Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
125
JPEG-Download
 

125

Einsidler/ und Märtyrer.

ftkbig mahl nicht weikers/ sonder nach und nicht über 26. Jahr alt. Derdem er den Platz seiner künsstigen Woh- Heil. Meginrad antwortet ihr/ undnung beschauet hätte/ stigeerdenBerg sprach: Ich hab mein Hoffnung zu GOttwiderum hinab/ und käme in das Dorff gesetzt/ der wird mich stärcken/ und nichtAlrendorss/ under dem Schloß Alten- verlassen/ und da die Wittib des H.Rapperschweil ( so auch Cham/ und Megmrads steiffen Fürsatz sahe/ spra-Alt-Rapperschweil/ und jetzt zu St. chesie: wolan GOtt der HerrverleyheJohann genennt wird / darauf die auch sein Hilff/ und Gnad/ ich willLandherren beyderseits ihre Sitz/ und meinem Zusagen genug thun. Also D M««Schlösser gehabt.) In dem jetztgesag- gienge der Heil. Meginrad im Jahr ihm«»ten Dorff war ein Gottsförchtige/und nach Christi JEsu Geburt 8z 2. Allein Hüttcinreiche Wittib / die nähme den Heiligen auf den Etzel / macht ihme selbst ein klei-Meinrad mit seinem Bruder freundlich nes Hüttlein/ darinn er sich aufhielte/in ihr Behausung auf/ und erquickte und GOtt seinem Herren in demselbensie mit Speiß/ und Tranck. Da unnachläßig mit Fasten/ und Bettennun der H. Mann vermerckete/ daß dienere. Die Wittfrau aber versähedie Wittfrau voller Gottsforcht ohn ihn wöchentlich einmahl mit Speiß/undLeibs - Erben oder Kinder / und gegen Nochturfft / die er mit grossem Abbruchden Gästen willig/ und freundlich- genossen/ und als sie seinen grossen Eyf-re/ zeigte er ihr in geheim seines Her- fer zu GOtt vermerckte; liesse sie ihmtzens verborgen Anlrgen an / mit dem ein Cell/ und Capellen auf dem EtzelBeding / daß sie solches in geheim hal- ( so noch heutigs Tags unversehrt zu-ten folle/ biß er sein Fürnehmen in sehen/ und des Heil. Meginradi Ca-das Merck bringen möchte. Als nun pell genannt wird ) ein halb Meil vondie fromme Matron des Heil. Megin- Altendorff/ da die Wittfrau wohnete/ravi Fürnchmen verstanden hatte/ ver- bauen. Da er nun sitzen Jahr aufspräche sie ihm / die Sach in geheim zu- dem Etzel gewöhnet/ und allenthalbenhalten/ und lhme umGOttes willen / herum von seinem Heil. Leben gesagtdie Leibs Norhturfft zugeben/ und war/ käme täglich vilVolcks zurhme/reichlich mit zutheilen/ darauf der H. ihne zubesuchen/ und seine geistlicheMeginrad höchlich erfreuet worden/sag- Ermahnung an zuhören/den grossen Wte der Mrttsrauen Danck für solche herlauft möchte er in die länge zurichtenfreundliche Verheissung/ und gienge nicht mehr gedulden/deßwegen gcdach-wtderum in seyn Kloster Oberbollingen/ te er sein Wohnung ferrner in den fitt-begehrte daselbst mit stattem Fasten / stern Wald zurichten. Nun begäbeUnd Gebcrt von GOtt/ das er ihne es sich auffein Zeit / daß etliche Mön-in seinem Fürnehmen bestätten/ und chen von Oberbollingen/ chn als ihrenihme mit seiner Gnad beysprittgen geliebten Vatter besuchten/mit denenwolle. gienge er in den finstern Wald zu ei-

nem durchfliessenden / und fischreichenNun hatte der Heil. Meginrad Wasser/ die Spl genannt/ zu fischen,kein ruhe/ sonder seyn Sinn/ und Ge- Da aber die Gefährten sich in dem fi-dancken stunden täglich nach der Einor schen belustigeten/ gehet der heiligede / zulctst wird er durch Gottes ein- Mann in Beschallung der Wildnüßgeben gestärckt/ und verlasset mit sei- allein spatzieren/ käme er zu einem an-nes Abts Erlebaldi Willen / und Er- dem Wasser die Alba genannt/ru nächstlaubnuß die Schul / und das Kloster varbey fande er einen ebnen Waldbo-Oberbollingen / als er noch nicht gar den / und einen schönen Brunnens jetztem Jahr mit lehren/ und regieren zu- unser lieben Frauen Brunnk genannt/)gebracht hätte/ führe über den See / dieselbe Wallstatt gefiele dem heiligenund käme zu der vorgemelten Wittfrau- Mann wohl zu einer Wohnung. Nachen / die er um GOttes willen widerum Beschallung deßPlatzes/gienge er schnellbatte / daß sie ihme wolle mit nothturff- widerum an die Syl / und fande seinetiger Speiß/ und Nahrung behilffltch liebe Brüder reichlich mit Fisch fangenseyn. Die Wittfrau blibe standhafft begäbet/ gienge« mit ihme widerum aufauf ihrem ersten Versprechen/ und ver- den Etzel/ und von bannen in ihr K'lo-hiesse jhme widerum alle mögliche Hilft/ ster gen Oberbollingen; der H. Megin-und leibliche Nothturfft. Da zeigt rad aber verhariete in feiner Cell/undihr St. Meginrad an/ daß er vorha- geistlichen Übungen aufdem Etzel.bens wäre gestracks auf den Etzel zu-

ziehen/ n,w GOtt allda in der Einöde Im Jahr 8z8. War zu Zürich in c* P . *zu drenen. Die Frau aber spräche zu dem Kloster zum Frauen Münster ge-jhme : Lieber Herr / ich besorge ihr nannt / ein andächtige Abtißin Hilde-seyen zu schwach ein so hartes Leben garda/Käyser Ludwigs Pij Tochter/«ußzustehen/ dieweil ihr noch Jung / und erste Abtißin dajelbsten / die den

<0 3 H.