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3 (1872) Geschichte der Tracht und des Geräthes vom 14ten Jahrhundert bis auf die Gegenwart / von Hermann Weiss
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II. Das Kostüm des 16. Jahrhunderts.

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Ganzen, etwa seit dem Ende der vierziger Jahre, zwei vonstimmter abgegrenzte Hauptformen heraus, die fortan, ungeac.sich zwischen ihnen bewegenden Nebenformen, zugleich in nunrechter Verthcilung unter die Truppen, allgemein stehend iiblich^^^.üDie eine dieser Hauptwaffen, gemeiniglich alsHandrohr (»* ilob vonmouchet, muschetus: Sperber?), oder auch nur als j^ef'zeichnet, war verhältnissmiissig kurz und, wenngleich noch immerfällig genug, doch so beschaffen, dass sie derSchütze ( Husq 1 ^

allein mit den Händen handhaben konnte (vergl. Fig- 303

andere hingegen, ihrer Besonderheit nachHakenbüchse uU'

genannt, war (bis gegen 5 Fuss) lang, auch dermaassen schwerbeholfen, dass ihre Handtierung nach wie vor, zum Auflegen, den ^oder Gabelstock (fourche-fieres; forquine) unerlässlich forderteS. 182). Wie es heisst sollen dieseGabeln in Frank re !^- ug j. e te» <,fdurch Franz I. um 1544, und, nächst ihnen, die eigentlichen ^ ^ jjgTim spanischen (niederländischen) Heere erst durch

eingeführt worden sein. In England besonders unterschied mau j^tereder Zeit der Elisabeth bereits drei Arten von Musketen, eine K C htB c ^odercaliver, eine mit weitem Rohr ( carabine), und eineschwerere als dragon odermusketon. Auch gab es eben ^ibe#Zeit, vornämlich in Deutschland , kurze Büchsen (einen und e^ ]ie nei'>Buss lang) mit einem eigenen Kaliber, etwaso gross als einwelche mit mehreren, zwölf bis fünfzehn Handbiichsenkuge ^the*'wurden. Erst gegen Ende des Jahrhunderts erhielten e ' I ? Z6 ^^ l j sdlungen der Kriegsreiterei gemeiniglicher kurze Musketen mitsern. Das Pulver trugen die Schützen, wie seither, m

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hältnissen von Metall oder, mehrentheils, von Holz mit naVg röbere 'u. s. w. bezogen, auch wohl durch Metallwerk verstärkt: Dzur Ladung) in umfangreicheren, das feinere, für die Pfanne _ sse reOZündkraut in kleinerenFlaschen. Später gestaltete man ®Behälter für den gewöhnlichen Kriegsgebrauch fast durchgäng'o ^ 2 u-

Röhre

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versah sie oben, zum Ausschütten, mit einer metallenengleich als Pulvermaass diente, und vermittelst einer Feder ^eiabzuschliessen war. Daneben ward es, vorerst hauptsacMusketieren üblich, die Patronen einzeln in hölzernen wa j C det° e!1Futteralen an einem quer über Brust und Rücken zu werbeI ^ ]] ^ e b el1 D ° TBandelier, vorn an Schnüren hängend, mit sich zu führen,noch das Zündkraut in einerFlasche zu verwahren. s cho n , ,

Als kleineres, Pistolen-ähnliches Geschoss, kam zU p ran tre' chergebrachten Geschossen der Art (S. 182 not.) zunächst in s cop eiunter Franz I. unter dem Namenpetrinal (poitrinai / ^ j©® e,

(escopette), als neu, eine kurze Muskete auf, die aber