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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Cap. 4HertzogHeinrichkommt a,,ßOeilereichnm Elisa,bcll, einHenrarhlUfttjftU

Elssrbechscfcitgt renHeiiralhaiiß / bleibtIn ange.twl.men«Duinbe»tMuCiy.

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Von der Heil Elisabetha/

wertet : verbrnit dir dein Klösterlein/will ich dir t .i itlostei wider aufbauen.Und ist also hernach das Kloster Wit-kicken zu einem ansehenlichen Klostergemacht / und mir vilen Gütern / auchmit einem guten Einkommen zu BrugindemErgou von gemelterKönigin be-gäbet worden.

Ohn lang nach gethaner Profeßionhat es sich zugetragen / daß HertzogHeinrich von Oesterreich sich in dise Län-der begäbe / m Hoffnung ein Heu-rath zutreffen mit der Königin Elisabe-th« Als er aber in gemelres Gottshaußkommen / und sie schon mit GOtt ver-lobt gefunden/ erbitterte crdermassen/daß er der Jungfrauen den schwartzenWeyel von dem Haupt herab risse /auf die Erden warffe / und mit denFüßen tralte; darauf spräche er ihrfreundlich zu / sie solle den Orden ver-lassen / mit ihm nach Oesterreich / all-da fern Gemählein werden / hätte sichnicht zubcfahren/ daß sie etn geweyler-ke Klosterfrau geweftn. Darauf be-gehrte die Jungfrau Zeit / und Ver-schob sich zuved ncken / gicnge gleich indir Kii chen / fiele vor dem Heil. Hoch-würdigen Sacranum auf die Erden /rufite GOtt aus gründ ihres Hertzenan um Hilff / und Stärcke / damit erihr eröffnete seinen Göttlichen Willen /wie sie sich tn so schwärer Anfechtungverhalten / was zuthun oder zulassenftyc ? Da erhübe sich in ihrem Hertzenein sta.cker Kampn / ja sie möchte sichwohl v.rchl'.cheu weil sie eines KönigsTochter - auch deß Königreichs Ungerneintzlger Erb / kvnten dardurch grosseZwltracht/ und Krug vermuten bleiben/wann sie das ftöiiigreid) an sich zö-ge / rc. Dises wäre gewiß ein mäch-tige Versuchung deß betrüglichenFeinde: Aber die Göttliche Gnadfiele der Jungfrauen vil stärckcr zu /daß sie durch innerliche Stimme /und Göttliche Eingebung erkennete /Gottes Willen zu seyn beständig in ein-mahl angefangnem Kloster-Leben zuverharren / alle Üppigkeit / und Wolrlüst zuvcrlassen / und sich von ihremG 'sponß IEsu Christo niemands abzu-sondern bereden lasse / hätte von demsich der ewigen Belohnung zutrösten :da fiele sie in grosse Ohnmacht/ daß ihrdie Secl hätte mögen außgehen / schös-se auch ihr das Blut zum Mund/ undNasen hcraun / dardurch wurden ihralle Weltliche Begierden benommen.Als sie aber wider zu sich käme / ent-schuldigte sich die Jungfrau gegen demHertzog könnte seinem begehren nichteinv rwllligen / dann sie einmahl ent-sch.ossen GOtt ihre Gelübd zuhaken /

ihr Leben in demüthigem Gehorsam Iwilliger Armuth/ unbefleckter Keusch-heit zuenden. Da kehrte der Her-tzog mit bestürtztem Hertzen von ban-nen.

Über Visen gewaltigen Streit / underhaltnem Sieg / wandte sich Elisabe-th« mit gantzcm Hertzen zu Christo ih-rem Gespons^ opfferte ihm ihrem Jung-fräulichen Lerb, und Jugend/ auch e-wlge Reinigkeit auf: und hat hierübernoch 28. Jahr in grosser Keuschheit ge-lebt / daß man niemahls eintzrges un-züchtiges Wort/ oder Gebärden vonihr hörete oder sahe / gleichsam wäresie ein Engel/ und hätte nichts vonFleisch an ihr. Dre innerliche Rei-nigkeit aber ihres Hertzens / und Ge-wissens nähme sie wol in acht / sicngeihr thun / und lassen mit grossem auf-sehen an/ und vollendete es. Nichtsdesto minder beichtete sie ihre Mängel/und Sünden mit grosser Reu / undAndacht offtermahlen/ und mehr alsdeß Ordens Regel vermag/ eröffneteihrem Beichtvattth ihres Hertzen Be-schwernuß / und Anligen fein rundt.

Also geschahe es einmahl / daß ihre-Ordens ein anderer Berchlvatter genThöß käme/ diser worein harter Mattwelchem sie auch / wie andere diß OrlhsMitfchwestern/ beichtete: der Beiclt-vatter kannte sie nicht/ als er aber inder Beicht ihr innerliches Creutz/ undKummer / so ihr Hertz beschwerte/hö-ret e : fragt er wär sie wäre ? sprächesie: Schwester Elisabeth von Ofen.

Da sagt der Beichvatter auß angebohr- Ä#ner Grobheit/ so möge sie wol ein ar- ^J*beitsamcs leydendes Mensch seyn /daß Msie von ferrne in difes Ellend kommensey : Dise Wort durchschnitten daszarte Hertz dermassen / daß sie gleichvon dem Beichstuhl in dem Chor umTrost dem Heiligen hochwürdigcn Sa-krament zugangen/ und von ihrem ge-liebten Bräutigam IEsu hilff begehrte/dieweil sie also geringen Rath / undTrost bey ihres Ordens - Be chtvattekfande. Als der Beichtvatter aberhernach ihnen wordi/n/ daß sie ein Kö-nigin gewesen/ bedaurte in sehr / daßer derselben so grob zugercdt/ er aberwurde mit grosser Bitt zu ihr gelassen/

Und bäte sie seiner unhöflichen S'trcn/und Reden halber demüthigst um Vcr-zeyhung. Damit sie nun ihr Gewisssen desto lauterer erhielte / pstegte sieJährlich ein General / oder HavpttBeicht anzustellen / mit solcher Vorbeireitung / Andacht/Reu/und Demuth/als wäre sie die grosie Sünderin dergantzen Welt / dardurch wurden dieandere Mitfchwestern angereitzt ihr m

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