Von Gottes Gnaden Wir
des Heil. Röm. Reichs Fürst, Abte der Fürstl.
Stift St. Gallen, und Gotteshause St. Johann im
Thurthal, des königlichen Ordens der Verkün-digung Mariä Ritter, rc. rc.
»Weben hiemit zu vernehmen allen unsern angehörigen
Gottshausleuten und Unterthanen: Demenach viele franzößische Laub-oderFederthaler, in annis 1784. 1785. und auch in gegenwärtig lausendemJahre ausgeprägt/ ( derer innerliche Werth beträchtlich geringer seyn soll,als derjenigen von älterem Schlage) in unsere Lande eingeworfen zu wer-den beginnen ; Daß Wir dahero, gleichwie in Rücksicht der neuernLouis'dor unterm 9?" verwichenen Monats Jenner von Uns beschehcn, al-so auch diese franzößische Thaler von obgedachten Jahren in gemeinem Han-del und Wandel, bevor derselben Werth für unsere Lande bestimmet seynwird, einzunehmen männiglichen verwahrnen, und solche einsweilen in Be-zahlungen jemanden aufzudringen bey Vermeidung willkürlicher Strafe,und unserer höchsten Ungnade verbieten. Wornach sich dann männig-lichen zu richten, und vor Schaden und Nachtheil zu Hütten wissen wird.
Dessen zur Urkund Wir uuser Fürstl. größeres Kanzley - Insiegelhiefür drucken lassen, so geben und beschehen in unserer Fürstl. Stift St.Gallen, den 22. Hornung 1786.
Wochfürftl. Ranzley
allda.
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