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Viertes Kapitel.
Handwerke bekannt waren. Wir haben uns die Schneider, Schuster,Zimmerleute, Schmiede u. s. w. wohl hauptsächlich unter den Leib-eigenen oder Sklaven zu denken. Sie werden die nicht seltenenGeräte, die in unsern Museen unter den eisenzeitlichen Fundenliegen, benutzt haben. Diejenige Technik jedoch, in welcher dieKelten sich besonders hervorthaten, war die Bearbeitung der Metalle.
Seit uralter Zeit wurde in Gallien sowohl, als auf den britischenInseln Bergbau getrieben. Auch im Gebiet der alten Iberer wardies der Fall und Strabo schreibt es der reicheren Ausbeute, welchedie Bergwerke in den Ländern der Kelten und Iberer lieferten, zu,dass die Erzlager Ober-Italien’s nicht mehr wie früher benutztwurden. Cäsar erwähnt die Metallgruben der Aquitanier, welchletztere geschickte Bergleute seien und daher den belagerten gal-lischen Städten gegen die Laufgräben und Minen der Römer diebesten Dienste leisteten.
Zinn wurde aus Britannien eingeführt, das nach Cäsar wenigerEisen besass, als Gallien und alles Kupfer vom Auslande bezog.Strabo nennt die Goldbergwerke der Tarbelli, die Silbergruben derRutheni und Gabali, die Eisenhütten der Petrocori und Bituriges.Er spricht von dem Golde des Arvernerkönigs Luerios. DieHelvetier wuschen das edle Metall aus dem Sande der Flüsse.Nach Plinius ist das gallische Gold das feinste von allem. Die reich-haltigsten Goldbergwerke waren, wie gesagt, im Gebiet der Tarbeller.Dort kamen laut Strabo’s Bericht in den auf geringe Tiefe ge-grabenen Gruben faustdicke, zuweilen nur geringer Läuterung be-dürftige Goldstücke vor. Das übrige sei Goldsand und Erz, aberauch diese erfordern nicht viel Arbeit.
Die Gallier verstanden, wie Plinius berichtet, das Kupferso mit dem Zinn zu legieren, dass es dem Silber ähnlich schien.Die Behandlung des Kupfers aber fand seine Billigung nicht; eswerde brüchig und schwarz. Blei fand sich in Gallien sehr häufig.
Die Metalle wurden zur Herstellung von allerlei Schmuck, zurVerfertigung von Waffen zu Schutz und Trutz, zur Erstellung vonGeräten aller Art und endlich zur Prägung von Münzen benutzt.
d) Handel und Verkehr. „Du darfst nicht weilen,
Fort musst du eilen,
Eilid, mein Hort,
Zum Weitend dort.“
(Frithjofs Sage.)
Der Handel ist einer der wichtigsten Vermittler der Kultur. Erbringt die Produkte anderer Länder und tauscht sie gegen Landes-erzeugnisse oder gegen Geld um. Der primitive Handel beruhtauf Tausch und wir haben gesehen, dass schon in der Steinzeit