Von dem Heil. Othmaro/ Abt/ und Beichtiger. 109
Kloster besser zuerbauen/ ordentliche beyden Landpflegern darum citiert ffar*Gottsdienst anzurichten / vil Persoh- (fett Verweist gäbe/ sie aber kehrtennen zum klöstcrltchen Leben auszuneh- sich fast wenig daran / fuhren in ihremwett / und in allem deß Gvttshauß Nutz Geitz/ und Raubgirigkett immer fort.zubefördercn; also/ daß mit frommer Da nun deßwegen der Heil. Abt zum S- öfljamhertziger Leuthen Hilff/ Steur/und König widerum wolle reisen / liessen sie JJjOJ*Begabungen/ solches an Gebäuen / thne underwegen mit gewehrter Hand/
. Grttern } und Gülten in wenig Jahren und Gewalt einziehen/ und in dieGe-^ M- sehr geäuffnet warde. Es wäre der fangnuß legen. Hierzwischen stiff-T H. Othmarus mit einer sonderbaren ten sie einen Mönchen Lamberrum an/
H wmn ' Demüth begäbet/ flöhe fast die eytle daß er den H. Mann eines falschenEhr/ übte sich ohn underlaß in dem Lasters der Unzucht / bezüchligte ; ihneH. Gebett / kasteiet seinen Leib mit damit von der Prcelatur zuverstossen.vilem Abbruch / Wachen / und Fasten/ Gleich darauf ward aus Antrib gemel-pflegte zu fürnehmen Festtägen ojst 2. ter Pflegeren ein gemeiner Synodus/
Gantze Tag sich von menschlicher Speiß oder Versammlung der Clerisey oderzuenthalren. Gegen den Armen Priesterschastt von dem Bischoff Sydo-war er Barmhertztg/ und freygebig ; nio zu Costantz angestelt/ darinn dettrug grosse Sorg über sie/ daß er ih- H. Abt verklagt; Lambertus der fäl-lten allerhand Nöthdmfftigkeit mittheile sche Zeug wider ihne gestelt/ der be-te/ ihnen selbst pflegte/ und so er ei- zeugte/ er kennete ein Weib die vonnen nackenden/ übelbekleiden Menschen Othmaro geschändt worden. DerH.
' sahe / vfft seine eygne Kleider außzoge/ Othmarus gab auf solche falsche An-und dem Dürfftigen dargabe. Liebte klag kein Antwort: da er aber von vi-die Armuth/ und verachtete die zeitli- len genöthiget ward / sein Unschuld dar-che Reichthum. Als er auf ein Zeit zuthun/ sprach er lerstlrch Ich beken-ein ansehenliche Summa Gelts/ vom ne daß ich über die Massen vil gesündi-^ KönigPipino in Franckreich empfan- get hab/ aber wegen dsses Lasters/gen/ hat er den grösten Theil gleich nimme ich GQtt zu einem Zeugen: be-vor dem Königlichen Pallast/ under schlusse also sein Antwort/ und wolttdie Armen außgetheilt/ daß überige weiters kein Wort reden/ blibe gantzbrachte er/ auf begehren der Bruder/ still getröstende sich seiner Unschuld /in sein Kloster / und kauffte ein kleine und ruhendes Gewissens. Wie nutt & oft
Gerechtigkeit am Boden darum. Wann der Synodus bößlich angesehen/ alsoer etwann gezwungen würd zu reißen / ward er noch arger geendet/ dann derbrauchte er an statt eines Rosses/ ein Heil. Othmarus ward hierauf seinerschlechtes Eselein. Neben anderen Abtthey entsetzt ; gen Bodmen aufGebänen/darinn er die Armen em- das Schloß geführt/ in ein grausamepsieng/ bauet er auch firr die Aussätzi- Kercker gelegt- dahin niemand kom-gen ein Behausung/ unser: von dem men/ so gar auch die nothwendige Nah-Kloster/ darinnen er den Siechen per- rungchme memand bringen Dörffte:al-söhnlich mehr mahlen außwartere / und so daß er vor Hunger bald gar gestor-so emsig pflegte / daß er vfft nächtlicher den wäre. Letstlich aber käme Pat-weil zu ihnen hinauß gienge/ihnen das gotzus/ einer seines Convents/undHaupt/und die Fuß wüsche/ihre ey- bekäme Gelegenheit ihme nächtlicherterige Geschwür mit seinen eygnen Hän- weil Speiß / und Tranck heimlich zu-den säuberte/ und nothwendige Nah- reichen/ welches dann gewehret/ bißrung darreichte. Derer Ursachen er daß Othmarus von einem reicht Mann-wohl ein Vatter der Armen genennt mit Nahmen Goöberius / in ein Jy-werden mag. ful deß Rheins/ nahe bey Stein ge-
führt/ und milter versorget worden.
^k> r. In dem aber der H. Mann solchen/ Allda er den geistlichen Übungen sichund andern Tugenden/ mit höchstem desto mehr ergäbe/ je mehr er von denFleiß obläge ; das Gottshauß auch Leuthen / und ihrem Uberlauff / undviertzig Jahr löblich regierte/ möchte Weltlichen Geschäfften entlediget warder böse Feind solches nicht erleyden : re. Als nun der H. Othmarus bistderhalben er ein grosses Ungewittcr Verfolgung/ Schmach / und Entse- indem-»schwärer Verfolgung anrichtete. Dann tzung von der Abtthey / zwey Jahrge- len».als Warinus / und Ruthardus selbiger dulttglich getragen / und aufgenvhmen/
K" Landpfleger in Turgöu / und erkranckte er in der Jnsul Werth/undSchwaben / die Kirchen-Güter/ be- nähme em Gottseeliges Ende/ gleichsonders aber die zu St. Gallen Götts- als ein Märtyrer den r6. Tag Winter-haußgehörten/ unbefugter Weiß / an monüts indem Jahr Christi 761. Dasich zugen / thäte Othmarus solches dem er bey 40. Jahr Abt zu St. Gallen /
König Ptpino klagen/ welcher ihnen Mld darnach zwey Jahr verflossen/»nd
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