Cap. 4HertzogHeinrichkommt a,,ßOeilereichnm Elisa,bcll, einHenrarhlUfttjftU
Elssrbechscfcitgt renHeiiralhaiiß / bleibtIn ange.twl.men«Duinbe»tMuCiy.
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Von der Heil Elisabetha/
wertet : verbrnit dir dein Klösterlein/will ich dir t .i itlostei wider aufbauen.Und ist also hernach das Kloster Wit-kicken zu einem ansehenlichen Klostergemacht / und mir vilen Gütern / auchmit einem guten Einkommen zu BrugindemErgou von gemelterKönigin be-gäbet worden.
Ohn lang nach gethaner Profeßionhat es sich zugetragen / daß HertzogHeinrich von Oesterreich sich in dise Län-der begäbe / m Hoffnung ein Heu-rath zutreffen mit der Königin Elisabe-th« Als er aber in gemelres Gottshaußkommen / und sie schon mit GOtt ver-lobt gefunden/ erbitterte crdermassen/daß er der Jungfrauen den schwartzenWeyel von dem Haupt herab risse /auf die Erden warffe / und mit denFüßen tralte; darauf spräche er ihrfreundlich zu / sie solle den Orden ver-lassen / mit ihm nach Oesterreich / all-da fern Gemählein werden / hätte sichnicht zubcfahren/ daß sie etn geweyler-ke Klosterfrau geweftn. Darauf be-gehrte die Jungfrau Zeit / und Ver-schob sich zuved ncken / gicnge gleich indir Kii chen / fiele vor dem Heil. Hoch-würdigen Sacranum auf die Erden /rufite GOtt aus gründ ihres Hertzenan um Hilff / und Stärcke / damit erihr eröffnete seinen Göttlichen Willen /wie sie sich tn so schwärer Anfechtungverhalten / was zuthun oder zulassenftyc ? Da erhübe sich in ihrem Hertzenein sta.cker Kampn / ja sie möchte sichwohl v.rchl'.cheu weil sie eines KönigsTochter - auch deß Königreichs Ungerneintzlger Erb / kvnten dardurch grosseZwltracht/ und Krug vermuten bleiben/wann sie das ftöiiigreid) an sich zö-ge / rc. Dises wäre gewiß ein mäch-tige Versuchung deß betrüglichenFeinde: Aber die Göttliche Gnadfiele der Jungfrauen vil stärckcr zu /daß sie durch innerliche Stimme /und Göttliche Eingebung erkennete /Gottes Willen zu seyn beständig in ein-mahl angefangnem Kloster-Leben zuverharren / alle Üppigkeit / und Wolrlüst zuvcrlassen / und sich von ihremG 'sponß IEsu Christo niemands abzu-sondern bereden lasse / hätte von demsich der ewigen Belohnung zutrösten :da fiele sie in grosse Ohnmacht/ daß ihrdie Secl hätte mögen außgehen / schös-se auch ihr das Blut zum Mund/ undNasen hcraun / dardurch wurden ihralle Weltliche Begierden benommen.Als sie aber wider zu sich käme / ent-schuldigte sich die Jungfrau gegen demHertzog könnte seinem begehren nichteinv rwllligen / dann sie einmahl ent-sch.ossen GOtt ihre Gelübd zuhaken /
ihr Leben in demüthigem Gehorsam Iwilliger Armuth/ unbefleckter Keusch-heit zuenden. Da kehrte der Her-tzog mit bestürtztem Hertzen von ban-nen.
Über Visen gewaltigen Streit / underhaltnem Sieg / wandte sich Elisabe-th« mit gantzcm Hertzen zu Christo ih-rem Gespons^ opfferte ihm ihrem Jung-fräulichen Lerb, und Jugend/ auch e-wlge Reinigkeit auf: und hat hierübernoch 28. Jahr in grosser Keuschheit ge-lebt / daß man niemahls eintzrges un-züchtiges Wort/ oder Gebärden vonihr hörete oder sahe / gleichsam wäresie ein Engel/ und hätte nichts vonFleisch an ihr. Dre innerliche Rei-nigkeit aber ihres Hertzens / und Ge-wissens nähme sie wol in acht / sicngeihr thun / und lassen mit grossem auf-sehen an/ und vollendete es. Nichtsdesto minder beichtete sie ihre Mängel/und Sünden mit grosser Reu / undAndacht offtermahlen/ und mehr alsdeß Ordens Regel vermag/ eröffneteihrem Beichtvattth ihres Hertzen Be-schwernuß / und Anligen fein rundt.
Also geschahe es einmahl / daß ihre-Ordens ein anderer Berchlvatter genThöß käme/ diser worein harter Mattwelchem sie auch / wie andere diß OrlhsMitfchwestern/ beichtete: der Beiclt-vatter kannte sie nicht/ als er aber inder Beicht ihr innerliches Creutz/ undKummer / so ihr Hertz beschwerte/hö-ret e : fragt er wär sie wäre ? sprächesie: Schwester Elisabeth von Ofen.
Da sagt der Beichvatter auß angebohr- Ä#ner Grobheit/ so möge sie wol ein ar- ^J*beitsamcs leydendes Mensch seyn /daß Msie von ferrne in difes Ellend kommensey : Dise Wort durchschnitten daszarte Hertz dermassen / daß sie gleichvon dem Beichstuhl in dem Chor umTrost dem Heiligen hochwürdigcn Sa-krament zugangen/ und von ihrem ge-liebten Bräutigam IEsu hilff begehrte/dieweil sie also geringen Rath / undTrost bey ihres Ordens - Be chtvattekfande. Als der Beichtvatter aberhernach ihnen wordi/n/ daß sie ein Kö-nigin gewesen/ bedaurte in sehr / daßer derselben so grob zugercdt/ er aberwurde mit grosser Bitt zu ihr gelassen/
Und bäte sie seiner unhöflichen S'trcn/und Reden halber demüthigst um Vcr-zeyhung. Damit sie nun ihr Gewisssen desto lauterer erhielte / pstegte sieJährlich ein General / oder HavpttBeicht anzustellen / mit solcher Vorbeireitung / Andacht/Reu/und Demuth/als wäre sie die grosie Sünderin dergantzen Welt / dardurch wurden dieandere Mitfchwestern angereitzt ihr m
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