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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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26? Von der Heiligen Jdda/

ne Kinder gebliben. Nach dem sieaber aus Andacht St. Jddä ein Opf-fer verheissen/ ist die Gnad Gottesdarauf erfolget/ daß die Frau einesKinds schwanger worden/ und dassel-bige glücklich gebohren hat / damit män-niglich St. Jddä Zürbitt desto mehrbekannt wurde.

In demselbigen Jahr lebte ein amdere ehrbare Frau von Vatzenheid/mitNahmen Verena Baumbergerin / mrtbösen Blätteren heffttg beschwert / wel-cher kein Artzethelstcn könnte. Die ver-hieße sich auß sonderbahrer Andacht zuder Heiligen Frauen Jdda/ und nachihrer Verheissung/ liesse sie eingesnug-nes Ampt zu Fsschingen halten/ undopsserer ein lebendiges Opffer. Da-raus ist sie alsbald frisch/ und gesundworden.

. Itemindem Jahr 1518.istgenFi-schingen kommen der ehrbare HansMrerlich von Nör düngen/ der ein 5.jähriges Kind halte / welches wederreden/ gehen/ noch stehen könnte. Erverhiesse dasselbigr Knablein mit einemhalben psund Wachs zu der H. Frau-en Jdda/ durch welcher Fürbitt dassel-brge Ärnd alsbald anficnge ohn alleranderer Menschen htlff* und Mittel/zu-redcn/stehen/ und gehen/ darüber sichmännigUch verwunderte / und GOTTden Herren m 0 t. Jdda lobte.

Ohnlang hernach / nehmlich imJahr Christi des Herren 1519. ist auchzu diser Begräbnuß kommen der ehr-bare Heintz von Rappenschwcil/ ausder Graffschafft Toggenburg; dieweilsenn Hausilrau mit der Lähme / undbösen Blätteren schwerlich Kranck läge/und ihr kein Artzet mehr helffen könnte.Dtrowegen ior Ehemann hoch beküm-meret war/ und folgere guter LeuthenRath/ daß er sich mit einemgesungnenAmpt/ und Opffer zu St. Jdda ver-heißen/ und wiche Wallfahrt dahinverrichten wolte. Nach vollbrachtemOpffer/ ist seyn krancke Frau gesund/und durch Fürbitt der Heil. FrauenJdda/ von allem Schmertzen erledigetworden.

Wallfahrt mit ihme zu der Heil. Jddazuthun. Als er nun zu Fischingen inSt. Jddä Capell ankommen war/ undman jetzt mit allen Glocken zu der H*

Meß geleuten hätte/ hat gedachter ge-hörloser Mann solchen Thon/und Klangnicht mögen hören. Folgents knye-te er für das Grab der Heil. FrauenJddä nider/ und opfferte seyn andäch-tiges Gebett zu lob Gottes/ der H.

Jddä auf/ biß^nan zu Erhebung deshochwürdigen Sacramenrs lemete z dafragt er seinen Sohn/ warum man jetztlemen thäte ? dann es wäre ihme durchFürbitt der seeligen Frauen zur selbenStund geholffen / daß er vollkommen-lich hören möchte / wie er hernach zuMöffternmahl selbst bekannt hatte.

Drey Jahr hernach / nehmlich imJahr Christi 1579. verwuchs einerFraue.n der Mund so nach zusamen /daß sie kein Spciß/ so grösser als einbrosem Brod/ messen könnte/ derowe-gen sie in solcher Noth aus Rath etli-cher frommen Christen / ein Wallfahrtzu der H. Jdda verlobte/ und nachVerrichtung derselben / halst ihr GOttzu ihrer vorigen Gesundheit.

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Über daß hat sich neulich bey unsernZeiten begebö/in dem JahrChristi 1586.um St. Martini des H Bischosts Tag /daß Sara Äünin / des ehrbaren Jo-sue Scherers Haußfrau zu LangensteiNin der Graffschafft Toggenburg wohn-hafft/ in ein schwere/und grosse Haupt-kranckheit dermassen siele / daß sie ohnundcrlaß acht Tag lang jämerlich schrye /und weder Speiß noch Tranck niestenmöchte. Da nun solches schweresHauptwehe nicht wolte nachlassen/ vcr-husten sie beyde ein Wallfahrt gen Fa-schingen/ die H. Frau Jddam heim-zusuchen / und vor ihrem Grab einenRosenkrantz mit gebognen Knyen ^sprechen. Nach dem nun solche Der-.lobung geschehen / bekcnnete dieselbeFrau/ daß sie in einer halben Stundaller ihrer Ungestimmigkcit / u>^Schmertzen des Haupts erlediget wor-den. Darauf sie des folgenten 87 *Jahrs treulich ihr Wallfahrt verrich-tet hat.

Disem ist nicht ungleich so sich be-gäbe im Jahr Christi 1576. welchesmanniglich wohl bewüst/ daß ein alterehr barer Mann in der Graffschafft Tog-genburg wohnhafft/ unversehens dasGehör veriohren / also daß er den Glo-ckenkhon/ ja kein Wort/ wann manschon khme laut schrye / vernehmen möch-te. In solchem Leyd verhieße seynSohn für fernen gehörlosen Vatter ein

Under der Regierung des 2lbt^Mathlä/ im Jahr Christi 1009 wakVictor Hassy von Glarus / Vo§tzu Schwartzenbach/ in den Dienste?ihrer Fürstlichen Gnaden Herren Prä-laten zu St. Gallen/ dessen Gcmah^auch von Glarus. Als dise bei.oein gesagtem Jahr von GlarusSckwartzenbach wide, um reitenmi und kämest gen Wartwyl/

Lhur-