Von vier Heiligen/ des Gottshauß Engelberg,
von einander gelegen waren. Alsnun der S. Cönradindem m 8 Jahrum einen bequemlichen/ und füglichenOrth / oder Platz umschauere / ^dannw M seiner Herrschafft Scldenbüren /und darum kein kömmlichc Stellungsinden möchte ) käme er endlich in Un-verwalden nid dem Kernwald/ zögeMit den seinigen durch das Thal Aa /oder Saa/ für Wolffenschitssen / undGraffcnort/ wie mans jetzt nennet/bißdrin die höhe des wilden/ und rauhenGebürgö / und Henncnbergs kommen;Welches ihme sonderlich gefallen / undchme sestiglich fürname, ein Mannsklo-ster St. Benedicti - Ordens / in der-Mutter GOttcs Maria / und der H.Ettglcn Ehr zubauen / dieweil in diserWüdnuß mehrmahlen Cngelische / undübliche Gesang gehört worden. Da-berodemBerg der Nahme veränderet/und für Hennenberg / Engelberg ge-nannt worden. Folgens indem 1119-"Zahr war der Platz geraumbt/der Waldweis herum ausgercuret/ das Kloster/Nnd die Kirchen angefangen / der hoheAltar an das Orth gesetzt / da ein'wil-de Barengrub gewesen. Die erstenMönch mit samt ihrem GottseeligenAbt Adelhelmo sollen von dem Stistrernus dem Gotlshauß Einsidlen / oderdst mehr / wie andere wollen/ ausHir-m)au berustcn worden seyn. Die Kir-nen ist hernach im Jahr 1120. oder"21. von dem Blschoff Udalrico demMen zu Costantz/ den ersten TagApril! gcweyhet / die Stisstung samtNgendcn / und fahrenden Gütern seynddem Abt übergeben / dic Privilegia /Und Protcctwn / so wohl von demPapst Calixro H. als Kaysern Hcnri-dv IV. sonsten in der Zahl der V. erlangetWorden. Wie alles weitlaufstger zule-gn in unserm Ursatro ^Lclellattico Hd-sciorum , Tltulv Engelberg.
Es suchte aber der GottseeligeMyherr Conradus nichts anders inmner Strfftung / als die Göttliche Ehr/Vd seines nächsten Seelen Heyl/ undSeligkeit/ und käme in solcher Voll-^mmenheit auch so weit / daß er ihme'/'der einbildete / daß er wenig gethandabe / wann er nicht selbsten sich GOtt/"nd seiner geliebten Mutter Maria m
seinem Gottshauß aufopfferte/ und ih-me sich zueygen ergebe. Also sagteConradus der Welt / und ihrem Prachtab/ nähme durch Ermahnung/ undheiliges Exempel des S. Abts Adel-helmi/ St. Benedicti- Ordens-Kleidan/ und war ein demüthiger Leyen-bruder/ rmd keusche Jungfrau/ weiler die Reinigkeit von Jugend auf be-halten. In dem Leben / und Wan-del / Andacht / und Gehorsame war erso vollkommen / daß er allen Brudernals ein Spiegel/ und Ebenbild einesrechten geistlichen Ordens-Mann / vor-leuchtete. Nach wenig Jahren be-gäbe es sich / daß ein Weltmann etli-che Güter anspräche/ so der Stifflerzu dem Kloster vergäbet hatte. Danun gemelrer Weltmann crncn Gewaldbrauchen wolle/ war der Abt Adelhcl-Mus gezwungen/ den frommen Sttff-ter Conradum in die Welt hinauf zudem Weltmann abzufertigen / damit erdie Sach gütlich / oder rechtlich vcrn ri-ge. Nun kamen sie beyde altem zu-kamen/ »überredeten sich des Gespanshalben/ und in dem sich Conradus andem wenigsten versähe/ ergr«ste der reuff-lische Weidmann einen Dolchen/ undgäbe dem Gottseeligen Bruder zweentödtliche Stich/ daß er zu Boden fiel/Und in seinem Blut ligend sein H. SeelGOtt dem Herren befähle / und zusan-te/ als ein Glorwüldiger Märtyrer /reine Jungfrau / und vollkonnnner Or-dens-Mann/ im Jahr 112*. der Tagseines Todts ist unbewußt. W«r ha-ben ihn an St. Conradi Bifchosss den26. Novemb. gcsetzet / darauf würdseyn Leichnam gen Engelbcrg geführet/und mitten in dem Chor der Haubt-Kirchcn mit grösssm Hertzleyd begra-ben. Wie angenehm aber seine Ver-dienst bey GOtt gewesen seyen/ bezeu-gen die Wunderzcicheu so sich bey seinemGrab zugetragen haben/ und lassenwir sie die jenige Persohnen reden /welchen solche Gnaden durch seine H.Verdienst mitgetheilt worden. Disen
abscheulichen Mord wolte der gerechteGOtt nicht Ungestrafft lassen/ und ge-schahe daß diser Tvrann durch dasSchwerd auch bald um das Lebenkommen/ lmdvon einem er-stochen worden.
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