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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.
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Ganzen, etwa seit dem Ende der vierziger Jahre, zwei vonstimmter abgegrenzte Hauptformen heraus, die fortan, ungeac.sich zwischen ihnen bewegenden Nebenformen, zugleich in nunrechter Verthcilung unter die Truppen, allgemein stehend iiblich^^^.üDie eine dieser Hauptwaffen, gemeiniglich als „Handrohr“ (»* ilob von „mouchet, muschetus:“ Sperber?), oder auch nur als j^ef'zeichnet, war verhältnissmiissig kurz und, wenngleich noch immerfällig genug, doch so beschaffen, dass sie der „Schütze ( Husq 1 ^
allein mit den Händen handhaben konnte (vergl. Fig- 303 ‘
andere hingegen, ihrer Besonderheit nach „Hakenbüchse“ uU'
genannt, war (bis gegen 5 Fuss) lang, auch dermaassen schwerbeholfen, dass ihre Handtierung nach wie vor, zum Auflegen, den ^oder Gabelstock („fourche-fieres; forquine“) unerlässlich forderteS. 182). Wie es heisst sollen diese „Gabeln“ in Frank re !^- ug j. e te» <,fdurch Franz I. um 1544, und, nächst ihnen, die eigentlichen ^ ^ jjgTim spanischen (niederländischen) Heere erst durch
eingeführt worden sein. In England besonders unterschied mau j^tereder Zeit der Elisabeth bereits drei Arten von Musketen, eine K C htB c ^oder „caliver“, eine mit weitem Rohr („ carabine “), und eineschwerere als „ dragon “ oder „musketon“. Auch gab es eben ^ibe#Zeit, vornämlich in Deutschland , kurze Büchsen (einen und e ’^” ]ie nei‘'>Buss lang) mit einem eigenen Kaliber, etwa „so gross als einwelche mit mehreren, zwölf bis fünfzehn Handbiichsenkuge ^the*'wurden. Erst gegen Ende des Jahrhunderts erhielten e ' I ? Z6 ^^ l j sdlungen der Kriegsreiterei gemeiniglicher kurze Musketen mitsern. — Das Pulver trugen die Schützen, wie seither, m
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hältnissen von Metall oder, mehrentheils, von Holz mit naVg röbere 'u. s. w. bezogen, auch wohl durch Metallwerk verstärkt: Dzur Ladung) in umfangreicheren, das feinere, für die Pfanne _ sse reO„Zündkraut“ in kleineren „Flaschen.“ Später gestaltete man ®Behälter für den gewöhnlichen Kriegsgebrauch fast durchgäng'o ^ 2 u-
Röhre
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versah sie oben, zum Ausschütten, mit einer metallenengleich als Pulvermaass diente, und vermittelst einer Feder ^eiabzuschliessen war. Daneben ward es, vorerst hauptsacMusketieren üblich, die Patronen einzeln in hölzernen wa j C det° e!1Futteralen an einem quer über Brust und Rücken zu werbeI ^ ]] ^ e b el1 D ° TBandelier, vorn an Schnüren hängend, mit sich zu führen,noch das Zündkraut in einer „Flasche“ zu verwahren. s cho n , ,
Als kleineres, Pistolen-ähnliches Geschoss, kam zU p ran tre' chergebrachten Geschossen der Art (S. 182 not.) zunächst in s cop eiunter Franz I. unter dem Namen „petrinal (poitrinai / ^ j©® e ‘,
(escopette“), als neu, eine kurze Muskete auf, die aber