26? Von der Heiligen Jdda/
ne Kinder gebliben. Nach dem sieaber aus Andacht St. Jddä ein Opf-fer verheissen/ ist die Gnad Gottesdarauf erfolget/ daß die Frau einesKinds schwanger worden/ und dassel-bige glücklich gebohren hat / damit män-niglich St. Jddä Zürbitt desto mehrbekannt wurde.
In demselbigen Jahr lebte ein amdere ehrbare Frau von Vatzenheid/mitNahmen Verena Baumbergerin / mrtbösen Blätteren heffttg beschwert / wel-cher kein Artzethelstcn könnte. Die ver-hieße sich auß sonderbahrer Andacht zuder Heiligen Frauen Jdda/ und nachihrer Verheissung/ liesse sie eingesnug-nes Ampt zu Fsschingen halten/ undopsserer ein lebendiges Opffer. Da-raus ist sie alsbald frisch/ und gesundworden.
. Itemindem Jahr 1518.istgenFi-schingen kommen der ehrbare HansMrerlich von Nör düngen/ der ein 5.jähriges Kind halte / welches wederreden/ gehen/ noch stehen könnte. Erverhiesse dasselbigr Knablein mit einemhalben psund Wachs zu der H. Frau-en Jdda/ durch welcher Fürbitt dassel-brge Ärnd alsbald anficnge ohn alleranderer Menschen htlff* und Mittel/zu-redcn/stehen/ und gehen/ darüber sichmännigUch verwunderte / und GOTTden Herren m 0 t. Jdda lobte.
Ohnlang hernach / nehmlich imJahr Christi des Herren 1519. ist auchzu diser Begräbnuß kommen der ehr-bare Heintz von Rappenschwcil/ ausder Graffschafft Toggenburg; dieweilsenn Hausilrau mit der Lähme / undbösen Blätteren schwerlich Kranck läge/und ihr kein Artzet mehr helffen könnte.Dtrowegen ior Ehemann hoch beküm-meret war/ und folgere guter LeuthenRath/ daß er sich mit einemgesungnenAmpt/ und Opffer zu St. Jdda ver-heißen/ und wiche Wallfahrt dahinverrichten wolte. Nach vollbrachtemOpffer/ ist seyn krancke Frau gesund/und durch Fürbitt der Heil. FrauenJdda/ von allem Schmertzen erledigetworden.
Wallfahrt mit ihme zu der Heil. Jddazuthun. Als er nun zu Fischingen inSt. Jddä Capell ankommen war/ undman jetzt mit allen Glocken zu der H*
Meß geleuten hätte/ hat gedachter ge-hörloser Mann solchen Thon/und Klangnicht mögen hören. Folgents knye-te er für das Grab der Heil. FrauenJddä nider/ und opfferte seyn andäch-tiges Gebett zu lob Gottes/ der H.
Jddä auf/ biß^nan zu Erhebung deshochwürdigen Sacramenrs lemete z dafragt er seinen Sohn/ warum man jetztlemen thäte ? dann es wäre ihme durchFürbitt der seeligen Frauen zur selbenStund geholffen / daß er vollkommen-lich hören möchte / wie er hernach zuMöffternmahl selbst bekannt hatte.
Drey Jahr hernach / nehmlich imJahr Christi 1579. verwuchs einerFraue.n der Mund so nach zusamen /daß sie kein Spciß/ so grösser als einbrosem Brod/ messen könnte/ derowe-gen sie in solcher Noth aus Rath etli-cher frommen Christen / ein Wallfahrtzu der H. Jdda verlobte/ und nachVerrichtung derselben / halst ihr GOttzu ihrer vorigen Gesundheit.
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Über daß hat sich neulich bey unsernZeiten begebö/in dem JahrChristi 1586.um St. Martini des H Bischosts Tag /daß Sara Äünin / des ehrbaren Jo-sue Scherers Haußfrau zu LangensteiNin der Graffschafft Toggenburg wohn-hafft/ in ein schwere/und grosse Haupt-kranckheit dermassen siele / daß sie ohnundcrlaß acht Tag lang jämerlich schrye /und weder Speiß noch Tranck niestenmöchte. Da nun solches schweresHauptwehe nicht wolte nachlassen/ vcr-husten sie beyde ein Wallfahrt gen Fa-schingen/ die H. Frau Jddam heim-zusuchen / und vor ihrem Grab einenRosenkrantz mit gebognen Knyen ^sprechen. Nach dem nun solche Der-.lobung geschehen / bekcnnete dieselbeFrau/ daß sie in einer halben Stundaller ihrer Ungestimmigkcit / u>^Schmertzen des Haupts erlediget wor-den. Darauf sie des folgenten 87 *Jahrs treulich ihr Wallfahrt verrich-tet hat.
Disem ist nicht ungleich so sich be-gäbe im Jahr Christi 1576. welchesmanniglich wohl bewüst/ daß ein alterehr barer Mann in der Graffschafft Tog-genburg wohnhafft/ unversehens dasGehör veriohren / also daß er den Glo-ckenkhon/ ja kein Wort/ wann manschon khme laut schrye / vernehmen möch-te. In solchem Leyd verhieße seynSohn für fernen gehörlosen Vatter ein
Under der Regierung des 2lbt^Mathlä/ im Jahr Christi 1009 wakVictor Hassy von Glarus / Vo§tzu Schwartzenbach/ in den Dienste?ihrer Fürstlichen Gnaden Herren Prä-laten zu St. Gallen/ dessen Gcmah^auch von Glarus. Als dise bei.oein gesagtem Jahr von GlarusSckwartzenbach wide, um reitenmi und kämest gen Wartwyl/
Lhur-