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Von dem Heiligen Ulrich /
<£• Ulrichs(Eltern.
Prophcceyvon S-Ulrich
Kybmg/ undTurgöu/ sonder auch dieGraffschafftcn Diiingen / undWitrßlin-cjen in Schwaben bey Augspurg inn-haten / und behrrrscketen. Im JahrChristi 880. vor / und nach / lebte GrassHupaldus von Äyburg/ DilligenundWitlißlingcn/ demegabeHertzog Bur-chardus von Schwaben/ und Alleman-nie»/ GraffzuNellenburg/ sein Toch-ter Dietpurgam zu der Ehe. Eswäre der GrassHupaldus ein frommer/und andächtiger Herr/ der zum össtern-mahl Pilgerweiß gen Rom wahlfahr-rete / und erzöge bey seiner Gemahleinvier M inder / drey Sohn / und ein Toch-ter / Hietpoldum/ Mangoldum / St.Udalricum / und die Tochter Leutgar-dam. Alsbald GOTT gemelte from-me Clteren St. Ulrichs/ Anno 890.mit solcher gewünschter Leibs-Fruchtbeseeligre/ haben sie den Sohn einertreuen Saugammen zu erziehen über-geben/ und befohlen : und ob gleich-wohl das Kind mit gutem flciß erzogenworden / so ist doch seyn Angesicht gantzmager und ableibig gewesen. Als a-ber die Eltern deßwegen fast trauriggewesen / und in adelichem Hertzenvü Kümmernus hatten / wird mitlerweil ein frembder Gast/ der geistlichenStands wäre / ( wie dann ihr Haußsiderzett den Frembden offen gestanden)von ihnen zu der Herberg aufgenohmen.Einsmahls fasse diser Gast über Tisch( dann er ein Zeitlang frcundlick daselbstgehalten worden ) höret das Kinv-lein/ so noch nicht gar 12. Wochenalt war/ schreyen/ auf welches schrey-en er/ als der zukünfftigen Dingen einWissenschafftgehabt/ also geweissaget:Wo das Kind nicht bald von den Brü-sten abqenohmen wird/ so wird es nichtleben können. Als aber die Elternzum ersten / und andern mahl dessen er-mähnet wurden/ und dannoch aufssol-ches Weissagers Wort nicht folgeren /da hat er an dem dritten Tag darnachseyn Ohr an des Kindleins Mund ge-halten / und als er befunden daß es nochschwacher worden/ da hat er vormän-niglichen mit disem Worten geweissaget:Ihr solr für gewiß halten/ wo ferr ihrdas Kindlein nit jetzt von der Milchabziehet/ so wird esdiseNacht sterben.Wann es aber wie ich gesagt / dem Todtentzogen wird/ so wird es künfftiger Zeitgroß vor dem Herrn werden. Zuletstwie es von der Milch abgezogen / hates mit aller Menschen Verwunderungan dem Leib / und Gemüth zugenom-men. Aber es solte diser zukünsstigeAußspender der Gcheimnussen Gottes/schon in seiner^ugend mit starckerSpeißgcsterckt werden / daß erkünfftigandemTisch deß Altars Christi/ebxn als bey
dem hrmlischen Wolleben stehend / dasrechte Weitzenmaß/zu rechter Zeit sci-neu Knechten außspenden möchte.
Gleich in seinen Kindlichen Jahren/ JJjihat er angefangen bey seines gleichen A $Knaben züchtig zuleben / Gottsforchk j«.zuhaben/ den Eltern Ehr erzeigen /Geilheit zumeyden / und so vil solcher *Kindheit möglich / mit seines Leibs ge-bärden/ mit gehen/ und stehen eusser-lich zuerzeigen geben / was für ein Hertz/und Willen inwendig gedicht / und for-miert worden sey zu hvhern Sachen. Ifj( jWeil dann die Eltern gesehen / daß sich ■ J»die Gnaden Gottes so reichlich an ihme fJV*erzeigten / so haben sie ihne den geistli- zytlichen Brüdern in St. Gallen-Kloster ##in dem Schweitzerland befohlen/durchderen Underweisung er so wohl in welt-licher Lehr/ und Schrisst/ als in him-melischer Zucht angehalten wurde; da- >selbst er under den fürtrefstichen Mei-stern der Klosterzucht/ der Beschatt-ungen / unmuthige Früchten täglich ge-brochen/ und die Wort/ welche er inder H. Schrisst gelesen/ alsbald indasMerck gerichl hat. Es war dersel-ben Zeit bey disem Kloster ein Diene-rin Wyborada genannt/ die umChri- g.™sti- Willen eingeschlossen/ Tag/undNacht mit Fasten/ Betten/ und Wa-chen dem Herren in ihrem innerlichenHertzen ein reinen/ und keuschen Tem-pel vorbereitet. Diser hat der H.Jüngling Ulrich seines begehrens / undgemüths Geheimnuß eröffnet; aber siehat es für rathsam geachtet/ Gottes-Willen darinn zu ersuchen / begehrtderhalben einen Verzug in der Sa-chen biß auf drey Tag. Nachdem dann dise drey Tag verlof-fen/ hat sie auß Ermahnung GotteSdise Antwort außgeben: Es ist Got-tes Wille nicht / O geistlicher/und an-dächtiger Mann / daß du an disem Ortsollest auffgehalten werden: sonder ge-gen Sonnen Auffgang ist ein Orth daein Wasserfluß ( der Lech )zwo Land-schafften ( Schwaben/ und Bäyern )von einander scheidet/ an welchem dttauff Gottes Befelch Bischöffliche wür-den annehmen werdest. Und ob dugleich von den Ungläubigen vil leidenmuß/ so wol als auch von bösen Chri-sten / so wirft du doch alles überwin-den. Wie er dises gehört / hat ers *etlichen / die ihme mit Freundschafftverwandt waren / in Geheim vertrauet/und sie ermähnet / es ist in Geheim ver-schwigen zuhalten. Darauf hat ermit allem fleiß angefangen sich in detH. Schrisst zu üben/ nach dem er aberalsi) darinnen aufs beste erfahren / ister mit aller Brüder nachsehen/ un».
freund-