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Schweizer Militär vom Jahr 1700 bis auf die Neuzeit / A. Pochon und A. Zesiger
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Standarte der Dragonerkompagnie „4 Landgerichte“.Bernische Dragoner 1756.Die Dragoner, ursprünglich berittene Infanterie, wurden von der bernischenObrigkeit infolge des unglücklichen Ausgangs des ersten Villmerger KriegsN(1656) eingeführt. Auf Antrag der Kriegsräte errichtete die Obrigkeit ander Grenze gegen Luzern, das bei Villmergen die hauptsächlich durch denBauernaufstand von 1653 demoralisierten bernischen Auszüger in schmähliche Fluchtgeschlagen hatte, „zur mehreren Sicherheit und Entschüttung“ der Infanterie verschiedene„Reuter“-Kompagnien. Aus Reitern, die ohne vollständigen Barnisch ausrückten, wurdendie Dragoner gebildet. Obschon ursprünglich ordentlicher Eifer herrschte für den Kriegs-dienst als Reiter, erlahmte dieser balö infolge der großen Lasten, die dieser Dienst mitsich brachte. Die Zahl der „Dragoner “ mehrte sich zusehends. 1703 soll ButmacherSchoor Dragonerhüte für die Kompagnie der drei Aemter Wangen, Aarwangen und Bippverfertigen. 1707 werden schon Uniformlieferungen von Gemeinden an Dragoner erwähnt,1709 soll der Dragoneroberstleutnant Hackbrett über Armierung und (gleichförmige)Kleidung der Dragoner ein Gutachten erstatten. Im Februar 1712 wird ein Dragoner-tambour erwähnt. Erst die Erfahrungen des zweiten Villmergerkriegs von 1712 jedochbelehren die Obrigkeit endgültig über den Nutzen guter Kavallerie. Kurz entschlossenwandelt daher die Regierung durch Ratsbeschluß vom 22. März 1713 alle die ungleich-mäßig bewaffneten schwerfälligen Reiter in Dragoner um mit Ausnahme der örei Kom-