Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Im Jihr

284. fcfn

28. Angst«monath-

Cap. l.

S PclagijLalkerläd /Elicrn undJugcnv.

Cap. 2.

130 Quidam SANCTI Episcopatus Constanticnsis,

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gm Persohnen deß Lostantzer Bisch-tums/ so zu mdcrschidlichm Zeiten ge-lebt/ und in Heiligkeit gegrünet. Vonwelchen doch wenig (weder der Nahm)bekannt/ und gelesen wird.

Von ihnen gcschl'cht Meldung M beyden Martyrologijs Caesaris.Baro-ni j Card. und Pecn Canisij, auf ihre verzeichnete Geburts-Tag. Bey

^aeobo Manlio Catalogo Episcoporum Coostaot>euüum. ^oanne 8 rumpüioin dem 6. Buch. Erancisco Guillimanno dc Rebus Helvetiorum , Üb. 1 . cap.Is. Von S. Pelagio handlet gesagter Cresar Laronius Card. Tom. r.Annal.Eieeleii: ad Aonum. 284 . Leda. Breviarium Constantiense. VvN S- Av-

hanne Bischosfen. Annales 8. Oalü und R. O. ^odocus ^letrlerus IN Cüroui.

co proprio.

I.

S. PELAGIUS, Martyr.

Von dem Heil. Märtyrer Pelagio

Pelagius ist zu Em-tmona in -Ober Ungern vonadelichen / reichen / undChristlichen Eltern / umv das 259. Jahr gebohken;und um das 7 - Jahr seines Alters ei-nem frommen Priester Uranius genailt/in die Zucht übergeben / von deme erauch im Christlichen Glauben / freyenKünsten/ und Gottsforcht fleißig un-derwisen worden. Bey welchem an-dächtigen Priester Pelagius / nach fei-nes Vatters Peluflj / und Mutter Hi-lariä Todt / auch wohnete/und in Tu-genden fo starck zunähme / daß er seinVatterlich/ und Mütterlich Erbgut /und Verlassenschafft/ auß Liebe Got-tes / mit grossem Eyffer under die Ar-men außtheilte/ dem gecreußigten Her-ren JEsu mit Armuth in grosser Ge-dult/und Vollkommenheit nachfolgete/und die Welt samt ihren Wollüsten/inblüender Jugend verachtete.

Als aber die Christen zurZeit deßTyrannischen K'ayftrs Numeriani/anallen Orten verfolget wurden / und Pe-lagius mit seinem Lehrmeister Uranio /dle grosse Blutvergiessung / und der

Christen unschuldigen Todt nicht mehrsehen konnten/ seynd sie von ihremVatterland hinweg gezogen/ und nachlangem herum reisen/ an den Boden-see zu dem Platz Niderburg( so ein Rö-mische Vestung wider der AUemannierEinfall in der Römer Provintz wäre /da hernach die Statt Costantz an ge-sagtem Bodensee/ von dem KäyftrConstantino erbauet worden ) kommen.Allda habe sie den Tyrannischen Land-Pfleger Evilasium wider die Christenwüthend/angetroffen/ihne mit Christ-licher Stärcke / und standhafftigem Ge-müth seiner tyrannischen Thaten ge-strafft/ den Christlichen Glauben öf-fentlich bekennet/ und erwisen/ dieGötter aber nur ein Menschen Gedicht/und Teuffelisch Gespanst zu seyn/auß-geschreyen.

Evilasius der Landvogt nähme desH' Pelagij/ als eines jungen Jüng-lings Ermahnungen für ein Schmachauf/ sonderlich weil er seine Götter /und Glauben verachtet hätte / befihltbald den Schergen/ .daß sie ihne mitTrusten schlagen / mit eisenen Kettenbinden/ und in ein finstern Thum m

tat