Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
Seite
361
JPEG-Download
 

Einsidler / und Beichtiger. ? 6 L

fkch vergriffen im rathen / und urthei- ser Gedult / und Demuth hat nun B.len ( wie man leyder fast in allen Re- Claus bey GOtt / und seiner Muttergimenten solche Leuth findet ) da sahe Maria so vil Gunst/ und Gnad er-Mr Ehren - Mann Nicolaus gemelten worden/ daß ob ihn schon hernach dieRichtern feurigen Flammen erschröcktt- bösen Geister mit 1000. Künsten auf-cher Gestalt zum Mund herauß fahren, heftigst verfolget / und angefochten /

Ohne zweiffel hat er damahlen GOtt in haben fie ihn doch weder an Leib nochihme hören reden / wie etwann S. Ar- Seel verletzen mögen,senius : Fliehe die Welt/ fo wirst du . .

ftelig. Dann ab disem Spectacul ist .. Als auf ein ändere Zeit der Freünv c#ptt dermassen erschrocken / daß er nach- Gottes abermahl in sein obgemelteSMahlen weder wenig noch vil mit Ge- Gut die Bergmai zu seinem Vreh gien-richtshandlen wollen zuschaffen haben, ge/ setzte er sich in der Matten mderMit wachen / und betten hielte er streng auf die Erden / und fienge da an/ nachdise Gewonhert; zu Abend wann eS seiner Gewohnheit / auS gründ feinesZeit war zu Beth zugehen / begäbe er Hertzens / mit grosser Andacht zubet-sich samt feinem Haußgesind zur Ruhe/ xen / und zubetrachren von himmlische 3* ß [al<ober nach dem er ein wenig geschlaffen/ Dingen. In dem sahe er ein schöne/ ficht rmchestunde er aus m aller stille / und gienge and scheinende Gilgen aus fernemin ein abgesondertes Orlh/ allda wa- Mund wachsen / so da rühret biß anchete er den überigen theil der Nacht/ den Himmel mit wunderbahrlichemund verzehret die Zeit mit inbrünstigem Geruch / und Wohlgeschmack. Dar-Gebett/ und andächtigen Betrachtn«- nach kam gleich für ihn sein Vieh / undgen. Der Feind aber deß Menschst? als er sem Gesicht zu demselben kehrre/chen Heyls / neydete die beständige sahe er undex denen für den andern garGdttseeligkeit deß frommen Manns / ein schönes Roß daselbst wcyden/ ausUnd weil er besorgte / es möchten vil welches Roß sich die Gilgen krümmte/

Seelen durch B. Clausen Lehr / und und neygte. Er sahe auch das RoßExempel auß dem höllischen Rachen ftirgehen / und wie es ihme die Gilgengerissen werden/ deßhalben rennete er aus seinem Mund nähme/ und die sel-ben S. Mann oft an / und hindergienge/ den verschluckte. Dardurch war ih-den Freund GOttes mit allen Listen / me zu verstehen geben / daß die himm-vb er ihn villeicht eintweder abwendig/ lische Gaaben/ und Gnaden durch ditoder verderben/ öder aufs wenigestun- zeitliche Güter/und Geschafft hinge-l gedultig machen könnte. Insonderheit nominen/ und vernichtet werden. Alseinmahl / als B. Claus mit seinem er ferrners auf ein Zeit in seinen häuß-Sohn Iohannesen ( der nacher Land- lichen Geschafften war / seynv dreyAmman worden ) durch ein Thal! gieng/ ehrbare Männer in einer ehrltchen Ge-das Mclchthall genannt / in seyn Gut/ stalt/ und guten Sitten zu ihme kom-oder Wisen mit Namen Bergmat/seyn men / under denen der erste anfiengVieh zuversehen / rc. Als nun der tugendlich zureden/ der Meynung . Ni-Sohn demVieh seyn gewohnlichenRath eolae will du dich ganh ergeben mitindek Schcur anthäte/ wolle der Vat- Seel/ und Leib in unsern Gewalt %lerals einsteißigerArbeiter /Stauden/ Er antwortet/ und spracht Ich ergibUnd Dorn außhauen / die Matten- mich niemand andern dann dem All-reinigen / da käme ein grausammer mächtigen GOtt/ dessen Diener ichTeuffel / erwuschte den frommen Mann/ nun lange Zeit zusetzn begehrt hab ;der sich dessen nicht versähe / und warfie da wandten sich dise drey Männer zur.ihn durch einen grossen dicken Dorn- samen mit fröhlichem Lachen / und re-busch/ und Gestand bey 30. Schritt hi- det der erste widerum zu ihme: dieweilnab / daß er in grosser Ohnmacht lag. du dann dich GOtt allein zugecygnetAls nun der Sohn seyn Arbeit voll- haft ewiglich / so verheiß ich dir gewiß/bracht hatte / und seyn Vatter suchte / daß wann du wirst vollbracht/ und erlebtfande er ihn halb Todt/ und «einenLeib haben das fibentzigst Jahr / wird sichvon Dornen verletzet/ richtet ihn bald her allgütigst GOtt erbarmen über deinauf/ zöge/ und trüge ihn nach seinem Arbeit/ und dich erlösen von aller Wi-besten vermögen biß in den Gaben / daß derwärtigkeit / darum ermähne ich dicher ihn zu dem Feur brachte. Ais dem- zu einer vesten Beharrlichkeit/ so willnach Nicolaus wrderum allgemach ich dir geben einen Panner mir einemihm selbsten kam/ redet er mit gedulti- Bärentappen bezeichnet/ einem mach-ten/ und sanfftmüthiqen Worten also'. tigen Kriegsherr in das ewige LebenWohlan / wohlan im Nahmen GOttes / vorzutragen. Ich verlasse dir auchwie hat mit mir der Teuffel so recht ü- zu unserer Gedächnmß das Creutz zu-bel gehandlet/ daran ist aber derWit- tragen. Wie diseö nlso vollendet/len GOtteS erfüllet worden. Mit W gienqen die drey hinweg. Auß wel-chen