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Freiburger Chronik der Burgungerkriege / Peter von Molsheim ; herausgegeben von Albert Büchi
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173
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manlich. Doch dett man inen als nott, das man mit gewalt diemuren niderbrach und unden in den turn kamen. Dennachtwas der turn ungewunnen, denn er stark mit gewelben undgüten estrichen, einer ob dem andren, gemacht was. Es wasso grosser ernst da, das man durch ettlich gewelbe kam. Und 5stürmte man so lang, das es sich vast uff den abend zoch, dasman vast begonde dannan tringen. Aber die fromen gesellenin dem turn, do die das Sachen, do griffen sy die ding garhart an; und wart der turn so vast genottiget, das die vygentdarinnen gnaden begerten; und wurden also uff ein teil uss dem 10turn genomen. Indem wart die vorstatt angestossen und ge-brönt. Do die in dem turn waren, das gesachen, do schlügentsy umb und wolten sich nit me ergeben, denn sy wol ge-sachen, das man die Sachen nit beharren wolt-e. Und wardir ettlich in dem turn gewüst und verbrönt. Dann do diegüten gesellen gesachen die vorstatt brönnen, do trügen sy ouchstrow und holz unden in den turn. Und stiess man den turnan mit für und zoch man dannan. Und kam man derselbennacht wider gen Friburg. 1 ) Und ivurdent dazwilschent alle hüserund dörfer verbrönt, so der vygenden varen. Es wurden ouch soettlich gesellen in dem turn übel geletzt und zum tod gebracht. 2 )

Nun indem als jederman keimen kam und sich der herzogmit semlicher grosser macht und gezüg vor Losen besampnethatt und alle stett und schlos vol Volkes lagen und nit wolteerwinden, [denn das die beden stett Bern und Friburg] 3 ) sines 26willens und vorab gottes gnaden darinn erwarten mästen. Dennvon dem herzog und von den sinen gerett wart, wie er spreche

1. gewalt durch ein iserin thür inhinbrach; die was inwendiggar wol verriglet und vermacht. Und also si do inhinkomen,B. E. St. 19. dazwüschent noch vil D. 20. ouch denen vonBern etlieh er schlagen D. 21. Zusatz: Gott behalt die sele (N).

') Unterwegs hielten sie in Cottens still, s. Ochsenbein 603. Sie führten8 Gefangene mit sich, ebenda 602, Fries 413. ! ) Auf Freiburger Seitewurden vor ßomont verwundet Conrad von Knuwburgern und Jean Gottador,letzterer durch die Kugel einer Hakenbüchse, vgl. Ochsenbein 602, 644. 3 ) Die ersten Meldungen vom Vorrücken seines Heeres (19.29. Mai) lassennicht erkennen, ob Freiburg oder Murten das Ziel seien, Ochsenbein 210,221 .