Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Der Schwerern Apostel. 9

kohl damahls wenig Einwohner dort da sey ein gkosse gähe Flühe / mit ei-waren/ wolte doch derH. Vatter sie nem hohen in den Lufft aufsteigendenheimsuchen / und ihnen das geistlich Kopff/gegen dem Wind von Mittag/Brod als den HUngerigen Kindern mit- und daß an disem Orth gegen dem Bergtheilen ; diese schlechte einfältige Land- sich erstreckte ein langer Riß/ oder KrufftLeuth empfiengen Beatmn freundlich / des Felsen/ da ligeein grausamergroj-und wegen seiner heylsamen Lehr höre- ser Drach verborgen / der den Land-ren sie ihn gar gern / und verehreken Leuthen vil Forcht/ und Angst mache/ihn als ein Gesandten von GOtt. Al- wegen täglichen Schadens so er ihnenda fiele dem Mann GL)ttes das beden- thäte. Auf daß er aber dahin komencken fur/ ob es nicht gUt/ und raht- Möcht/ verfügt er sich ZU einem Schiff-sam / daß er das Predigen einstellte / man«/ begehrt er solle ihn samt seinemund dises etlich anderen anbefehlen Gesellen UndeN an Berg fuhren/UndSb «röcht: damit er von allen Menschen an statt eines Dieners annehmen. DaRinn abgesondert/ GQtt allein ruhig in ei- fordert der Schiffmann/nach altem

EinMer nem H. Orth dienen möchte / zu wel- Brauch/'den Schifstohn : aber Bea-

Lebm. chem eingezognen Leben seyn Hertz ge- tus konte/ wegen äusserster Armuth /neigt/ und lange Zeit sehr begirig ge- den weder geben/ Noch versprechen;wescn. Achtere einem/ so der Welt dann er nichts anders herte/ als einabgesagt/ und abgestorben / dis am schlechtes Kleid / daß er antrüge/ undbesten zu sein. So war es ohn zweif- ein Meß - Buch / aus dem er das -Opf-

ftl vrl sicherer/ daß einer ihm selber / fer der H. Meß thet verrichten ; dises

als dem Frembden predige / und also Buch wolte Beatus dem SchiffmannUnder dem Schein andern zUhelffen (wie geben/welcher sich alsbald über denvstrermahl geschicht) sich selb in Gefahr/ Heiligen erbarmte/ wolte nichts vonund Schaden begäbe. Darum hielte ihm nehmen / sonder führte den ohneBeatus für den besten Theil/ ob er für Lohn über See: Als sie fort gefahren/das End / und Zil des Menschens / erkante der Schiffmann was er für ei-sich aller Ding entäusserk/ und mit gantz neu führe/ in bedencken/ daß diser see/freyen Hertzen allein GOtt den Allmäch- so mehrentheils wegen grosser Wällentigen lieben/loben/und beschauen. gar ungestüm/damahlen so Still/UndIst darum wohl zu verwunderen/ daß Ruhig sich erzeigte: darum die Schiff-man so grobe unbescheidne Christen find/ Leuth unber einander sprachen : wahr-welche sich nit schämen die liebe Einsid- hafftig muß diser. ein rechter Dienerler zu tadlen; welche in Betrachtung GOttes sein/ welchem auch die Wäs-Ihrer menschlichen Schwachheit bey di- ser / und des Winds gemalt weichen;sem Sündigem Wesen/ und ausrechtet dann auf disem See haben wir solcheBegird eines GQttseeligen Lebens sich Stille nie erfahren. Als kam der H.defleissen dem lebendigen Exempel Chri- Mann mit seinem getreuen Dienerstt ihres Herren in disem/ und ande- Achate zu dem Gestad/ und ließ denren Landen nach zu folgen: wollen auch Schiffmann Wider zu Hauß fahren/gu-nit bedencken das grosse Lob / das die ter Hoffnung er werde sein lang ge-alte fromme Einsidler allzeit haben in wunschtes Hrth / und Statt zuwohnender Kirchen GOtteö gehabt» antreffen. Aber müßte einen grossen /

cap. 16; Nun ist Zuwissen/ daß aus dem Und sehr hohen Berg/der vor ihm lag/Gelegen, Prientzer - See der Fluß Aar sich aufsteigen; hette auch niemand der ihmV der schrenckt gegen Mitnacht in den Thu- den Weeg zeigte. In dem er fort-mlmf «er - See / und daß dise beede See li- gieng / fand er ein fektzame Holen / ankreis St. gen bey einer halben Meil-Weegs von einem ungebannten Weeg/ ferrn voneinander , nicht weit darvon find man ein den Leuthen gelegen/ dahin auch nie-Wohnung. Stättlein UNderseen / zu Latein aber in- mattd dörffte kommen / weilen allda sichterlacus genenUt/ dieweil es zwischen ein greulich /und sehr erschröcklichcr Jn-genannten See / und nicht weit von wohner auf hielte; nehmlich ein grosser/Eschi/ Mengen/ und Qberhostengele- und ungeheuer Drack. Als nun St.gen: in diser Gegend hat Unser Beatus Beatus dessen Unsichtig worden / ent-vil Leuth ZU Christo bekehret: ja auch setzte er sich anfänglich aus Menschlt-1 n der Lieb GOttes inbrünstig/ Und cher Blödigkeit ab deme nicht wenig/des ewigen Lebens begierig gemacht, doch sterckte er sich mit Göttlichem Bey-Als er nun dises Volck Underwisen Z un- stand also bald widerum: redt seinemderfragte er sich sonderlich bey den Jünger ZU / kein schrecken ab disem Un-Schiff-Leuthen/ wo ein abgesönderts geheur Zuhaben : schlugen verwegen al-Hrthmvifer Gegendzufinden/ welches se Menschuche Blödigkeit/ Und Forchtweit sey von den Menschen: darauf aUs chrem Hertzen/ achten sich deszeigten sie jhme ein grosse Einöde / bey Drücken / und Teussel Nichts / wasdem andern See des Thals gelegen / Übels ihnen auch Zustehen möchte: gehn

t>. F. Murer * Die H. Schweitz. B also

. S. Deaküsfslbrt überSee dieWildnußrucrkunvögen.

Wunder,pichen aufdem Was-ser.

S> Beätüötrifft denDrückenan.