Ls4 Von dein Seeligen Eberhards / Grossen / und Beichtiger.
. füro ein gewiß Kind der ewigen See-ligkeit / und auch ihre gute Merck GOttdem Allmächtigen lieb/ und angenehmwären / werde dcrowegen vonnörbenseyn / ihrem Heyland hinfüro die übe-rige kleine Zeit noch fleißiger/ und an-dächtiger zu dienen/ und jeye entschlos-sen/ mit ihrer Bewilligung alle welt-liche Sachen/ und Geschäht/ und al-len weltlichen Pracht / und seine gelieb-<5. Eber. te G mahlein zu verlassen / und underbarou« der Gehorsame in dem klösterlichemw'w ei» Stand seyn überiges Leben nützlich /awiuö. U(lD zu zubringen. Die Gott-seelige Frau Itta war wohl zufriden /und offenbarete auch ihrem Herren/ wiedaß sie das einsame / und gottseeligeLeben gleichfalls zu vollbringen in ih-rem Smn gehabt habe / und 6t GOrtdem Herrn danckrc/ Daß sie solches indas Merck stellen könnte. Nach Vol-lendung diser Abred käme der GrassEberhard zum Gottfteligcn Abt Si-gisfrrdo / begehrt demnthiglich in seynKloster / unver seyn Zucht/ undVät-te liche Sorg auf - und-angenommenzu werden. In disem Kloster verzehr-te nun der S. Eberhard 6. Jahr mgrosser Andacht / Fasten / Wachen /Demuth/ und andern guten Wercken/mit grosser Traurigkeit / und Bekümer-nuß/ daß er so spath zu dem klösterli-chen Leben gegrissen/ und sich der Re-gni St. Benedicti underworssen hätte.Et. Eber, Nach dem nun EberharvuS sechzig Jahrhcttus alt worden / und sechs Jahr in demsmbl. Kloster gelebt hatte/ beruffte ihn derAllmächtig GOtt zuseinen himmelischenFreuden den 7. Tag Aprill/ allda zuempfangen den Lohn seiner vilfältigenguien Wercken/ Stifftungen/ undsee-Uges Leben.
•b P . #. Nach dem Gottseeligen Ableiben
Eberharvi so ums Jahr 1075. möchtegeschehen seyw/ nach Andeutung derStiffrung/haben ihn der Abt/undConvent samt seiner Gemählein/Sohn/' auch Grasten/ Freyen/ und anderngeist-als weltlichen hohen/ und rudernStands ? Persohnen mit herrlichem Kir-chen- Gepräng in das von ihme neu er-baute Münster zu Aller Heiligen inSchaffhausen begraben/ und ehrlich zuder Erden bestattet; bey welches S.Grasten Grab der allmächtige GOttvilen krancken / und presthafften Men-schen zu hiiff kommen / durch die treueVerdienst/ und Fürbitt seines andäch-tigen Dieners/ under welchen wir unsdrey wollen erzehlen / gleich wie wirauch nur drey Wunderwerck erzehlt ha-ben/ so der S. Graffin seinem Gräff-lkchen Stand/ und weltlichen Lebengewürcket hat. Hernach wäre erauß
der K rufst/ die in dem Münster war/wegen vile der Wunderwerck erhebt /und für den Altar des H. Crcutz ge-legt. Aber jetziger Zeit ligt er irrdem neuen Münster/ so nach seinemseeligen Ableiben/ Abt Sigefridus /und sein Sohn Burckhardus gehauenhaben / mitten in der grossen Kirchen 'mit einem schönen Grab-Stein/ da-rauf seyn Bildnuß zierlich gehauen ist/begraben.
Ein Mannspersohn war besessenvon dem bösen Feind / und hart vonihme geplaget/ welchen seine Verwan-den / und Freund an vrl heilige Oer-ter / und Wallstaucn führten ; die-weil aber der gütige GOtt wolle derWelt seines getreuen Dieners Ebcr-hardi Verdienst offenbahren / verschö-be GOTT der HErr dises beseßnenMenschen Gesundheit / daß er an kei-nem Orth köntc dicselbige erlangen /als auf deß seeligen Grafens Grab zuSchaffhausen. Als jetzt deß beseß-nen Menjchen Freund grosse Mühe /und Arbeit ausgestanden hätten / undvernohmen die grosse Verdienst deßS. Grassens / namen sie ihnen für /den armen Menschen dahin zuführen /möchten ihne doch mit keinem Gewaltdahin bringen / biß er gebunden / mitgrosser Nörh / und Arbeit auf dasGrab gelegt wurde; darauf der böseFeind alsbald müßte weichen mit gros-sem Geschrey/ und Wüthen/ und derBeseßne stunde widerum frisch / undgesund auf/ danckete Gort der Gna-den / und gienge mit seinen Freundenfrölich heim.
Ein anderer Mann so an beydenHänden etlich Jahr lahm war / daßman ihme müßte zucssen geben / undätzen als wie ein junges K ind / da er aufdeß Heiligen Grab käme / bäte er denseeligen Grasten Eberhardym/ daß erihme sein Gnad mittheilen wolle /damit er sein Gesundheit möchte widc-rum erlangen; zuhai.d würd er wi-derum gesund an seinen Händen / daßer alle Merck widerum verrichten möch-te / als wann ihme nichts zuvor gevre-stet hätte.
Wir lesen auch von einem armenMenschen von Schaffhauseu/der S rumgebohren wäre / diser elende Menschkäme offt zu deß seeligen EberhardiGrab/ und bäte ihn in seinen Sinn/ daßihme durch sein Fürbirr ben GOtt demHErren die Red geben möchte wer-den ; nun fügte es sich / das/ disem Ar-'men ein Pfenning zu eurem Allmusengeben wurde / diftn Pfenning r.ame
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