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Moralischer Uhrzeiger der nur I. zeiget, oder Einfältige Predig von dem gebenedeyten Eins der Helvetisch-Benedictinischen Congregation : auff Ihr angestelltes Jubel-Jahrs-Fest Anno 1702 den 14. Sonntag nach Pfingsten / fürgestellt einer zahlreichen Volcks-Versamblung, in dem Hochfürstl. Gottshauss St. Gallen durch Ihre Hochfürstl. Gnaden Herrn Herrn Maurum Abbten dess Hochfürstl. Gottshauss Einsidlen, der Zeit Visitatorem der Schweitzerisch-Benedctinischen Congregation
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Dividatur : Der beste Theil IM Menschen / nembli'ch das Hertz / theile sich m so viel Par.cheyen / so viel man Creaturen zehlen thuet, Dividatur. Fort mit einem einfältigen Sim-pel j niemand tauget bester / bann ein tausendfältiger Ptorheus. Klug ist / der nicht miteines/ sonder zweyen Herren Dienst sein Gage , und Belohnung verdopplet; Asts <JocivCund praöicirt die Welt. Skye gleichwohl das Sonnen-Stäubün so winzig / daß esunzercheilbar scheinet/ dividatur schreyet jeglicher -Dialecticus , der in disem fast unsichtba-ren Pünctlin 1 weiß nicht was für ein absoirderliche Ärch darjtellenden / gemeinen / undeignen Unterschied anweiset. Der Ph>stcus scheidet hierinn die Materi von der Form / dieZufall von der -Substanz Der Mecaphyiicus zercheilkts m unbeschianckce / auff anderssich stehende/ übersteigende ?r»dicame»talische sariones. Der Mathematicus hauwttdifes Tüpsttin in Puncten / in Linien / in Tieffe / in Oberfleche / in D'eyangcl / Crrcul,und (Lnadratm: Dividatur rujst der Anatomist, der Vörschneidcr / und Fleischhacker fderen Meisterstück stehet in Zerschneiden / Enkzweyen / tranfchiren. Was übet der Aba-ohist ? was der Alchimist ? was der Dänzer ? was der Mvircanr ? als die Partiten zu di-vidiron ; die Metallen zu scheiden / die Caprioien zu schneiden z die Motetten mit denPaustn zu underbrechm ? Wann ich discurrirc mit dem Redner 1 will Er mich beredendas Ampliflcim-en / oder Ausl'rettkn mit allerley Red-Zierden ftye ein Estsct der fimiHi»chm Zmheilung. Wann ich gehe zu dem Poetei? / will Er / daß lerne beste Berß mithalbierten Fitesten daher lausten. Nichts melde von dem Schreiner / der sich vielmehrbearbeitet in dem Sägen / als an Lymen; Gleichwie der Schneider ebender im Zerhauen,als in dem Nahm / so lieb hat man gemeiniglich das Dividatur , daß wo nicht möglichmit den Händen die Einigkeit zu mtzweyen / wird solches mit manmgsirittger Einbildungestectuirl. Unter allen aber mißbrauchet das offt-ungezogne Dividamr der vielfältigeE im der/ welcher von GOttsich so ostr abschneidet / so ostt Er in die sundücke Begierdeinwilliget. Disrr nicht mit Gunst zu melden / unehrlicher E ck neider / will nicht E I MGOtt/ sondern ZWEP/ nicht EIN HErrm / söudrrn ZWEP unkerdienstlich es.kennen / mästen Er das eitle / falsche / nichts-wertl/e Gurh liebet / als wie das wahrehöchste / einige Gmh / und stelle jenes Ihm sechsten vor zuwimm andern Golt- Jaft«t dm ersten Gott an den Rucken/ und erhechcr sein unordentliche Begierlichkcit abgöt,renfch auff den Tivon / ob gleich/wolst Jlme ernstlich zmzeiedk wirdi Audi-, OomkusDcus mus, Deus umis est; Hört drin HErr / dein GOtt ist ein HErr / und ein Gott/so kehret Er sich nichts daran > und weil unmüglich die Göttliche Wchnhcil in sich selb»freu zu verstücklen / verstücklet Er selbige in seinem Hertzen.

Nicht also tt. A.D- nicht also mit dem Sünder/ nicht also mit der Wett/ sonderhaltet mit Unser Schwcitzerisch-Benedictiuischen Congregarion,, die mit dem Himmel/und seinen Bürgeren einstimbt / liebet aus vielen EINS zu seyn/und einem HErrcn zudienen 7 Darm zu solchmrwird sie von dem polsten / und nicht politischem Geist IhresHeiligsten Ertz-Patriaivl'M Benedicti , her von aller Gerechten Geistern ein vollkembneVersamblung war/ schönstms angeführet: Quia servus , sive liber omnes -in Christomutn fumus , & sich uno Domino requaJem servitutis militiam bajulamus. Wir Bene-

dictiner/ laut Miser Hell. Regal find in GOtt EINS t seynd EIN Congregarion,und tragen EIN gleiches Joch unter EINEM HErren. Man zehlet zwar 9. Hoch.würdige Gortshäuster / theils Kayserlichc / theils Königliche / cheils Herzogliche / theilsFürstliche/ cheils Gräffliche/ und Freyherrliche Stüfft/^ aus disen jedweders gut/ jedwe-heö ein wohl > siindrrtpg Firmament , jedwedes ein schön geflimtcn Himmel vorstellet 7weilen aber die Himmel erst alsdann für vollkommen sind gepriesen worden / da man siebeysammen gesehen : igirm- perfecti stmt C«Ii, haben in abgewichnem Seculo Annor 6or,4. aus dm 9. wohlgcdachtkn Himmlischen Gottshäusstrn / als St. Gallen / Einsidlen/Muri/ und Fischmgen/ angefangen I- zu zehlen / in EIN Congregationsichemzulaffm/und aus IV- EINS zu werden ; Mit welchm nach und nach / Pfefftts 1 Dijmtiß/Rhemaw/ Engelberg/ und Bcinwil sich glücklich vereiniget / und solcher Gestalten aus9. -Yimnilm Einm allein formirt / von deme folgsamb valde bona, sehr viel Guts bißdalun ausgestostm/ also zwar/ daß solche mit Nahmen / und Thaten gebenkde»)te Ver«sanMungvvn Gott aesegnrt/ üherflüssige Früchten W Nutzen der streittenden Kirch'/ und^lustiahm der Catbolifchm Religion fürgebracht; Wie dann unser ällerheiligste VatterCieh eks pp. XI. in Seinemallergnädiqsten Breve an mchr,gemtldte Benedicti nifcj«Schwnherische Cc/n§>cgattor> erlassen / fuh dato 19. Augusti Anno 1702. mit Gold-werkhrn Worten beifüget : Sane cum fructus uberes in Ecclesias utilitatem, & CatholicaeReligionis hicrcmcncum Catus iße benedicente Domino protulerit &c. Hcistet das Nicht

Demer. 6 ,

Hegul. c 9.