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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Cap. 7.

Cap. 8.

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Cap. 1.

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» 88 .

i f 8 Von etlichen Heiligen /

sein Haar / und Bart abgeschnittenworden. Da nun der Caplan mitvcm Wein widerum käme / und dasgrosse Wunderzeichcn männiglich cr-zehlte / ward sein Heil. Leib mit demwarmen Wein abgewäschen / und mitFreuden / und Lobgesang an dem ge-sagten Orth nach deß H. Florint wil-len / ehrlich begraben.

Bey disem wolte es der Barmher-tzige GOtt noch nicht beruhen lassen /sonder die Verdienst seines getreuenDieners kundbahrer machen/ und mitmancherley Wunderzcichen vermehren :Dann als man den Wein/ nach seinerAbwaschung in einem Geschirr über seinGrab gehenckt hatte/ und vil mit demFieber behaffte Menschen dahin kamen/wurden sie durch Krasst / und Nlessungeines Tropfsteins dlses Weins / von di-ser Kranckheit entlediget. Die Blin-den/ Krummen/ und Lahmen/ so sichmit disem Wein wuschen/ wurden ge-sund. Die Wassersüchtigen / so dar-von mit Andacht trancken / erlangtenihre Gesundheit. Die Aussätzigenwurden gereiniget / und endlich wur-den die böse Geister aus den Leibernder Menschen getriben.

Im Jahr Christi 930. zu Zeitendeß Bischosss Valdonis zu Chur/ ver-gabete Käyser Henricus deß Nahmensder erste / zu deß H. Florini Begräb-nuß die Kirchen samt den Kirchensatz /mit aller Gerechtig - und Herrlichkeitdeß Fleckens Sindes / in dem Enga-din gelegen / aus Bitt / und Anstiff-tung deß Grasten Arnulphi in Rhetia.Daraus dann gründlich abzunehmen /daß unser H. Florin hundert Jahr zu-vor/ um 856. Jahr gelebt wird haben.Hernach zu Zeiten Käysers Friderichsdeß l. im Jahr deß HErrn 1167. leb-te in Rhetia oderGraubündten ein Ed-ler Herr / mit Nahmen Kuäolpbus abagua rubea , Rudvlff von dem rothenWasser / ein erfahrner ritterlicher

Kriegsheld / aber nach Soldaten ge-brauch'ein lastcrhaffter / und üppigerMensch. Als nun diser Ritter ausdem Krieg in sein Vamrland widerumglücklich angelangt / und vil von denTugenden/und WunderzeichenS. Flo-rini gehört hätte / bekäme er ein son-derbahre Begierd sein Grab zubefu-chen / dahin dann täglich vil Wallfahr-ten zu der selbigen Zeit verrichtet/ undgethan wurden. Wie nun Rudolphuszu Heremusien / und zu deß H. Flo-rini Grab angelangt / begäbe es sich /daß dazumahlen / in dises Herren Ge-genwärtigkeit / ein Weibspcrsohn mitdem Teuffel besessen / durch deß Heil.Florini Verdienst entlediget wurde.Ab welchem Spectacul/ und Zuichau-ung der mchrgemelte Edelmann vondem rothen Wasser/ wunderbahrlicherWeiß von Gott durch deß Heiligen Für-bitt/ zu der Büß / und Bekehrung seinesbösen Lebens/ erleuchtet worden. Führ-te also 7. Jahr ein frommes / bußfer-tiges / und Gottseeliges Leben. Im8. Jahr zöge er über Meer in das H.Land gen Jerusalem / und besuchte nickAndacht die H. Stätt. In dem heim-reisen aber käme er in Calabriam / inein Statt genannt Vrundusium / all-da bekäme er Rudolphus GerhardumEben / und Adelonem zween getreueGefährten / mit welchen er in Rhetiain einem wilden / und ungeheuren Waldgienge / ein Einstdlischeö Leben zufüh-ren / und die fürüber reisende Persoh-nen von Mördern / und Dieben ( de-ren der Wald vil hatte) zubeschirmcn.Dann niemand dardurch sicher reisendörffte. Endlich stisttete der HerrRudolphus das Proemonstratcnser K lo-ster Convantiense in Bünden / bega-bete das reichlich/ und zöge daraufgenElwangen / und starbe allda Gvttsee-liglich. Dessen Bekehrung / seeligeSLeben / und Todt / der Fürbttt S.

Florini billtch solle zugeschribenwerden.

V.

8. WIG G E R U S , Episcopus.

Vom seeligm Wiggero Bischoff.

^M^Äggerus / Wicherus oder Wi-SJßsjÄ dogarius / ( dann so vil un-derschied findet man in sei-nem Nahmen ) der vierdteAbt zu Ottenbüren in Schwaben / S.Benedicti Ordens / jst Jahr Chri-sti 888. an Udalmanni start zu der Bi-chöfstichen Hochheit zu Augspurg / mitlinhelliger Erklärung der Gemeiud /

und Bestattung deß Käysers / wegenseiner Erfahren - und Geschicklichkeiterhebt worden / und vierzehen Jahrdarinn gesessen. Er hat dem Synodozu Maintz/ welchen Käyser Arnulphus-".Iklten Lundbrecti / oder Lymberttdeß Ertzbischoffs daselbsten / hat ver-samlen lassen / beygewvhnet. Disemfrommen Bischoff Wiggero übcrschick-

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