De» 30 .Mai». 4»
Den
Mai» 4«Cap. 1.
?;r Von etlichen seeligen Klosterftauen/
me / sich zuerholen / oder belustigen. und die ewige Freuden zirUnd letstlich name sie ein seeliges End/ der Belohnung.
xvm.
B. MARGARETHA dc Zürich.
Von der seeligen Margarethe von Zürich.
A^lChwester Margaretha von Zü- stättett weinen nicht ab. Sie solleLAA rich Klosterfrau zu Thöß wa- auch vil heimliche Offenbahrungen/undre so eines mitten Hertzens ge- himmlische Erscheinungen gehabt haben/gen GOtt / und den Göttlichen sonderlich einmahl zu Weyhnachten / alsGeheimnussen/ daß sie ohn underlaß ihr dre Mutter Prior in nach altemweinte/ auch nicht änderst in ihrem Am brauch befähle/ sie sötte durch dasAd-gesicht außsahe/ als wann sie geschwott vent dem Ktndlein JEsu em geistlicheslenwäre. Sie wäre auch lange Zeit Bethlein / von Gebett / und Betrach-so kranck / daß man sie müßte in einem tungen zurichten / und das neugebohrntSessel tragen/ wohin sie begehrte/ doch Kindlein JEsus zu Weyhnachtenliesse sie von ihrer grossen Andacht / und darein beruffen / rc.
m.
B. I D D A Sultzerin.
Die seelige Jdda Sultzerin.
t^7^)Chwester Jdda Sultzerin einLeyenschwester deß Gotts-hauß Thöß hatte auf ein Zeitein grosse Anfechtung / wiedaß sie GOtt dem Herren aneinem andern Qrth/ oberm einem an-dern Stand löblicher/ und vollkomnerdienen könnte / dieweil sie auch dieKuchen versehen müßte/ und in disemEreutz / und Anfechtung fast betrübtwar. Siebatte G-Ott/ und sprach:Allmächtiger GOtt/wann es deinGött-licher Will ist / daß ich in disem Stand /und K loster dir diene / so bestätte mich/und nähme also in beyde Händ glüendeKolen ab der Fcurblatten / sprechend:so serr sie mich brennen werden / so willich erkennen dein Will seye / daß ichDir in einem andern Stand dienen soll/brennen sie mich aber nicht / so soll ichdrrallhie dienen/ und in disem Standverharren. Also thäte GOtt ein gros-ses Wuvderzeichen/ dann die glüendeK'olen möchten sie nicht brennen / da-rum auß grossen freuden liesse sie mitden feurigen Kolen in den Händen inden Creutzgang ; da käme sie bald einforcht an / damit sie nicht von den an-dern Klosterfrauen gesehen wurde / dawarffe sie die Kolen in ihr Scapulier/gierige widerum in die Kuchen / thätedie Kolen widerum auf die Herdblat-ten / und fande also weder an Händen/noch Scapulier einiges zeichen des
Brands. Dessen sie höchlich GOttdanckete/ und verblibe hernach bestän-dig indem Kloster / und Orden mitzu-nehmen in aller Vollkommenheit / undAndacht ihres Lebens Dise Schwe-ster solle auch vil wunderbahrliche Ge-heimnussen gesehen haben/ und nähmem ihrem hohen Alter ein seeliges End /und da man sie wolle begraben/ wäreein so ungestimmer Tag von Wind /und Regen/ daß alle Liechter ausge-löscht wurden / darauf wurden sie vonHimmel widerum angezündt/ die vonkeinem Wind mehr ausgelöscht möch-ten werden.
AlS Schwester Richi von Schütt etfcken ein Leyenschwester (so ein H. Le-ben geführt/ den Convent - Frauenwohl gedienet / und in ihren Kranck-heiten fleißig/ und willig ausgewartethatte/ ) wolle sterben/ hörte Schwe-ster Jdda ein himmlische Stimm:
O lebten ihr alle / wie Schwe-ster Richt gelebt hat/ so wären ihrGOtt angenehme Kinder. DisiSchwester hatte noch ein andere Schwe-ster in dem Kloster S. Beli/ oderBarbara auch ein Leyenschwester dessenLeben nichts anders war dann ein un-aufhvrttches betten/ und GOtt dienen/solle auch übern atürlich grossen Hun-ger/und Durst erlitten haben/ rc.
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XX. B.