Er stirbt
Im Jahrden
ij. Ociob.
Im Jahrysr. den 4.May
Cap. 1.
S Dicth«mariFroM-kcit / undKu»sk.
Er wirdAbt zuHir schau.
178 Von etlichen Heiligen /
ernsthafft; und weil er fast gelehrt/ hin- Profeßhauß zu St. Gallen / um dasverliesse er vrl schone Schrissten/ Hym- Jahr 896. nicht ohne Titul einer groftnos/ Verst/und Gesangcr/ deßqlei- sen Helligkeit/undgottseeligen Todts/chen auch schone Gemähler/ künstliche würd in S. Catharinä Capell (die jetztMathematische/und Astronomische In- S- Tutelonis Cape!!/ und Kirchhofsstrumenten/ und Kupfferstuck von sei-- genannt wird) zu der rechten Seite desneu freyen Künsten. , Endlich nachvi- Altars/ mit einem Epithaphio begra-ler außgestandener Mühe/ und Arbeit/ ben/ dessen Todt St. Norkerus/ alsstarbe er mit vilen guten Wercken ge- seines besten Gesellens / sonder-
ziehret/ einessanfftenTovts/in seinem lich beweinte.
VII.
B. HERMANN US, Martyr.
Vom Secligm Märtyrer Hcrmanno.
^^^Erseelige Hermannus von ade- Christlichen Glaubens willen ist ent-lichem Geschlecht/ wareinLey- hauptet worden / und die Marter- Cron^09 enbruder in mehr gesagtem auf den rz. Tag Weinmonat erlanget/Gottshauß Sti Gallen/ iv um das Jahr Christi des Her-nes frommen / aufrechten / und unstraff- ren ungefährlich 925.
lichen Lebens ; welcher auch um des
VIII.
B. DIETHMARUS, Abbas, & Confessor.
Von dem Seeligen Dicthmar/ Abt/ und
Beichtiger.
S J Diethmarus war von Arnol-I do dem Natter/ und Helvi-t + 9* der Wlutter/ in dem LandSchwaben von frommen/ undehrlichen/aber nach der Welt lauff/ar-men Eltern gebohren. Käme in dem si-bcnden Jahr feines Alters in das weit-bcrühmte Gottshauß S. Gallen/ darin-nen er zweö vornehme Lehrmeister Hart-wondum / und Adclardum des Gotts-hauß Conventuales gehabt / die ihnenin Geistlichkeit/ und allen freyen Kün-sten so zierlich / und wohl underwisen/( dann er von GOtt mit einem hohenVerstand/ und Ingenio begäbet war)daß er bald alle seine Mitgesellenüber-traff/ und so wohl in geistlichen Ubun-gen/als fteyenÄünsten/ in ein hohesAn-sehen/ neben wahrer Demuth / An-dacht/ und seiner selbsten Verachtung/käme. Nach dem nun DiethmarusProfeß gethan/ und das 28. Jahr sei-nes Alters erreicht hatte; ward er zueinem Priester geweyhet. Über stbenJahr hernach / daß ist in dem z;. Jahrseines Alters / aber nach der heylsamenGeburt JCsu Christi925. Jahr / warder Gottjeelige Diethmarus auf den14. April / in das Gottshauß Hirschauin dem Land Wirtenberg gelegen /zu der Abtey beruffen/ wahre dersechsste Abt.
Under der Regierung der Abtey m- *zu Hirschau / führte er durch üben undzw.mtzig Jahr ein heiliges / und unstraft-liches Leben ; er leuchtete seinen under-gebnen Brüdern mit gutem Exempel /und Lehr vor/ in Essen/ undTrinckenwar er mäßig / die zerfallene klösterli-che Zucht/ und die RegUl St. Bene-dicti/ richtete er zu Hirschau wider auf/liebte die Frommen/ und tröstete dieBetrübten/ dann weil er Gelehrt/undin Lateinischer/ und Teutscher Sprachhoch erfahren war / könnte er leichtlichder Menschen Hertzen gewinnen / undzu einem glücklichen End bereden. Eshausere auch Diethmarus seinem Gotts-hauß Hirschau wol/ mehrere den Gotts-dienst/ und der Brüderzahl/ das jähr-liche/ und zeitliche Emkommen/ dieKirchen zierre er mit köstlichen Heilig-lhumer/ und Ornaten/ die Bibliothe-cam mit andächtigen/ und nützlichesBüchern / und verliesse letstlich ein gros-ses/ und frommes Convent/ die her-nach herrlich in Heilig - und Gefchicklich-keit leuchteten/ und vilen Klöstern wur-den vorgesetzt. Er starbe aber sec-liglich den 4. Tag Maij des 952. JahrsChristi / seines Alters in dem 62. derRegierung 27. Jahr/ ward mit gros-sem Leid von den Seinigen zu Hir-schau in St. Aurelij Kirchen begrabcw
*
IX.
/