®. Fridv-lin niml vvdem ^i.schoff Ur.lau!) undii.chr indaßttusch-lano.
Erniintvon demKönig tii'»laub.
Or. to.
S ft-ritu»
tnirichlct
mwcrichid-
€z Von dem heiligen Fridolin/
senm Vischoff / und erzehlte ihme dieobgemclte Erscheinung durch den Heil.Hilarium geschehen / und wie ihmGOttcrngäbe / daß er sich nicht lang in derStatt mehr aufhalten / sonder sich als-bald auf den Weeg gegen Teutschlandbegeben solte.Und wie er schon ferne zweeVettern in sein Kloster aufgenommen/und nach S. Hilarij Ermahnung deneinen zu seinem Nachkömmling in derPrwlatur gemacht / und die geistliche/und weltliche Administration oder Ver-waltung anbefohlen habe. Ab solcherRed crschracke der Vischoff / und ver-meinte den H. Mann bey sich zubehal-ten / legte auch allen steiß an/ ihnezu-bereden / damit er zu Poitiers verhar-rere.Da er aber sahe/ daß es der WillGOttös wäre/ entliefst er ihn in demFri-dcn / nicht ohn sondere Taurigkeit.Als nun sich der H. Fridolin wegfertiggemacht / und aus der Statt Poitiersausgehen wolle / folgere ihme ein gros-ser Haussen deß Volcks nach / beweine-ten alle seinen Abschid / und gnadetenihme/ als ihrem geistliche/ und liebe Vat-ter freundlich ab.Von dannen zöge er mitseinem Täschlein (darinnener dasvor-gemclte Heiligrhum seines H. Pa-tronen Hilarsi beysich trüge ) nach-dem Königlichen Hof/ da er dem Gros-sen König Clodoveo eröffnete/aus wasUrsachen er sich feiner Abthey verzigen/und seinen Stand jetzund'verändernwolle / dann GOttes Willen/undBe-felch müßte er folgen ; und waren sei-ne zween Vettern schon an sein stattverordnet / zu Poitters dem DienstGOttes in S- Hrlacij Münster vorzu-stehn; Er aber werde in das Teutsch-land ziehen / und das Reich GOttesauch allda helffen befördern / derhalbenhabe er sich jetzt bey Königlicher Maje-stät wollen erzeigen / und von ihme de-müthig Urlaub nehmen / GOrt wöllegnad geben / daß in dem Teutschlandder Christliche Glaub auch gepstantzetwerde / damit er möge Kirchen / undStlffrer mit feiner Königlicher Maje-stätt Gunst / Hilss/ und Schutz auf-bauen / nnd anrichten. Darauf derKönig gütlich geantwortet / und S. Fri-dolin Urlaub gäbe in dem NahmenGOttes hinzuziehen / mit Verheißunger solle an seiner Königlicher Bewilli-gung/ Gnad / und Beftättigung kei-nen zweiffel tragen / und wölle ihme zuder Ehr GOttes / und der KirchenNutz/ und Wohlfahrt/ «Uen mögli-chen Vorschub beweisen.
Es käme aber der Heil. Fridolin indas Teutschland an den Fluß die Mo-sel genannt/ an welchem er ihme ein ge-legenes orth ausscrwöhlte/ ein Kloster
oder Gottshauß in dem Flecken He-lera genannt / zuerbauen / verharrcteaber da so lang biß er solchen Bau vol-lendet hätte : Von dannen reifere erweiter / biß daß er kam in ein Thall /so zwischen Bergen gelegen / stige aufden Berg Vogesum / der Wasichen imElsäß heißt / ftisstet auch daselbst einanders Kloster / und Kirchen. Fol-gends käme er in die namhafste StattStraßburg / da richtet er mrt großemsteiß ein neues Stifft / und Kuchen auf;welche drey Kirchen liesse er weyhen zuder Ehr S. Hilarij. Darnach zöge erferrner von Straßburg auf Burgund/und von dannen zu den Grauenpündt-nern / damit er den Bischoff von Lhurheimsuchen könnte. Daß er aber inder alten berühmten Hauptstatt AipinäRhetiä Chur in Rießland gewesen seye/dessen gibt klare Zeugnuß Notkerusder treffliche Abt zu S. Gallen. Da-selbsten hielte sich der H. Fridolin einZeitlang auf/ und undcrredet sich mitdem Vischoff von seiner fürgenohmnerReiß/und was er weiters indem Wein-garten deß HErren zuarbeiten entschlos-sen were. Er verblibe aber in derStatt Chur so lang / biß er das neueangefangne Stifft/ und Kirchen/wel-che er zu der Ehr deß mehrgemeltenH.Hilarij aufgericht / vollendet hätte,dieselbige Kirch war jenseits dem Was-ser Plessur/ so neben der Statt Ring-mauren hierein fliestet / in einem er,hebten Boden aufgeführt / da es nochheutigs Tags zu S. Hilario / ( oderwie manS in der Landsprach sagt ZU S.Lerius ) heissct / und noch etliche An-zeigungen einer Kirchen samt ange-hencktem Bruderhäußlein gefundenwerden. Ist nit S- Martini Kirch /wie etliche vermeinen / gleich wie diezuHelera an der Mosel / S. NaborsStifft genennt worden. Ferrner zögeFridolin von Chur gen Costantz/ Käy-scrstuhl / und Zurzach/ oder wie ande-re memen / nähme er sein Reiß aufBa-sel über den Gotzberg gen Windisch /und von dannen für Zürich / gen Gla-rus hinauf. Da würckete aber GOttivunderbahrlich durch seinen Heiligen /also daß vil Abgöttische Völckerzu demChristlichen Glauben bekehrt wurden /sintemnahl sie nicht allein einen solchenHeiligen Mann predigen hörten / son-der auch seine gethane Wunderzeichenvor Augen hatten; dann zu derselbenZeit wenig getauffte Christen um Zü-rich / und Glarus zufinden waren / obschon S. Felix / und Regula / samtdem Hell. Exuperantz daselbst etlichezu dem Christenthum bekehret hätten.Aber zu Glarus schaffete Fridolin sovll guts / daß auch zween Brüver /
und
lichtKirchenund Klösterauf.
t
Er kommtgen Chur.