TAFEL 39.
Diese Arbeiten entstanden gleichzeitig mit den flandrischen
Klöppelspitzen des 18. Jahrhunderts und bildeten wohl ein
Surrogat für die kostbaren Spitzen.
a) Ein schlangenförmiges, mit Rosetten besetztes Band teiltden Streifen in halbkreisförmige Flächen, in denen je einRosenbukett aufwärts und abwärts schaut. Den Fussbildet ein Band mit Rokoko-Ornamenten. Der ganzeGrund ist durch feinen Zughöhl gelockert, um dem Ein-drücke der Spitze nahezukommen.
b) Das Muster zeigt grosse Blumen und Blattformen, zwischendenen hübsche Sträusse von zierlichen Blüten und Blätternangeordnet sind. Den Fuss bildet eine Reihe auf- undabwärts gerichteter Blätter. In den Blumen und Blätternsind mannigfaltige Zughöhle angewendet, während derGrund gleichmässig ausgenäht ist. In den Blattformenerscheint vorwiegend der Hexenstich. Die Konturen derBlumen sowie die Stiele sind in Kettenstich, die zartenkleinen Blätter und Blüten in Plattstich ausgeführt.
c) Die Rokokoornamente werden durch herabfallende, vonder Mitte nach rechts und links sich verteilende Blüten-zweige unterbrochen, die in gefälliger Weise die Feston-linie beleben. Die Ausführung in Hexenstich zeigt eineeinzige Ausnahme: Der Kelchrand der Blüten ist inKettenstich gearbeitet und mit Spitzenstichen durch-
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