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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Ls4 Von dein Seeligen Eberhards / Grossen / und Beichtiger.

. füro ein gewiß Kind der ewigen See-ligkeit / und auch ihre gute Merck GOttdem Allmächtigen lieb/ und angenehmwären / werde dcrowegen vonnörbenseyn / ihrem Heyland hinfüro die übe-rige kleine Zeit noch fleißiger/ und an-dächtiger zu dienen/ und jeye entschlos-sen/ mit ihrer Bewilligung alle welt-liche Sachen/ und Geschäht/ und al-len weltlichen Pracht / und seine gelieb-<5. Eber. te G mahlein zu verlassen / und underbarou« der Gehorsame in dem klösterlichemw'w ei» Stand seyn überiges Leben nützlich /awiuö. U(lD zu zubringen. Die Gott-seelige Frau Itta war wohl zufriden /und offenbarete auch ihrem Herren/ wiedaß sie das einsame / und gottseeligeLeben gleichfalls zu vollbringen in ih-rem Smn gehabt habe / und 6t GOrtdem Herrn danckrc/ Daß sie solches indas Merck stellen könnte. Nach Vol-lendung diser Abred käme der GrassEberhard zum Gottfteligcn Abt Si-gisfrrdo / begehrt demnthiglich in seynKloster / unver seyn Zucht/ undVät-te liche Sorg auf - und-angenommenzu werden. In disem Kloster verzehr-te nun der S. Eberhard 6. Jahr mgrosser Andacht / Fasten / Wachen /Demuth/ und andern guten Wercken/mit grosser Traurigkeit / und Bekümer-nuß/ daß er so spath zu dem klösterli-chen Leben gegrissen/ und sich der Re-gni St. Benedicti underworssen hätte.Et. Eber, Nach dem nun EberharvuS sechzig Jahrhcttus alt worden / und sechs Jahr in demsmbl. Kloster gelebt hatte/ beruffte ihn derAllmächtig GOtt zuseinen himmelischenFreuden den 7. Tag Aprill/ allda zuempfangen den Lohn seiner vilfältigenguien Wercken/ Stifftungen/ undsee-Uges Leben.

b P . #. Nach dem Gottseeligen Ableiben

Eberharvi so ums Jahr 1075. möchtegeschehen seyw/ nach Andeutung derStiffrung/haben ihn der Abt/undConvent samt seiner Gemählein/Sohn/' auch Grasten/ Freyen/ und anderngeist-als weltlichen hohen/ und rudernStands ? Persohnen mit herrlichem Kir-chen- Gepräng in das von ihme neu er-baute Münster zu Aller Heiligen inSchaffhausen begraben/ und ehrlich zuder Erden bestattet; bey welches S.Grasten Grab der allmächtige GOttvilen krancken / und presthafften Men-schen zu hiiff kommen / durch die treueVerdienst/ und Fürbitt seines andäch-tigen Dieners/ under welchen wir unsdrey wollen erzehlen / gleich wie wirauch nur drey Wunderwerck erzehlt ha-ben/ so der S. Graffin seinem Gräff-lkchen Stand/ und weltlichen Lebengewürcket hat. Hernach wäre erauß

der K rufst/ die in dem Münster war/wegen vile der Wunderwerck erhebt /und für den Altar des H. Crcutz ge-legt. Aber jetziger Zeit ligt er irrdem neuen Münster/ so nach seinemseeligen Ableiben/ Abt Sigefridus /und sein Sohn Burckhardus gehauenhaben / mitten in der grossen Kirchen 'mit einem schönen Grab-Stein/ da-rauf seyn Bildnuß zierlich gehauen ist/begraben.

Ein Mannspersohn war besessenvon dem bösen Feind / und hart vonihme geplaget/ welchen seine Verwan-den / und Freund an vrl heilige Oer-ter / und Wallstaucn führten ; die-weil aber der gütige GOtt wolle derWelt seines getreuen Dieners Ebcr-hardi Verdienst offenbahren / verschö-be GOTT der HErr dises beseßnenMenschen Gesundheit / daß er an kei-nem Orth köntc dicselbige erlangen /als auf deß seeligen Grafens Grab zuSchaffhausen. Als jetzt deß beseß-nen Menjchen Freund grosse Mühe /und Arbeit ausgestanden hätten / undvernohmen die grosse Verdienst deßS. Grassens / namen sie ihnen für /den armen Menschen dahin zuführen /möchten ihne doch mit keinem Gewaltdahin bringen / biß er gebunden / mitgrosser Nörh / und Arbeit auf dasGrab gelegt wurde; darauf der böseFeind alsbald müßte weichen mit gros-sem Geschrey/ und Wüthen/ und derBeseßne stunde widerum frisch / undgesund auf/ danckete Gort der Gna-den / und gienge mit seinen Freundenfrölich heim.

Ein anderer Mann so an beydenHänden etlich Jahr lahm war / daßman ihme müßte zucssen geben / undätzen als wie ein junges K ind / da er aufdeß Heiligen Grab käme / bäte er denseeligen Grasten Eberhardym/ daß erihme sein Gnad mittheilen wolle /damit er sein Gesundheit möchte widc-rum erlangen; zuhai.d würd er wi-derum gesund an seinen Händen / daßer alle Merck widerum verrichten möch-te / als wann ihme nichts zuvor gevre-stet hätte.

Wir lesen auch von einem armenMenschen von Schaffhauseu/der S rumgebohren wäre / diser elende Menschkäme offt zu deß seeligen EberhardiGrab/ und bäte ihn in seinen Sinn/ daßihme durch sein Fürbirr ben GOtt demHErren die Red geben möchte wer-den ; nun fügte es sich / das/ disem Ar-'men ein Pfenning zu eurem Allmusengeben wurde / diftn Pfenning r.ame

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