A. Tracht. Herrscher-Ornat im Allgemeinen (1500 1600). 72D
einem derartigen Mantel, jedoch mit Reichswappen darauf und mit Her-^elin ausgeschlagen nebst kurzem Schulterkragen von Hermelin und derKe “e des goldnen Vliesses darüber, finden sich dieser König und so auchSein Sohn, P hü i pp 1L> auf ihren steinernen Grabmälern im Escunal dar-^tellt. Die Krone, seit Alters ein offner Reifen mit blattfomngeu /.mken
^ Edelsteinschmuck, liess Philipp II • nach dem Beispiel der^ franzo-
^chen Könige durch vier sich kreuzende Bügel und eine bekreuzte KugelJessen. Die portugiesische Krone blieb, nach altubhcher Meise,off en (vergl. Fig. 159). Tl , . , .
... Innerhalb Italiens hielt man gerade in diesem Punkte an dem Her-
glichen ziemlich fest. Weder in der Ausstattung des Papstes, alspichen Herrschers, noch in der der Herzöge oder »Dogen von V -ne d<g und Genua (S.W7, fand eine besondere Abwandlung statt. Nur!“» 1« Für.“ « wichen »0» »»eh ihnen »«kannte»
pichen Ornat (S* SJ8 ff et» »ei« de. Mitte de» hundert» e,„-
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Fig. 286 .
die Knie reichte, einen langenvorn geöffneten Rückenman-tel mit Schulterkragen vonHermelin, beide Gewändervon reichstem Goldstoff,und eine goldene Krone aus-zeichnete. 1
Wohl gänzlich unverän-dert blieb der Ornat derrussischen Kaiser lindKaiserinnen (S. 384); so,wenigstens im Wesentlichen,auch der der Könige vonPolen (vergl. S. 395) und vonUngarn , während bei demungarischen Ornate, nebeneiner kostbaren Unterklei-dung nach volkstümlichemSchnitte, ausser dem Scepter^ Hantel und und Reichsapfel, das Schwert,
ts kei]ig en St' ^ urc h aus unerlässlich, die reich geschmückte Krone1 e Pnan (Fig. 286) die Haupt-Insignien bildeten. Einer
c ^Bio. Habiti antichi e moderni etc. Venetia 1589.