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Viertes Kapitel.
hatte; und endlich die Darstellung der Bronze oder die Entstehungder eigentlichen Formerei und Giesskunst, aber wegen der ausser-ordentlichen Seltenheit des Zinns nur an sehr vereinzelten Stellen.“Olshausen machte darauf aufmerksam, dass die vorstehende Schilde-rung eine wesentliche Lücke enthalte, indem sie den Sprung vomKaltschmieden der gediegenen Metalle zum Bearbeiten der Eisenerzein glühendem Zustande unter dem Hammer nicht erkläre. So, wieHostmann die Sache darstellt, hätte es gehen können, es handeltsich aber darum, zu wissen, welche Wege die Metallindustrie wirk-lich gewandelt ist. Olshausen hat auf diese Frage Antwort gegeben.
So lange der Mensch Metalle als solche überhaupt nicht kannte,musste die erste Darstellung eines Metalls aus seinen Erzen Sachedes Zufalls sein. Es konnten z. B. Eisen oder Kupfer gelegentlichmit Feuer in Berührung kommen und Metall liefern, etwa so, dassEisenerzknollen als Unterlage von Kochtöpfen benutzt wurden. DasEisen ist weit verbreitet,. Kupfererze konnten ihrer schönen Farbewegen die Aufmerksamkeit der Leute erregt haben. Es kann dasFlüssigwerden übrigens auch an gediegenem Gold oder Kupfer be-obachtet worden sein. Die Eigenschaften mancher Erze, wie Schwere,Glanz, Farbe konnten dazu verleiten, diese Erze als eines jenerMetalle anzusehen und sie dem Feuer auszusetzen. Hier war danndie Darstellung des Metalls schon eine Verbindung des Zufalls mitdem bewussten Suchen nach dem Metall. Vielleicht hatte nun aberdas gewonnene Gussprodukt nicht die erwarteten Eigenschaften desGoldes oder Kupfers, und man erhielt statt dessen eine neue Sub-stanz, die aber alsbald erkennen liess, dass man ein verwandtesMaterial, ein „Metall“ vor sich habe. Wurde dieses Experimentabsichtlich wiederholt, so war der Begriff „Erz“ gegeben.
Zu den Erzen, welche zu solchen Verwechslungen führenkonnten, Hesse sich allenfalls Hämatit oder Roteisenstein zählen,denn er hat ein metallisches Äusseres und gleicht dem Kupfer inder Farbe. Seine Benutzung hätte dann aber zur Voraussetzung, dassschon früher Kupfer verwendet wurde. Mit Gold könnte Schwefelkiesverwechselt worden sein, aber die Gewinnung des metallischen Eisensaus demselben müsste auf grosse Schwierigkeiten gestossen sein, dadurch einen Röstprozess erst der Schwefel hätte entfernt werdenmüssen. Much zeigte, dass es im Kleinbetrieb möglich ist, ausdem Kupferkies direkt (in einer einzigen Schmelzung) Kupfer zuerhalten und zwar von ziemlicher Reinheit. Derselbe Forscher hatauch nachgewiesen, dass man schon in urgeschichtlicher Zeit ver-stand, mittels eines zusammengesetzten Verfahrens Kupfererze sozu verhütten, dass nahezu alles Metall aus denselben gewonnen