I
Cap. 5.
Dem B>-fchdff wirdnach dcmLcdcn gr<stellt.
Lnp, 6 .
170 Von etlichen Heiligen/
um legte / und bald erfahren/ wo ersich aufhielte; schickte er / der K'äyser200. Soldaten für die Statt in Ge-heim auf den Vischoff zulaustern / undrhne zufangen. Einsmahlö als St.Bonifacius mit zweyen Dienern alleinfür die Ltatt Lofanna gienge spatzie-ren/ und sich nichts Arges versähe /wüscheten die 200. Mann Herfür / fien-gen dem Bifchoff/ bunden/ und fetz,tcn ihn auf ein Pferd mit sich hinwegzusiehren. In dem truckt einer desBischoffs Diener in den Haussen desKnegsvolckö/wehrte sich allein mitGöttlicher Hilsswider die 200.Mann/daß er sie in die Flucht schlüge / denHeil. Bifchoff erledigte / und Gesundwiderum in die Statt brachte.
Nach solchem / als der Gottseeli-ge Bifchoff Bonifacius von neuem wi-derum anhube/ von dem Wucher/ Hu-rerey/ Neid/ Haß/ und andern La-stern / mit grossen Eyffer zupredigen /und so wohl die Priester als Weltlichezustraffen/ sonderlich aber den vermein-ten Ehestand der Priestern straffte erso hartmit täglichen Worten / daßendlich die Priester/ die sich feiten ge-bessert haben/ znsammen rotteten/undüber den frommen Bifchoff sehr ergrim-meten / und nach seinem Leben ftelle-ten. Emsmahls als er an einem ho-hen Festtag in der Kirchen das Amptder H. Meß verrichtete/ wollen ihndie Priester an dem Altar erstechen /und erschlagen / welches als einFran-ciscaner Mönch vermerckte/ machte ervon dem Bürgeren einen Auflauff /die ihren Bifchoff ritterlich beschützethaben / daß an disem Tag kein unschul-diges Blut vergossen wurde. Hie-rauff entschlösse sich der Bifchoff vonLosanna gen Rom zuziehen/ und seynBischöffiichesAmtJhr PäpstlichenHei-ligkcit Gregorio ix. wider heimzustel-Ien / möchte aber nach vilfaltigem An-halten ein Jahr lang keine Entlassungbekommen. Endlich war er der Bi-schöffllchen Bürden / aber nit des Ti-tuls/ und Blschöffiichen-Nahmens imJahr i2Z4-entlassen / da erdemBischrthum Losanna bey 8 . Jahren in gros-ser Heiligkeit vorgestanden. Und weiler sich noch zu Rom aufhielte/ warenihine von dem Bapst 2. andere Bisch-thum angetragen/ deren er doch keines/wegen hohen Alters / und Leibsschwach-heit annehmen wolte.
Nach dem Zöge der H. Bonifaciusmit Erlaubnuß des Römischen Skulls/von Rom gen Brüssel m seyn Vatter-lanv / hatte GOtt daß er ihme wölleanzeigen/ und einsprechen/ wie er seyn
übriges Leben könnte Gottseeliglich vek-schlicssen. Und da er auf ein Zeit dieKlosterfrauen des Gottshauses Came-ra der feeligen Maria / und seyn Ba-sen heimsuchte; eröffnete ein andächtigeKlosterfrau demH Bonifacio denGött-lichen/ und der Mutter GOttes MarickWillen / daß er in disem K loster seyn Le-ben verschließen/ und Wohnung habenfeite mit Visen Worten. Hoc prascipityobis ß. Virgo Maria, ut maneatis hicnobifeum , quia voluntas ejus est, &Filij ejus, ut reliquum tempus vitae ve-stra hic consumatis. Ab diser Bvtt-schafft erfreuete sich der H. Bonifacius/verliesse bald die Welt / und seyn Vat-terland/ nähme indem gesagten Frau-enkloster Camera der feeligen Mariä /den H. Cistercer Orden an/ (den ervor eilen Jahren anzunehmen Willenswäre gewesen)führte darinn ein so hei-liges/ stilles/ undGottseeligesLeben/daß durch seyn Exempel vil Leuth ver-bessert/ und aufferbauet wurden. Esgäbe auch GOtt der Allmächtig feinemH. Diener ein sonderbahre Gnad man-cherley Kranckheiten zuheyleft/ die bö-se Geister zuvertreiben / künfftige Dingzu erkennen / und zu offenbaren. DieMutter GOttes Maria / mit einer gros-sen Frauen besuchte den H. Bifchoff zumöffteren mahl / mit grossem Trost in sei-nen Kranckheiten/ undBetrübnnssen/und sonderlich in einer Nacht zuWeyh-nachten/da dieMutter GOtteö ihme ihreingebohrnes/ und gebenedeytesKind-leinJEsum/aufseyn Beth mit Windleineingewicklet legte / das Kindlein JE-sus auch ein Aermblein Herfür zöge / undseyn Haublein von dem Haupt wegleg-te/ seyn Göttliches Angesicht zubesich-tigen. Deßwegen der H. Mann offtgesprochen / wann nichts in dem Him-mel/ und Paradeyß wäre/ dann dasgebenedeyte Angesicht GOttes / feitenwir alles gern Leyden/ und dahin mitallem Fleiß zihlen.
Ein gottseelige Klosterfrau desGottshauß unser Frauen-Cammer /sahe/ wann der H. Bifchoff Meß läse/daß zween Engel auf beyden Seithenneben ihm stunden/ und ihme seine schwa-che Arm hielten außgespannen / und mitgrosser Andacht dieneren. Vilmahlenwar er in seinem Gebett/ und Betrach-tungen Verzückt / und hat wunderbar-liche Offenbarungen / von GöttlichenGeheimnussen verstanden. Einmahlwar er durch alle Chör der H. Engeln/der Apostlen/ der Märtyrern / Beich-tiger/ Jungfrauen/ für die MutterGOttes Mariam/ endlich auch für dieHochheilige Dreyfaltigkeit geführt/ undihre Glory / Majestät / Freud / und
Stand
ffltiui
S'
see
3 <
(d
v
th>
R
ab
ge!
na
No
dv
let
Tl
C
sÜ!
M
stc
ur
ne
w
h<
sä
\
\
it
d
v
2
' %
sc
$
\
(
«
i
(
<