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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.

geschlagenen mantelartigen Umhängen und engeranliegenden, zUffe ^ Bemit Pelz verbrämten zierlichen Käppchen u. dergl., ebenfalls wehrHinneigung zu westländischen, deutschen Formen.

Wie in Russland die Zustände waren und auch nur nach dersie vorgezeichneten Richtung hin verliefen (S. 523), ward hier zU teD|etwaigen Wandlung des Aussenlebens weder schon Gelegenheit g e ^ ernoch auch die Neigung oder gar ein Bedürfnis dafür erweckt. ,

Wassilij IV. Ivanowitsch (15051534) und Ivan II.

dem Schrecklichen (bis 1584) fortdauernden Kämpfe mit den ^

von Kasan und Astrachan , dazu die von Greueln erfüllte Herr»® ^

Letzteren und die immer wiederkehrenden Einfälle der Tataren, nun ^ e n

in Verbindung mit den Türken, sammt den sich stets ern ® ^

Kämpfen mit Polen , Lithauen, Esth- und Livland , erhielten « ' C -^jtet-

Sinn beständig nach Innen, lediglich auf die eigene Wesenheit g® r ^

Dies um so mehr, als die Bestrebungen Ivans II. fremde Runs j er

Handwerker herbeizuziehen, durch die kaufmännischen Intere»- ^

westlichen Länder durchkreuzt wurden. Die Volkstümlichkeit j C ]j

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Aussen unberührt, ja zog sich nur noch fester zusammen,geschlossen, vermochte dann aber auch weder die überdies nurRegierung Feodors I. (1584), noch die seit 1588 in seinem ^ alU ( g c ]i\f3'geführte und seit 1598 (bis 1605) selbständige Regentschaft sci ne Jä-gers Boris Feodoroivitsch Gudunow, noch auch die darauffole en^u-Schaft Michaels III. Feodoroivitsch (seit 1613) merklich dahin a [ Swirken, ungeachtet es sich beide mit allem Eifer und mehrIvan, angelegen sein Hessen , das Reich mit zahlreichen g elekunstfertigen Ausländern, hauptsächlich Deutschen , zu

Dass die Russen wie denn eben in diesen Zustanden .^eii'mitbegründet ihre altherkömmliche Tracht im Ganzen bi» ,nS ^ rpjjeilzehnte Jahrhundert, und in den südlicheren Gebieten zum ^ r0 ^ l|r( j e Wselbst bis auf die Gegenwart, fast unverändert beibehielten, .}, z ei^» creits liervorgehoben (vergl. S. 378 ff.). Eine noch weitere,Bestätigung dafür bieten unter anderem der Reisebericht des^ fürSiegmund von Herberstein aus der Mitte dieses Zeitraums^,^ jj e oi er 'die erste Hälfte des siebenzehnten Jahrhunderts die cingehen el - vSkungen, welche gerade über diesen Gegenstand Adam ga ri'

seiner zu dieser Zeit unternommenen Reise nach Moskau u.

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1 S. v. Herberstein, rerum Muscoviticarum commentarnfwurde auchdurch H. Pantaleon verteutschet. Basel 1563**)«