Cap. 7.
Cap. 8.
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Cap. 1.
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i f 8 Von etlichen Heiligen /
sein Haar / und Bart abgeschnittenworden. Da nun der Caplan mitvcm Wein widerum käme / und dasgrosse Wunderzeichcn männiglich cr-zehlte / ward sein Heil. Leib mit demwarmen Wein abgewäschen / und mitFreuden / und Lobgesang an dem ge-sagten Orth nach deß H. Florint wil-len / ehrlich begraben.
Bey disem wolte es der Barmher-tzige GOtt noch nicht beruhen lassen /sonder die Verdienst seines getreuenDieners kundbahrer machen/ und mitmancherley Wunderzcichen vermehren :Dann als man den Wein/ nach seinerAbwaschung in einem Geschirr über seinGrab gehenckt hatte/ und vil mit demFieber behaffte Menschen dahin kamen/wurden sie durch Krasst / und Nlessungeines Tropfsteins dlses Weins / von di-ser Kranckheit entlediget. Die Blin-den/ Krummen/ und Lahmen/ so sichmit disem Wein wuschen/ wurden ge-sund. Die Wassersüchtigen / so dar-von mit Andacht trancken / erlangtenihre Gesundheit. Die Aussätzigenwurden gereiniget / und endlich wur-den die böse Geister aus den Leibernder Menschen getriben.
Im Jahr Christi 930. zu Zeitendeß Bischosss Valdonis zu Chur/ ver-gabete Käyser Henricus deß Nahmensder erste / zu deß H. Florini Begräb-nuß die Kirchen samt den Kirchensatz /mit aller Gerechtig - und Herrlichkeitdeß Fleckens Sindes / in dem Enga-din gelegen / aus Bitt / und Anstiff-tung deß Grasten Arnulphi in Rhetia.Daraus dann gründlich abzunehmen /daß unser H. Florin hundert Jahr zu-vor/ um 856. Jahr gelebt wird haben.Hernach zu Zeiten Käysers Friderichsdeß l. im Jahr deß HErrn 1167. leb-te in Rhetia oderGraubündten ein Ed-ler Herr / mit Nahmen Kuäolpbus abagua rubea , Rudvlff von dem rothenWasser / ein erfahrner ritterlicher
Kriegsheld / aber nach Soldaten ge-brauch'ein lastcrhaffter / und üppigerMensch. Als nun diser Ritter ausdem Krieg in sein Vamrland widerumglücklich angelangt / und vil von denTugenden/und WunderzeichenS. Flo-rini gehört hätte / bekäme er ein son-derbahre Begierd sein Grab zubefu-chen / dahin dann täglich vil Wallfahr-ten zu der selbigen Zeit verrichtet/ undgethan wurden. Wie nun Rudolphuszu Heremusien / und zu deß H. Flo-rini Grab angelangt / begäbe es sich /daß dazumahlen / in dises Herren Ge-genwärtigkeit / ein Weibspcrsohn mitdem Teuffel besessen / durch deß Heil.Florini Verdienst entlediget wurde.Ab welchem Spectacul/ und Zuichau-ung der mchrgemelte Edelmann vondem rothen Wasser/ wunderbahrlicherWeiß von Gott durch deß Heiligen Für-bitt/ zu der Büß / und Bekehrung seinesbösen Lebens/ erleuchtet worden. Führ-te also 7. Jahr ein frommes / bußfer-tiges / und Gottseeliges Leben. Im8. Jahr zöge er über Meer in das H.Land gen Jerusalem / und besuchte nickAndacht die H. Stätt. In dem heim-reisen aber käme er in Calabriam / inein Statt genannt Vrundusium / all-da bekäme er Rudolphus GerhardumEben / und Adelonem zween getreueGefährten / mit welchen er in Rhetiain einem wilden / und ungeheuren Waldgienge / ein Einstdlischeö Leben zufüh-ren / und die fürüber reisende Persoh-nen von Mördern / und Dieben ( de-ren der Wald vil hatte) zubeschirmcn.Dann niemand dardurch sicher reisendörffte. Endlich stisttete der HerrRudolphus das Proemonstratcnser K lo-ster Convantiense in Bünden / bega-bete das reichlich/ und zöge daraufgenElwangen / und starbe allda Gvttsee-liglich. Dessen Bekehrung / seeligeSLeben / und Todt / der Fürbttt S.
Florini billtch solle zugeschribenwerden.
V.
8. WIG G E R U S , Episcopus.
Vom seeligm Wiggero Bischoff.
^M^Äggerus / Wicherus oder Wi-SJßsjÄ dogarius / ( dann so vil un-derschied findet man in sei-nem Nahmen ) der vierdteAbt zu Ottenbüren in Schwaben / S.Benedicti Ordens / jst Jahr Chri-sti 888. an Udalmanni start zu der Bi-chöfstichen Hochheit zu Augspurg / mitlinhelliger Erklärung der Gemeiud /
und Bestattung deß Käysers / wegenseiner Erfahren - und Geschicklichkeiterhebt worden / und vierzehen Jahrdarinn gesessen. Er hat dem Synodozu Maintz/ welchen Käyser Arnulphus-".Iklten Lundbrecti / oder Lymberttdeß Ertzbischoffs daselbsten / hat ver-samlen lassen / beygewvhnet. Disemfrommen Bischoff Wiggero übcrschick-
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