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Viertes Kapitel.
Email befestigt gewesen und über dieser Platte endigte der Fibel-fuss in ein roh modelliertes menschliches Köpfchen.
Unter den Funden von 1892/93 ist besonders eine Kette ausBronzeringen zu erwähnen. An einem Ende der Kette schliesst einHaken ab, der in eine Art rohen Tierkopfes ausläuft; das andereKettenende bildet ein dreieckiges Bronzeplättchen, welches auf derBasisseite drei Aufhängelöcher besitzt. In zweien derselben sindan Kettchen befindliche tonnenartige Gehänge befestigt, währenddas dritte Gehänge fehlt. Ähnliche Ketten kommen in Gräbern derLa Tene-Zeit nicht selten vor.
In der schweizerischen Hochebene finden sich solche Gräberund Grabfelder häufig und auch im Gebiet des Jura fehlen sie nicht.In nächster Nähe des Bodensees kamen Grabfunde der La Tene-Zeit bei Arbon und Kreuzlingen zum Vorschein. An der west-lichen Grenze des Thurgau’s wurde ein Kriegergrab entdeckt, dasderselben Epoche angehört. Als man nämlich 1843 die Strassevon Diessenhofen nach Andelfingen erstellte, wurde beim Dickehof,Gemeinde Schlatt, bei Abtragung eines 3 m hohen natürlichenHügels ein Eisenschwert mit Scheide, eine Lanze und ein gekerbtereiserner (Schwertkoppel-)Ring gefunden. Diese Objekte befinden sichjetzt im Schweizerischen Landesmuseum.
Was den Kanton Zürich betrifft, so sind Gräber aus demälteren Abschnitt der La Tene-Zeit, also aus dem vierten und drittenvorchristlichen Jahrhundert von Rüti bei Winkel, Altstetten beiZürich,.Ober-Redlikon bei Stäfa , Dachelsen bei Mettmenstettenu. s. w. bekannt geworden. Dem zweiten und ersten Jahrhundert v. Chr.gehören Gräber an, die bei Weisslingen, Wetzikon, in Zürich ,Horgen, Hedingen , in Mettmenstetten und anderen Orten zumVorschein kamen.
Zürich war, wie wir gesehen haben, in der Eisenzeit eine nichtunbedeutende Ansiedelung und auf dem benachbarten Utliberg er-hob sich schon dazumal der feste grosse W r all, der den Gipfel zueinem Refugium abschloss. Man durfte also erwarten, bei Zürich auch Gräber aus der genannten Periode zu finden. In der Thathat man im Burghölzli Grabhügel entdeckt. In denselben wurdenGräber der ersten Eisenzeit (Hallstattperiode) und Nachbestattungenaus alamannisch-fränkischer Zeit gefunden. Die zweite Eisenzeit istals Früh-La Tene-Periode in Gräbern auf dem Ütliberg und in Engevertreten, als Mittel-La Tene-Periode in Gräbern von Wiedikon.An letzterem Orte fanden sich sogar einzelne Münzen in den Gräbernund zwar sind es „gallische“ Potinmiinzen. Sie lagen bei den Ober-schenkeln der Skelete.