Der Schwerern Apostel. 9
kohl damahls wenig Einwohner dort da sey ein gkosse gähe Flühe / mit ei-waren/ wolte doch derH. Vatter sie nem hohen in den Lufft aufsteigendenheimsuchen / und ihnen das geistlich Kopff/gegen dem Wind von Mittag/Brod als den HUngerigen Kindern mit- und daß an disem Orth gegen dem Bergtheilen ; diese schlechte einfältige Land- sich erstreckte ein langer Riß/ oder KrufftLeuth empfiengen Beatmn freundlich / des Felsen/ da ligeein grausamergroj-und wegen seiner heylsamen Lehr höre- ser Drach verborgen / der den Land-ren sie ihn gar gern / und verehreken Leuthen vil Forcht/ und Angst mache/ihn als ein Gesandten von GOtt. Al- wegen täglichen Schadens so er ihnenda fiele dem Mann GL)ttes das beden- thäte. Auf daß er aber dahin komencken fur/ ob es nicht gUt/ und raht- Möcht/ verfügt er sich ZU einem Schiff-sam / daß er das Predigen einstellte / man«/ begehrt er solle ihn samt seinemund dises etlich anderen anbefehlen Gesellen UndeN an Berg fuhren/UndSb «röcht: damit er von allen Menschen an statt eines Dieners annehmen. DaRinn abgesondert/ GQtt allein ruhig in ei- fordert der Schiffmann/nach altem
EinMer nem H. Orth dienen möchte / zu wel- Brauch/'den Schifstohn : aber Bea-
Lebm. chem eingezognen Leben seyn Hertz ge- tus konte/ wegen äusserster Armuth /neigt/ und lange Zeit sehr begirig ge- den weder geben/ Noch versprechen;wescn. Achtere einem/ so der Welt dann er nichts anders herte/ als einabgesagt/ und abgestorben / dis am schlechtes Kleid / daß er antrüge/ undbesten zu sein. So war es ohn zweif- ein Meß - Buch / aus dem er das -Opf-
ftl vrl sicherer/ daß einer ihm selber / fer der H. Meß thet verrichten ; dises
als dem Frembden predige / und also Buch wolte Beatus dem SchiffmannUnder dem Schein andern zUhelffen (wie geben/welcher sich alsbald über denvstrermahl geschicht) sich selb in Gefahr/ Heiligen erbarmte/ wolte nichts vonund Schaden begäbe. Darum hielte ihm nehmen / sonder führte den ohneBeatus für den besten Theil/ ob er für Lohn über See: Als sie fort gefahren/das End / und Zil des Menschens / erkante der Schiffmann was er für ei-sich aller Ding entäusserk/ und mit gantz neu führe/ in bedencken/ daß diser see/freyen Hertzen allein GOtt den Allmäch- so mehrentheils wegen grosser Wällentigen lieben/loben/und beschauen. gar ungestüm/damahlen so Still/UndIst darum wohl zu verwunderen/ daß Ruhig sich erzeigte: darum die Schiff-man so grobe unbescheidne Christen find/ Leuth unber einander sprachen : wahr-welche sich nit schämen die liebe Einsid- hafftig muß diser. ein rechter Dienerler zu tadlen; welche in Betrachtung GOttes sein/ welchem auch die Wäs-Ihrer menschlichen Schwachheit bey di- ser / und des Winds gemalt weichen;sem Sündigem Wesen/ und ausrechtet dann auf disem See haben wir solcheBegird eines GQttseeligen Lebens sich Stille nie erfahren. Als kam der H.defleissen dem lebendigen Exempel Chri- Mann mit seinem getreuen Dienerstt ihres Herren in disem/ und ande- Achate zu dem Gestad/ und ließ denren Landen nach zu folgen: wollen auch Schiffmann Wider zu Hauß fahren/gu-nit bedencken das grosse Lob / das die ter Hoffnung er werde sein lang ge-alte fromme Einsidler allzeit haben in wunschtes Hrth / und Statt zuwohnender Kirchen GOtteö gehabt» antreffen. Aber müßte einen grossen /
cap. 16; Nun ist Zuwissen/ daß aus dem Und sehr hohen Berg/der vor ihm lag/Gelegen, Prientzer - See der Fluß Aar sich aufsteigen; hette auch niemand der ihmV der schrenckt gegen Mitnacht in den Thu- den Weeg zeigte. In dem er fort-mlmf «er - See / und daß dise beede See li- gieng / fand er ein fektzame Holen / ankreis St. gen bey einer halben Meil-Weegs von einem ungebannten Weeg/ ferrn voneinander , nicht weit darvon find man ein den Leuthen gelegen/ dahin auch nie-Wohnung. Stättlein UNderseen / zu Latein aber in- mattd dörffte kommen / weilen allda sichterlacus genenUt/ dieweil es zwischen ein greulich /und sehr erschröcklichcr Jn-genannten See / und nicht weit von wohner auf hielte; nehmlich ein grosser/Eschi/ Mengen/ und Qberhostengele- und ungeheuer Drack. Als nun St.gen: in diser Gegend hat Unser Beatus Beatus dessen Unsichtig worden / ent-vil Leuth ZU Christo bekehret: ja auch setzte er sich anfänglich aus Menschlt-1 n der Lieb GOttes inbrünstig/ Und cher Blödigkeit ab deme nicht wenig/des ewigen Lebens begierig gemacht, doch sterckte er sich mit Göttlichem Bey-Als er nun dises Volck Underwisen Z un- stand also bald widerum: redt seinemderfragte er sich sonderlich bey den Jünger ZU / kein schrecken ab disem Un-Schiff-Leuthen/ wo ein abgesönderts geheur Zuhaben : schlugen verwegen al-Hrthmvifer Gegendzufinden/ welches se Menschuche Blödigkeit/ Und Forchtweit sey von den Menschen: darauf aUs chrem Hertzen/ achten sich deszeigten sie jhme ein grosse Einöde / bey Drücken / und Teussel Nichts / wasdem andern See des Thals gelegen / Übels ihnen auch Zustehen möchte: gehn
t>. F. Murer * Die H. Schweitz. B also
. S. Deaküsfslbrt überSee dieWildnußrucrkunvögen.
Wunder,pichen aufdem Was-ser.
S> Beätüötrifft denDrückenan.