z<4 Von dem fteligen
sen verehret/ und übergeben. DerS- B. Claus gienge nun in die neueWohnung / und ergab sich auf ein neu-es GOtt mit Leib / und Seel zu die-nen. Sein Cell / oder Stüblein wargar eng / und nider/ nehmlich eylfft-haib Werckschuh lang / zehenthalbWerckschuh breit/ und sechs gantzerSchuh hoch / darinnen er sich wegenseiner langen Statur/ nicht recht auf-richten / und erstrecken möchte. Andisem Gemachlein waren zwey Fenster-lein/ jedes auf zehen Zoll weit; darinkein Beth / sonder ein Stein/ oderhöltzin Klotz für ein Haubtküssen aufeinem Bret läge / und darbey ein schlech-te Tecke/ von grauem Tuch. SeinBekleidung war allein ein langer grau-er/ oder brauner Rock/ und oben einHaubtloch darinn/ ohn einen Kragenschier der Gestalt wie man unsers Ser- ligmachers Rock formiert/ diser Rockgienge ihm biß auf die Änoden seinerFuß/ den gürtete er um mit einerSchnur / oder war etwann ungegür-tet. Er hatte nihmer Schuh an sei-nen Füssen/ und blieb allwegen mitblossem Haupt/ desgleichen trüge er inseinen Händen das Christlich Zeichenein Patter noster/ daran er bettete.Der S. Mann brauchte auch einenStecken/ wegen seines Alters/ undsonderlich wegen deSNhochen GebürgS /der war also natürlicher weiß mit Aestengezeichnet/ und mit eingefchnitnen Krin-nen underschieden/ daß er daran köm-lich einen gantzen Psalter/ auch unserlieben Frauen Rosenkrantz bettenkönnrte. Diser Stab ligt zu unseren Zei-ten zu Baden in dem Ergöu in demhindern Hoff. Als demnach das Ge-schrey weit/ und breit von dem unge-wohnlichk/ undübernarürlichk Abbruch/und Fasten Nicolai erschollen / da fien-gen die Leuth an allenthalben undereinander mancherley Meynung/ undReden zuführen. Etliche hieltens( wie es in dem Grund war) für einWahrheit/ andere für ein Gleißnerey.Der Ursachen wurden aus Befelch derOberkeit durch das gantze T hall um denRanfft um/und um Wächter/ und Hüterverordnet welche mit Fleiß aufsehen/undverhüten sollen/ daß kein Mensch von/oder zu ihme kommen könnte. Alsnun solche Wacht ein gantzen Monatlang mit höchstem Fleiß gehalten war/hat sich erfunden / das B. Claus inseinem vorigen weesen/ wie ein wahrergeistlicher Mann bey der einfältigenWahrheit beständig sey bliben/ alsodaß aller Zweiffel hinweg genommen /und das Mißtrauen aufgebebt worden.
cap. Aus daß aber die LandschafftUn-
Bruder Clauftn/
derwalden sich nicht vergriffe / oder sicheines solchen S. Manns vergebens be-rühmte/ so war beruffen der Hochwür-dig Herr Thomas Bischoff zu Ascalon/deß Hochwürdigsten Herren Herman-ni Bischoffs zu Costantz des dritten /der ein Edler von Breittenlandenbergwar/ Weich -Bischoff/ mit Bitt B.Clauftn Capell zuweyhen/ und zucon-secrieren/ und in seines Instituts/undFastens halb zu examinieren. Alsowar nun die jetzt gemelte gnadenreiche/und von GOtt hochgeehrte Capell indem Ranfft / nach Christlichem Brauch/geweyhet itt der Ehr Gottes/ undMariä der reinen Jungfrauen/ aitch inder Ehr St. Mariä Magdalenä/ St.
Achatij samt seiner Gesellschafft/ unddes H. Creutzes-Erhöhung. Nachvollendter Weyhung gienge gemelterWeich - Bischoff zu dem frommen Mattin seyn Wohnung / hielten allda vilRed mit einander von Göttlichen Din-gen / und mehrere solches nicht ein klei- „ jne Zeit des Tags. Under andern a- &ber hielte ihme der Bischoff dift Frag «!®Wfür / welches die höchste/ und G0ttangenehmste Tugend wäre? B. Claus MinA.antwortete ihm: Es wäre der Gehör- i“ 1 *sam. Da nahm der Bischoff alsbaldWein / und Brod / welches er darumhat bringen lassen/ macht ihme dreybissen / und gebott ihme bey der Ge-horsame die zu essen. Da wolt nunB. Claus dem Gebott / und Gehor-same nicht widerstreben / wiewohl ersich darab entsetzte / dieweil er nun-mehr der Speiß gantz entwöhnet war/hatte doch den Bischoff er wolte außeinem bissen drey theil machen/ die wol-le er nehmen/ und essen. Als derBischoff solches thäte/ und B. Claussolches Brod einnähme/ und daraufein kleines trüncklein Wein süpfstete /empfände er ein solche Schwäche in sei-nem Leib/ daß ihme hertzlich wehe ge-schahe/ darab der Bischoff erschracke/und bekennet frey der fromme Mau»seye nunmehr genugsam probiert. Zeigteauch an/ er habe solches nicht aus seinemeygnkWillen gethan/sonder aus Befelchseines gnädigen Herren / und FürstenHermanni / rc. Und difts geschahe indem Jahr Christi 1469. den 27. Aprill/nachdem B. Claus schon anderthalbJahr ohn leibliche Speiß/undTrancklebt hatte.Da nun derH.WeichrBrschossThomas widerum gen Costantz käme /erzehlte er hochgemutem'seinem Für-sten alles was er an B. Clauftn geft-hen/ und erfahren. Darab war Bi-schoff Hermannus bewegt / dem S>
Mann mit einem grossen par Leuchterin sein Capell / samt einer gu*en Sum-ma Gelts zuverehren. B. Claus näh-me