TAFEL 21.
Klöppelspitzen, Italien , 17. Jh.
a) Aermelbesatz einer Albe. Die Mitte nimmt das Wappender Abtei St. Gallen , umschlungen von der Kette desAnunziatenordens, ein. Im Anhänger der letztem erscheintdie Darstellung der Verkündigung. Schwerfällige Rosen-ranken füllen die Seiten, unregelmässige Maschen denGrund — Mailänder Spitze —.
b) An eine mittlere Blume schliessen sich beidseitig stilisierteBukette an. Die Formen sind mit mannigfaltigen Zier-netzen geschmückt und zum Teil mit schwebenden Knöt-chen besetzt. Vereinzelt erscheinen lediglich freie Ziernetze,ohne die schwere Umrahmung. Die Formen berühreneinander, ohne durch Stege verbunden zu sein.
c) Das Muster zeigt eine reiche Blumenranke, deren Formendurch vorherrschende Verwendung der verschiedenen Zier-netze bereichert sind. Die Stege fehlen auch hier.
d) Schwere Blumen und Blattformen bilden das Muster. DieVerbindung der einzelnen Teile ist durch pikotierte Stegebewerkstelligt. Die untern zierlichen Zacken sind Näh-arbeit.
24