Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von etlichen Heiligen / des Bischthums Chur. ifz

Chum/ hab in alle obgeschribne Stuck Sonsten finden wir von diftm Heili-verwilliget/ und mich underschriben für gen Vischoff nichts weiters / müssenmich selbst/und für meinen abwesenden also bey disem kleinen BerichtH. Bruder Asimone / Brschoff der verlieb nehmen.

Kirchen Chur in der ersten Rhatien / rc.

1t.

S. PU RITIUS, Episcopus, & Consessor.

Von dem Heiligen Puritio/ Bischoff/und

Beichtiger.

Im Iahe

460. dm-,

Junij. ^

Puntius/oder Pruritus/ wie get. Darmrt müssen wir widerum mit"man auch ihn ncnet / der aw wenigem vergüt nehmen / und GOtt inder Bischofs zu Chur/umdas seinen Heiligen loben. Zu dises Bi-460. Jahr / ein ftomer/ eyft schoffs Zeiten / käme S- Fridolinus inferrger/ und andächtiger Mann/ dar- dise Lands - Art / und bauere S. Hilaszu einer grossen Heilig- und Vollkom- rijKirchenzu Chur/ so jetzt zu S.menheit / wie Petrus Cratepolius in - Martin genannt wird.seinem Catalogo Episcoporum bezeu-

m.

Ss. PLACIDUS Mart. & SIGISBERTUS Abbas.

Von dem Heiligen Placido Märtyrer/

undH. Abt Sigcbcrw.

lander/ und ein sonderbahrer Liebha-ber des Einfidlischen Stands/ und ab-gesonderten Lebens war. Verfügetsich derhalben von dem Flecken Ursern/unden an dem Berg Gotthart gelegen/über das rauche Gebürg / und grausa-me Wildnussen/ gegen Auffgang derSonnen in ein mächtige Einöde / diedarum Disertina/ daß ist Wüste/ vonselbiger Zeit an / brß auf unsere Tägist genannt worden. An disem Ortliesse sich der fromme/ und andächtigeSigiöbertus nider ohne Zweifel aus Ecrlaubnuß des H. Columbam/ mit ei-nem Junger/ oder Bruder/ wie erdann auch dem heiligen Gallo / Mag-num/ und Theodorum zu Trost hin-derlassen hat : Da fienge e'r an GOttin seinem andächtigen /und einsamenWesen / und Leben fleißig Tag / undNacht zudienen. Desen Anknnfft /und heiliges unstraffliches Leben warbald bey den nächsten Landleuthen be-kannt / die kamen aus grösser Begierd/theils ihne zusehen / und theils in Auß-kegung des wahren Christlichen Ca-tholtschen Glaubens ihn anzuhören /welche er nicht aUeünmt Worten/undGeistlichen Ermahnungen / sonder auchmit seinem Gottseeligen Leben / undWandel/ von der Abgvrrerey/ Irr-thum / Sünd / und Lastern zu demChristlichen Glauben zu bringen/ emsigunderftunde.

6A.N der Heiligen Columbam /

( «\w Galli/ und Magni Leben/wird£22 weitlauffig beschriben/ wie S.Columbanus mit seinen Jün-gern ihr Vatterland Schotten verlas-sen/ den frembden ungläubigen Völcke-ren das heilig Evangelium zu predigen.Er ist erstlich über das BritannischeMeer in Franckreich kommen / und nach-dem er allda vil Jahr verharret / son-derlich in Burgund / (da er das Klo-ster Luxovium/ oder Life / jetzt Blu-mers/ aufgericht/ und Eustasium fet-den Jünger zu einen Abt darin verlas-sen) ist er durch Helvetiam herauß anden Bodensee kommen / und von dün-nen über das Rhatische Alpenburg inLombardey / da er mit hilff KönigsAgilulphi/ das Kloster Bobium ge-ftifftet/ und da um das Jahr6r8. ge-storben / und begraben worden. Hier-zwischen hat der H. Gallus seinen Mei-ster Cvlmnbanum verlassen/ und ne-ben Bregentz verbliben/ von bannen ergen Arbon / und folgens in den Wald/Und grausame Wildnuß gezogen / unddem Fürstlichen Gottshauzz S. Galliden Anfang in dem obgesagten Jahr/gegeben.

^.Zu djftr Zeit/ im Jahr 614. ver-u^u.e der H. Columbanus auf seiner. Italien einen anderen gelieb-ten junger Sigisberrus genannt / zuunsern rn dem Urnerland ChurcrBisch-lhums/ welcher ein gebohrner Schott-P. F. Murer, x>re H. Schwery.

Im Iaht

618. den

». Iulij.

S- S'qi's,

bertus>ver«

lasset S-

Eolllmban/

UiEwird

ein Emsid,

irr.

Also erleuchtete der heilige Geist c ap .U ' man-