246 Von dem Heiligen Gebhard/
praedicto Monasterio concessa sunt,&a jure, & ditione ipsius Monasterij au-ferre voluerit, nili reiipifcat, excom-municatusä Corpore, & Sanguine Do-mini nostri JESU Christi consistat, &anathemizatus a Sanctis Patribus omni-bus, &a nobis; nec in exitu vitte com-municet, sed etiam mortuo , nomenejus inter Missarum solennia nullo mo-do recitetur. Qui vero pio intuitucustos, & procurator hujus nostri prae-cepti extiterit, benedictionis gratiam,vitamque ab ipso Domino DEO, ASalvatore JESU Christo mereatur insecula seculorum, Arnen. Scriptumper manus Joannis Notarij, &Rcgio-narij , & Scriniarij S. Lateranensis Pa-latij in Mense Aprili, & indictione se-cunda. Datum vero VII. CalendasMajas per manus Gregorij EpiscopiSacrae Portuensis Ecclesiae, & Biblio-thecarij Sedis Apostolicae. AnnoPontificatus Domini nostri Joannissanctilfimi Papae IV.
ca P . 6 . Nicht allein erlangte St. Gebhard<5 Teb. von Päbstlicher Heiligkeit obbeschrib-mSVäm,' ncö Privilegium/ und Päbstliche Bul-C.öircgo. len/ sonder aus grosser Liebe/ soPabstrij Magni Joannes gegen BischoffGebhard trurHaupk. gc/ erlaubte er ihm ein Griff mit sei-ner Hand in den Sarch/ in welchemdie H. Gebein St. Gregorij Magnilagen/ zuthun: mit solcher Verheis-sung/ wasereinsmahls ergreiffe/ underhalte/ solle ihm zukommen in dasneue erbauete Kloster zu einer Vereh-rung. Darauf ergriffe er des H. Gre-
gorij Haupt / darab er grosse Freudhärte/ und damit er es von den Rö-mern sicherlich erhalten könnte/ zögeDic Rö. er unverzüglich von Rom. Die Rö-mer sitzen mer aber wurden des bald^gewahr/ wol-chm nach. ren so grossen Patronen nicht aus Romlassen / eyleten dem Bischoff nach/ darhero St. Gebhard sich nacher Placentzbegeben / und in dem er ihnen biß anden Fluß Padum entwichen/ wüßte a-ber nicht über das Wasser zukommen /theils daß es sehr angeloffen / theils daßdas Schiff jenseits des Wassers gestan-den/ haterGOttangeruffen/ woftrrnes seyn Göttlicher Will wäre / daßdisHaupt samt andern Heylthum / an er-wünschtes -Ort kommen solte/ daß erihm genädigst Mittel darzu verleyhenPadusdcr wolle. Darauf sich der Fluß von-Fl'ch i.er. einander getheilet/ und gleich wie dert»ciit sich. Jordan zurück geblibcn/ stillgestanden/und ein Straß gemacht / daß also St.Gebhard/. und die so er bey sich gehabt /mit grossen Freuden durch kommen.Ei-ner zwar aus fernen Dienern/ als ersich etwas gesäumt hätte/ frech/ undallein wäre/ aber ihnen auch wolte fol-
gen/ istim Fluß bliben/ und zu gründgangen. Da sagte der H. Gebhard:
Es sey vonnöthen gewesen / daß siedis Orts den Zoll liessen/ darum ha-be GQtt solches verhengt/ dem habensie um erzeigte Gnad danck gesagt/ undihre Reiß fortgesetzt. Nach dem dieRömer selbst geschehen / was sich zuge-tragen/ erkenneren sie den Willen/undMacht Gottes / und zogen ohn weitereNachsetzung zurück. St. Gebhardkäme follends glücklich gen Costantz /legte seinen Schatz / und Verehrung inseyn Kloster Petershaufen/ allda ge-nanntes Heylthum noch aufbehaltenwird. Gleichwol ist dis H. Haupt/aus länge der Zeit/ und Einfalt/oderUnfleiß der Menschen / in dem Sarchneben andern Heylthummern verfallen/verbrosmet/ daß es nicht mehr so na-türlich kan fürgewisen/ und gesehenwerden.
Über daß alles verordnet / und ver- ^schafft er den Thumherren deß Lostan-tzer Stiffts zuVerbesserung ihrerPfrün-den / von seinen eygnen Gut/ und Vät- xh-A,terlichen Erb/ die nachfolgende Dorf- tgjifer: Oberndorff / Hetzelnbach / Phi- *lofingen / und Lutgersdorff/ mit Leuth/und Gut / mit aller Zugehörd / Wu-nen/ Weid/Wasser / und Waldung.Behielte ihm doch vor/dieselbigen seynLebtag zugemessen/ und für sich zube-halten / also daß sie dem Stifft / nachseinem Abscheid erst sollen zufallen.Entgegen aber müßte das Thum-Ca- gj»pitel sich verpflichten / alle Jahr zu z.underschidlichen mahlen/ auß dem Thum ^in gemeltes Gottshauß Petcrshausen/ ^ein Proceßion Zuhalten / und allda Gottzu ehren / seiner Seelen aber zu tröst/dem Gottsdienst außwarten. Die er-ste auf Gregorij Magui Fest/ den 12.Martij. Die ander den t.May / Phi-lippi/ und Jacobi. Die z. auf dieÄirchweyhung zu Petershauftn den28. Augusti/ nach St. Gebhards G.e-burts Tag. Darzu er ihnen auch einanschenliche Präsentz gestifftet / nebenNutzung / und Rechten angedeutet Fle-cken / und Dörflern. Dem GottsLhauß St. Verenä zu Zurzach thäte erauch vil / deßwegen ihn vrl für ein Stifftter gehalten. Das Gottshauß ist aberälter/ wie an seinem Orth angedeutetwird.
Endlich nach dem difer Gottfeeli§e $<jfiBischoff vil grosse Wunderzeichen «n^feinem Leben gewürckt / erkranckte er ,1^zu Costantz m seinem Hoff/ und als er t*'vermerckte/ seyn SterbstündlcinHanden zu seyn/ befähle er so wol sey»
See! / und Abscheid / als seyn Kirche»
GOtt