Buch 
Urgeschichte der Schweiz / Jakob Heierli
Entstehung
Seite
376
JPEG-Download
 

376

Viertes Kapitel.

deckt und zwar ein Torquis (Halsring) und Armspangen, die jetztim Museum von Sitten liegen, während andere Funde in die Samm-lungen von Genf , Lausanne, Bern, Zürich u. s. w. gelangten.

r .Q r -v Ausser dem Grabfeld l 5 ei der Rue de

' T 'vv Lausanne in Sion sind im Kt. Wallis noch

mehrere andere zum Vorschein gekommen,die ebenfalls der ersten Eisenzeit oder der Hall-stattperiode zugerechnet werden müssen. Be-reits haben wir einen Grabfund von Rarongenannt und in Grimisuat oberhalb Sion fandman in einem Grabe Bronzespangen mitResten eines Gürtelblechs. Ein schöner Hall-stattfund liegt im Museum auf Valere in Sion .Er stammt aus dem an Funden aller Art soausserordentlich reichen Conthey , westlich vonSitten. In dem Weiler Sensine daselbst fandman nämlich 1890 dünne Bronzefragmente,die mit reicher Linear-Ornamentik versehenwaren und als Reste eines Gefässes betrachtetwurden. Ausserdem aber kamen noch zweischmale Armringe und Fibelfragmente zumVorschein. Jene verzierten Bronzereste sindnun aber Teile eines Tonnen-Armwulstes.Dieser Schmuck kommt, wie wir gesehen, inGrabhügeln der schweizerischen Hochebenenicht selten vor und gehört bei uns zu denTypen der Hallstattperiode.

Im Jahr 1884 fand man inSensinaein mit Steinen umgebenes Grab ohne Deck-platte. Es enthielt ein Skelet und schwereBronzespangen mit Walliser Ornament. Einenandern Grabfund aus Sensine enthält dasBerner historische Museum. Derselbe bestehtaus massiven Bronzespangen, die mit dem

Hallstatt -Schwert aus einem Walliser Ornament geschmückt sind, und beiGrab von Sitten (Sion). .

denselben hegt eine Mittel-La lene-Fibel.Der Fund gehört also der zweiten Eisenzeit an und er bestimmt dasAlter der schwerenWalliser Spangen.

Gräber der La Tene-Zeit sind im Wallis häufig. Sie beweisen,dass das Land damals dicht bevölkert war. Nicht bloss das REone-thal, sondern auch die Seitenthäler müssen zahlreiche Bewohnergehabt haben.

1 v

Z

Fig. 364.