aus Eisen in Bronze-stationen vor. Es erscheinen die konischen Kessel (Situlae), ge-triebene Bronzegefässe, bemalte Thongeschirre, Absatzkelte, Gürtel-haken, Schmucknadeln mit hohlen, reichverzierten Köpfen (dpinglescephalaires), Wagen und Wagenbeschläge, Schwerter mit Voluten-griflen iepees ä antennes), Bronzen mit Eiseneinlagen.
Manche der schon genannten Pfahlbau-Stationen reichen nochin diese Zeit hinein, z. B. Wollishofen-Zürich , wo Reste von Situlenzum Vorschein kamen, Nidau und Mörigen , wo bemalte Gefässegefunden wurden. Der letztgenannte Pfahlbau enthielt auch Bronze-objekte mit Einlagen von Eisen, ja sogar Eisengeräte. Ähnlichwar es in der Station Auvernier . Aus Colombier haben wir einEisenmesser mit Verzierungen der Bronzezeit und mit Bronzedornerwähnt. Im Pfahlbau Cortaillod wurde ein Bronzeschwert mit