762
II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
des Schwerts, dem selbstverständlich die Gestaltung der Scheide ufolgte, änderte sich auch die Art dasselbe zu tragen. ■^' s . ZU _ e j nePunkte, von da an erst, wie vornämlich in Betreff des Handgriff, “durchgreifendere 'Wandlung begann (mithin etwa bis 1550), ^
es am Welirgehäng, nicht selten vermittelst einer doppeltenwie vor senkrecht, oder bei überwiegender Länge, damit es un j.nicht hindere, massig schräg hängend zu befestigen ( Fig■ 290;
Fig. 295; vergl .-Fig. 214; Fig. 238 a. b fl'.); danach, zugleich durcAufkommen der meist sehr stark ausgebauschten, wattirten ObeisCbösen mit veranlasst, ward es durchgängiger, so insbesondereSöldnern üblich, das Schwert beträchtlich kürzer zu gürten (Fig- -Fig. 209 ; Fig. 222 a; Fig. 223; Fig. 231), und schliesslich die
245 (
* st0 : s 'geuei fft
degen“ ganz demähnlich, zuweilen selbst übertrieben nach vom „(„gestürzt“) zu schnallen (Fig. 224; Fig, 225). Hinsichtlich der Scunterschied man nach ihren Beschlagstellen, als auch zu etvaig er
zierung am geeignetsten, das „Mundblech“, das „mittlere
und das „
Oft 'da=
des
Band.“ — Im Gegensatz zu dem „ritterlichen“ Schwert « a ^Schubert der Söldner oder Landsknechte schon bald nach ■^ e ® 1 !' 11 ^; e sJahrhunderts an Länge ab, und an Breite zu. Es steigerte sl .^„erallmälig in dem Maasse, dass es etwa seit dem Schluss derJahre gemeiniglicher nur noch einem allerdings grossen und starken 1(„gaihpain, gaigne-pain; bread-earner“) glich (Fig. 245 a; Fig- -Hatte ein derartiges Messer, bei noch geringerer Länge, nur ein efeso nannte man es „Kordelatsch (gardelatz, cortelas, cottelaccio; . 0S. 177), war es, bei breitem Rücken, etwas (säbelartig) gekrüm®^^hiess es, nach seiner ursprünglichen slavischen Abstammung und e ^ lUnung („ tusak“) ziemlich allgemein „Dusügge.“ Doch kam letztere ^erst spät, und im Kriege immer nur sehr ausnahmweise, in Anv e ^ vfr enZudem waren, auch als Landskneehtswaffe, die übergrossen und„Zwei-“ oder „Beidenliänder“ mit glatter, oder, als „llM 11 ™ ‘^ enmit gegenseitig wellenförmig ausgeschliffener Klinge, vorzüglich 18 ,j edie Mitte des Jahrhunderts noch vielfach in Gebrauch. Man = , v jejetzt fast durchgängig bis zu sechs Fuss lang (Fig. 293), zuniel ^ c ’i, »unun die übrigen Schwerter, mit nach abwärts gebogener, wohl a ^ )|)eden Enden schneckenartig gewundener Farirstange, (wie sel _ pjitFaustbügel, jedoch unterhalb der Klinge, zum Auffangen der^ ’ gjeeinem aufwärts gerichteten halbmondförmigen Haken (Fig- j-pge,wurden ohne Scheide belassen, höchstens am unteren Ende ^ er 0( jerda man auch dies gelegentlich mit einer Hand fasste, mit Jl0( >li
Sammt umwunden, und auf der Schulter getragen. — ^ 011 . ffe „tlid jesonstigen hierher gehörigen Wehren (S. 176) erhielten sich ^ eT ^^fzef 1 ’)„Panzerstecher“ oder „Panzertrenner“ als „Pratspics [