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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
Sattelbogen ausgestattet. Als Zaumzeug behauptete sich vor„Stangengebiss“ mit Anzügen, Mundstück und Kinnkette- D* e ^bügel oder „Stegreifen“ pflegte man tiefer zu gürten, sie selber nun *gelegentlich nicht minder reich, gewöhnlich in durchbrochener Arbehandeln, wie das Uebrige. Etwa seit der Mitte des Jahrh® 111kamen, vorzugsweise in Deutschland , auch eiserne Maulkörbe 1brauch, welche denn mehrentheils eine demähnliche kunstreichelung erfuhren. Die Ausstattung mit mehr oder weniger kostbar g eSC ^ten Ueberliangsdecken („palefrois, caperations“), von :l V ( | ien d,Schnitte wie die Rüstung, nur länger, meist bis zum Boden r _fand aber fortan lediglich noch, nur als „Gerait“, bei festlichen *beiten, Turnieren u. dgl. statt (S. 175), dagegen man das Pferd ®für den Krieg auch wohl noch bisweilen, doch eben nur bei sonst u „gder Ausrüstung, durch eine dem entsprechend zugeschnittene Bvon starkem Leder („parsa, parsche“) zu schützen suchte- — a(|f ]iZugleich mit den für den Krieg bestimmten Rüstungen, crfuh ren ^ 1die Turnier-Rüstungen,, je nach Fortgestaltung der Turniere ‘ re r-mehreren Wechsel. Demzufolge gab es nunmehr hauptsächlich dieschiedene Ausrüstungsweisen, als insonderheit zwei zum Rosstur ^übrigen zwei einestheils zum Fusskampf, anderntheils zu nn ^ an ° g iclileichteren Kämpfen überhaupt. Für den Fuss kampf bediente ^
entweder der Kriegsrüstung ausschliesslich (Fig. 292), höchstens z „.
mitunter dazu auch grosse flache oder gebogene nach unten run ^gespitzte (Lang-) Schilde anwendete oder, so namentlich zu eins ronleichteren Uebungen, eben dieser Rüstungen, jedoch mit Hinzutu r ®
’ers vom 5m '
1 S. darüber, wie auch über die verschiedenen Arten des Turm ^ da slieh im 16. Jahrhundert, im Allgemeinen A. Frenzel. Der Führt* ^ j. Aff'historische Museum zu Dresden , S. 64 ff.; und E. von Sacken. j. e da r011braser-Sammlung, S. 87 ff. Aus der Fülle der dahin bezüglichen n ^ e jchn^ e ’besonders A. Frenzei (S. 83 und im Anhänge) eine grosse Anzahlseien hier nur, hauptsächlich bildlicher Darstellungen wegen, ne z ° v0 rdc r ('„Ritterliche Reutter-Kunst, worinnen deutlich begriffen wie B ' a °j 1 j gn d, ^die Ritterliche und adeliche Uebung der Retftfcerey bevorab in Teu 6 ^ g0 de f0musterhafftigem Geschmuck, Ritterspiel, Mumerey, Kley (lung u - 8 ' nffä> e '
beydes in Schimpff und Emst abhängig gebrauchen und untersc- nr „. v<> n
Frankfurt 1584 fol. Turnier-Buch Herzog Wilhelms IV. v® 11 ,
uuen nacn Anordnung Maximilians 1. Ilerau8gegeben von J. ' gc bicl)t® u ”Alteneck. Frankfurt a. M. 1853, fol. Der Rittersaal. E' ne u nd C y.Ritterthums, seines Entstehens und Fortgangs, seiner Gebräuc yon D r -Artistisch erläutert von F. M. von Reibisch, historisch beleuc 1von Kottenkamp. Frankfurt a. M, 1842.