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König An-dreas il,tLalter.
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S. EL 1 SABETHA , Virgo, & Reg*n*:
gm Jungftauen Elisabethen / gkbohrneKönigin in Ungern / Klosterfrauen deßGottshauß Thoß bey Winterehur / Pre-diger-Ordens.
Ist gestorben im Jahr 1338. den 6. Mais.
Aus einer alten authentischen gcschribncn Chronick gesagtes GotthaußLhöß / so zu Wyl im Thurgöu bey S. Catharinen zufinden. Ihrer gc-drucket auch in seiner kleinen Prediger-Ordens-Chronick«.. p.onradusZir-taidi, der Heiligen Schrifft Lector / und Provincia! selben Ordens durchLcutschland.
Ehe wir zu dem Leben der Seeligen Jungfrau Elisabetba zuerzeh-len schreittcn / wollen wir etwas wcnigs von ihwn Königlichen Geschlecht/und Vorfahren melden / welchen das Königreich Ungern zuständig ge-wesen.
^Ndreas der II. König zuUngarn / lebte / und re-gierte in dem 1200. Jahr.Miscr erzöge bey seiner er-sten Gemählein Gertrude/so Hertzogs Bercholdi zuMerania Töchter war / die Heiligeweitberühmte Elisabetham Landgräf-fin / und Wittib in Thüringen / undHessen/ derer Fest den 19. Tag Win-termonat Jährlich gehalten wird. Beyseiner andern Gemahel Beattice Aldo-brandini Marchionis Estiensis bey Ve-nedig Tochter / mit Nahmen / bekä-me König Andreas den Sohn Stepha-num / vor dessen Geburt aber stürbeKönig Andreas in Ungern im Jahr1228. derhalben die Wittib mitschwan-germ Leib wider in Italien gezogen /und ist bey ihrem Vatter der Fruchtgenasen. Stephanus nachdem er zu sei-nen Tagen kommen / verheuratheteersich mit einer hochadelichen Tochter vonVenedig / deß Stammens Mauraceno-rum / mit Nahmen Thomaßina. Wel-che von ihrem Vatter chme ein überausgroß Heurath-Gut zubrachte/ und bey-neben ein jungen Fürsten / und Sohngebare. Disen liesse Stephanus wieseinen Vatter Andreas in seinem Tauffnennen. Andreas dsser zweyen Ehe-lemhen ein erntziaer Sohn / wurde mitdem Zunahmen Venetus gencnnt/weilet zn Venedig gebohren / und erzogen/
auch sondere Lieb gegen disent Hrchhatte. Über etliche Jahr käme An-dreas von Venedig in Ungern / aufvi-ler LandSfUrsten / und Herrn tnnstän-diges begehren/ undantrib/ da-Vät-terlich Königreich zubesitzen / welchesseines Vatters Bruders Sohn Ladis-laus beherrschete / und grossen Muth-willen darinnen verübte/ biß er endlichAnno 1290. von den seinigen erschlagenworden. Daraus Andreas der drittediß Nahmens ; in jetzt gemeltem Jahrzu Stulweissenburg zum UngarischenKönig gekrönet / wohl/ und löblich re-gierte/ machte ihm das Volck/ und dieLandherrcn / wegen seiner angebohrneNLieb anhängig / erhielte beyneben man-chen trefflichen Sig an seinen Feinden.
, Dessen Gemahel war ein gebohrtitKönigin von Stcilien / Fenna mit Nah/wen / dieselbe gebühre ihrem Herrenein eintziges Töchterlem/ ( welches dergetreue GOtt ihme selber zu einer Ge-sponß erkohren ) zu Ofen in Ungern /die wurde m dem H. Tauff nach ihrervil seengen Basen/ von der zuvor Mel-dung gckchehen / auch Elisabeth« ge-nennt. Eben zu derselben Zeit um dasJahr Christi JEju 1297. da diß Fräu-lein gebohren war/ waren etliche ehrlicheBürger von Costantz zu Ofen derereiner Verwalter deß Gotthauß TtMwäre / welcher seiner Töchtern Kinder
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