334 Von etlichen seeligen Klosterfrauen/
laß/ »nd daß mit solcher Bescheiden- letstlich die Betrübten/ und Kranckenund Lieblichkeit/ daß niemand einigen zu L östen.
Verdruß darab tragen möchte/ son-derlich wann man zu vil von weltlichen Der allmächtige GOtt suchteSachen wolle reden/ so könnte unser auch Annam in ihrer blühenden Iu-fromme Anna ein geistliches Gespräch gend mit schweren Kranckheiten heim/einmischen/ daß man aller angefang- und so bald sie von einem Bethlägernen Reden/ und Gesprächen vergaffe, auf stunde/ grenze sie fleißig wider zumSie war ein sonderbare Trösterin der Chor. An ihrer Äunckel hatte siebekümmerten Schwestern/dann nie- dise tröstliche Wort geschrrben/welchemand war jemahl zu ihr kommen/ der GOtt zu einer seiner liebhabendenToch-n-r wohl getröst/ und auferbauet von ter gesprochen/ die Schwestern aberihr scheidte. Ihr gantzes Leben stun- haben vermeint / es habe GOtt solchede fürnehmlich in 4. Puncten/ erstlich Wort zu diser Anna geredt/ sie aberim andächtigem/ und eyfferigem Ge- hat es auß Demuth nicht wöllen be-bett/ darnach in Lesung der Heiligen- kannen. Und seynd nachfolgendeGottes - Leben. Drittens von GOtt / Sprüch.und himmlischen Sachen zu reden/und
Je Kranckcr/ und Siecher du bist/ je lieber du mir bist.
Je verschmachttr du der Welt bist/ je naher du mir bist.
Je armer du bist/ je gleicher du mir bist.
Von ihren strengen Leben/ göttli- wie ein schönes / und glantzendeS Lischtchen Gnaden / und Heimsuchungen erschinen seyn. Ihr Gedachtnuß ver-wolte sie dem Convent in ihrem Todt- blibe bey 40. Jahren in dem Convent/Beth nichts offcnbahren / doch nach ih- als wann sie noch Lebte. Wie sie her-rem Absterben solle man etwas von ih- nach wider außgraben worden/ tran-rcr Heimlichkeit mit eygnen Händen cke ein krancke Schwester mit großem‘ beschuhen / welches ich nicht nöthig hie- Glauben/ und Andacht auß ihrerher zu setzen vermeine / funden haben. Hirnschallen/ die würd von stundNach ihrem gottseeligen Todt solle sie an ihrer Kranckheit ent-der Schwester Elisabeth von Elgau lediger.
XI. XII.
B. B. B E L I , & CATHARIN A Blettin.
sv* VondmSS.Bell/ mdLatharina
Blctten.
ctf. t. (AACHwester Beli von Winterthur mel / wie folget' Als vil der Menscheine auß den vil alten Schwe- seines eygnen Willens fahren laßt /alssteren/ hielte den H. Predi- vil nimmt er an vollkommen Leben zu/
. ger - Orden vollkommentlich / und nichts mehr. Da sie wolte ster-führte ein strenges Leben/ mit betten/ ben/ käme ein Schwester ungefähr infasten/ und wachen/ und casteyte ih- ihr Cell/ und sahe sie in Zügen ligen/rcn Leib mit solcher Bescheidenheit/daß und als dieselbige dem Convent russtesie nie darvon Kranck wurde. Nach sprechend : sie scheidet dahin/ fragteder Metten bettete sie gemeiniglich ei- Schwester Beli wer dahin scheidet/danen Psalter/ sie nähme auch mir Reck- antwortet die Schwester: Ihr/ darü-holder-Stauden vil/ und strengeDis- her lachete die S- Beli vor Freuden /ciplin. Wegen ihres H. Lebens / und gäbe ihr seelige Seel aufin dieHändguten Verstands/ und Bescheidenheit der Englen. Solchen lieblichen Todtwar sie 20. Jahr Subpriorin gewesen/ erwarbe ihr der H. König David / denwre sie von solchem Ampt wegen ho- sie Jährlich mit seinem Psalter grüsse/chen Alters entlediget / verhoffte sie/ te/ und solchen mit grosser Andachtdaß sie jetzt GOtt allein in ihrer Ruhe läse/ und bettete,könnte dienen / da käme unversehens
ein andere Gehorsame von ihrer geist- Schwester Catbarina Blettin t Cillichen Oberkeit / welche sie mit Schmer- führte ein so strenges Leben in dem Klo-tzen annähme / und damit sie in diser ster Thöß mit Fasten / Wachen / em-Gehorsame gedultig sein möchte/ schri- sigem Gebett/ strengen Leibscasteyun-be sie auf ein Pappierlein nachfolgen- gen in ihrem hohen Alter/ daß sich al-de Wort/ und hesstete es an ihren Er- le Schwestern darüber verwundert hat-ten.
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