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Schweizer Militär vom Jahr 1700 bis auf die Neuzeit / A. Pochon und A. Zesiger
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Es

ferner Trommel, getragen 1712 bei VilmBernisches Fußvolk von 1728.Nach französischem Beispiel, macht Bern bereits in der zweiten Hälfte desXVII. Jahrhunderts die erffen Schritte zur einheitlichen Kleidung in derArmee. Am 19. September 1674 beschließt der Kriegsrat, vom sogenanntenL.„Ausschuß der übrigen (d. h. jungen, ledigen) Mannschaft“ 50 Musketierean die Grenze zu schicken, doch sollten diese „mit guter Kleidung, sonderlich Casaquen“,wohl versehen sein. Am 10. Dezember 1683 nimmt dieselbe Behörde den Antrag an,die Landleute sollten „lange Röcke oder Casaques“ und breite Büte neuer Form an-schaffen. 1596 berichtet unter dem 16. November der Musterungsoffizier über dasunteraargauische Auszügerregiment, viele Mannschaften seien mit Kasaken versehen.1707 sind die deutschen Auszügerregimenter ziemlich allgemein gleich oder doch ähnlichgekleidet und zwar in dunkelgraue Röcke mit roten Aufschlägen. Im genannten Jahrewird dieselbe uniform auch für die welschen Auszüger, vorab für das Genfer Sukkurs-regiment, anbefohlen, weil den bernischen Offizieren bei dem damaligen Zuzug nachGenf aufgefallen war, wie die Genfer Stadtwachtsoldaten alle wohl und gleich ge-kleidet seien.Die Einführung der uniform erfolgte also schrittweise und mehr durch freundlicheUeberredung. Jedermann hatte die Anschaffung selbst zu besorgen, „der qualitet derTücheren halb aber wird Jedem frey gesfelt, solche nach beschaffenheit seiner Mitteln zuerkiesen. Die Herren Offiziere dan solten auch nach und nach in der Kleidung sich der