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2 (1864) Geschichte der Tracht und des Geräthes im Mittelalter vom 4ten bis zum 14ten Jahrhundert : von Hermann Weiss
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H. Kap. Die Araber. Die Tracht (Waffen und Hewaffniuigl.

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Comtantin 1 und spätere christliche Kaiser anhingen, hei denMuhammedanern bestand, obschon sie durchaus Fatalisten sind.Bo wenigstens sagte man Khaled nach, dass er sich für unver-wundbar hielt, wenn er eine Kappe trug, die von dem Prophetengeweiht worden war. *

In Betreff endlich der äusseren Gestaltung lässt nun auchhier wieder ein Vergleich der freilich nur noch spärlich erhaltenenaffenstücke aus früheren Epochen 3 mit der gegenwärtig im Orientüblichen Weise der Ausrüstung, wie bei der Kleidung voraussetzen,dass sie ohne grosse Veränderung bis heut dieselbe geblieben ist.Nächst den seit Alters durchweg gebräuchlichen Angriffswaffendem langen Speer, dem Schwert oder Säbel, verschiedenenMessern, Streitkolben und Bogen nebst Zubehör waren (undsind) die vornehmsten Schutzwaffen der Schild, der Helm,das Kettenhemd und einzelne Schienen für Arme und Beine.

A. 1. Unter den Schutzwaffen ist als die frühste vor allender Schild hervorzuheben. Er war bei den alten Arabern,gleichwie noch jetzt bei den freien Beduinen, 4 die einzige Schutz-Waffe überhaupt, die man in weiterem Umfange anwandtc. DieHauptform desselben blieb die im Osten dafür seit jeher üblicheeiner mehr oder minder vertieften kreisrunden Schüssel mit einerHandhabe. In Spanien hingegen wich man da-von ab, indem man sich ähnlicher Schilde be-diente, wie solche noch im siebenzehnten Jahr- hundert von persischen Kriegern getragen wur-den, s nämlich Schilde von der Gestalt einesgrossen Doppelovals, die (vermutblich von Le-der gefertigt), ringsum mit breiten metallenenRändern, aussen mit starken farbigen Quastenund innen, wie nicht zu bezweifeln ist, mit zwei. Handhaben versehen waren (vergl. Fig. r>0;

j, f/7). Der heutige orientalische Schild ist, wie gesagt,as t ausschliesslich kreisrund, meist stark gewölbt, und besteht ürchgängig aus einem festen hölzernen Kern mit einem mehr-ac hen Ueberzug von dichtem, sehr ausgegerbtem Leder. Dies%Vud gewöhnlich oberflächlich entweder nur äusserst glatt polirt°der mit zierlichen Arabesken bepresst oder bunt bemalt und ver-

Fia. m

, , fiescliichte des Verfalles u. s. w. XIV.

S °Ü e " S- q .,m no t. 6, worauf ich zugleich für das

p . ® (cap. LI). Veig . o n . - Z11 umgehen. 4 Siehe oben

*res lieux de lOrient dans les annees 1664 etc. Amsteid. 1 t . lX - in J-2. 1735) Taf. 63.