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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
mehrentheils, die Schuhe gegen Sölden oder Sandalen, welche über ^Spanne gebunden wurden (vergl. Fig. 126 a. b). Ausserdem trugenauch wohl, insbesondere in Venedig und in den grösseren StädtenLombardei , einen langen, weiten, offnen Kock, vor der Brust zugeK Vmit oben weiten sich zur Hand hin verengenden Ermeln, nebst lang ^fallendem Schulterkragen; das Barett mit Flor umwunden. Gelegengab eben dafür auch hier, gleichwie in Deutschland und den uLändern, ein Einzelner den Ton an (vergl. S. 597; S. 655). So
seinenschwär'
anderem einmal in Venedig , wie Vecellio erzählt, der im DiensteStaats vielbewährte Scipio Cosianzo. „Dieser betrauerte einen
Schle' er
zem Tuch, in einer Mütze von Sammet mit darum gelegtem ^und in einem langen Mantel von geschornem Tuch, am unterenmit schwarzem (gekraustem) Krepp umzogen, mit daran bcfindlich erpuze, welche, rücklings bis zum Gürtel hängend, längs der Miff® ^Streifen von ebensolchem Krepp benäht war, was eine grosse "^^[jetePersonen im Trauerfalle nachahmte.“ — Auch bei den Weiberndas hauptsächliche Trauergewand ein von den Schultern herabia flanger Mantel, jedoch ausserdem ein schwarzer Schleier, dergestalt^ ^den Kopf geworfen und mindestens so lang, dass er den Iheilden Hüften vollständig umgab. Doch war es noch um 1500, n a ® ein Venedig , durchaus nicht ungewöhnlich statt eines Mantels e ' n ^j e genschlossenen Rock von schwarzem Damast, Sammet oder Seide anzund darunter ein farbiges, gewöhnlich dunkelbraunes Gewand z* 1 .^j c b'ja sich sogar wie sonst zu kleiden. Die Witt wen gingen o emelI ^° te pin schwarzer ,, rascia“ (Scharsche), mit einem Schleier und einemförmigen Umhang, der vornherab, ähnlich einer Stola, mit weissen ^ . n
hpspf^t war. ip.dp ftphnltpr mit pinpm SHipIt orplhpn fttnff benäht, a .
besetzt war, jede Schulter mit einem Stück gelben Stoff benäht, j n
einer Haube von weisser Gaze, welche das Haar gänzlich verde 6 |..
Venedig aber völlig schwarz, durchaus schmucklos, Hauptmit einem schwarzen Schleier verhüllt. Waren sie gewillt ihre .j^gltschaft aufzuheben, so deuteten sie dies, unter noch längerem s je
der schwarzen Kleidung, durch eine Schleppe an; und beabsic esich wieder zu verheirathen, so konnten sie einigen Schmuck anihr Haar vom Schleier etwas entblössen. — c hi^ e1> '
Die Landleute kleideten sich je nach den Gegenden vers ^In der Nähe grösserer Städte, besonders in Oberitalien ,
züglich die Weiber ganz dem dort herrschenden Geschmack, i ^ r0 a
fand, nicht ohne Verwunderung, die Bäuerinnen in der Umg£g cFlorenz und Lucca wie Frauen von Stande gekleidet, dass s ' e j^iitozierlich tanzten wie diese, und die feinsten Schuhe und feinstenhatten. In den von den Grossstädten entfernteren Gebieten