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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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z<4 Von dem fteligen

sen verehret/ und übergeben. DerS- B. Claus gienge nun in die neueWohnung / und ergab sich auf ein neu-es GOtt mit Leib / und Seel zu die-nen. Sein Cell / oder Stüblein wargar eng / und nider/ nehmlich eylfft-haib Werckschuh lang / zehenthalbWerckschuh breit/ und sechs gantzerSchuh hoch / darinnen er sich wegenseiner langen Statur/ nicht recht auf-richten / und erstrecken möchte. Andisem Gemachlein waren zwey Fenster-lein/ jedes auf zehen Zoll weit; darinkein Beth / sonder ein Stein/ oderhöltzin Klotz für ein Haubtküssen aufeinem Bret läge / und darbey ein schlech-te Tecke/ von grauem Tuch. SeinBekleidung war allein ein langer grau-er/ oder brauner Rock/ und oben einHaubtloch darinn/ ohn einen Kragenschier der Gestalt wie man unsers Ser- ligmachers Rock formiert/ diser Rockgienge ihm biß auf die Änoden seinerFuß/ den gürtete er um mit einerSchnur / oder war etwann ungegür-tet. Er hatte nihmer Schuh an sei-nen Füssen/ und blieb allwegen mitblossem Haupt/ desgleichen trüge er inseinen Händen das Christlich Zeichenein Patter noster/ daran er bettete.Der S. Mann brauchte auch einenStecken/ wegen seines Alters/ undsonderlich wegen deSNhochen GebürgS /der war also natürlicher weiß mit Aestengezeichnet/ und mit eingefchnitnen Krin-nen underschieden/ daß er daran köm-lich einen gantzen Psalter/ auch unserlieben Frauen Rosenkrantz bettenkönnrte. Diser Stab ligt zu unseren Zei-ten zu Baden in dem Ergöu in demhindern Hoff. Als demnach das Ge-schrey weit/ und breit von dem unge-wohnlichk/ undübernarürlichk Abbruch/und Fasten Nicolai erschollen / da fien-gen die Leuth an allenthalben undereinander mancherley Meynung/ undReden zuführen. Etliche hieltens( wie es in dem Grund war) für einWahrheit/ andere für ein Gleißnerey.Der Ursachen wurden aus Befelch derOberkeit durch das gantze T hall um denRanfft um/und um Wächter/ und Hüterverordnet welche mit Fleiß aufsehen/undverhüten sollen/ daß kein Mensch von/oder zu ihme kommen könnte. Alsnun solche Wacht ein gantzen Monatlang mit höchstem Fleiß gehalten war/hat sich erfunden / das B. Claus inseinem vorigen weesen/ wie ein wahrergeistlicher Mann bey der einfältigenWahrheit beständig sey bliben/ alsodaß aller Zweiffel hinweg genommen /und das Mißtrauen aufgebebt worden.

cap. Aus daß aber die LandschafftUn-

Bruder Clauftn/

derwalden sich nicht vergriffe / oder sicheines solchen S. Manns vergebens be-rühmte/ so war beruffen der Hochwür-dig Herr Thomas Bischoff zu Ascalon/deß Hochwürdigsten Herren Herman-ni Bischoffs zu Costantz des dritten /der ein Edler von Breittenlandenbergwar/ Weich -Bischoff/ mit Bitt B.Clauftn Capell zuweyhen/ und zucon-secrieren/ und in seines Instituts/undFastens halb zu examinieren. Alsowar nun die jetzt gemelte gnadenreiche/und von GOtt hochgeehrte Capell indem Ranfft / nach Christlichem Brauch/geweyhet itt der Ehr Gottes/ undMariä der reinen Jungfrauen/ aitch inder Ehr St. Mariä Magdalenä/ St.

Achatij samt seiner Gesellschafft/ unddes H. Creutzes-Erhöhung. Nachvollendter Weyhung gienge gemelterWeich - Bischoff zu dem frommen Mattin seyn Wohnung / hielten allda vilRed mit einander von Göttlichen Din-gen / und mehrere solches nicht ein klei- jne Zeit des Tags. Under andern a- &ber hielte ihme der Bischoff dift Frag «!®Wfür / welches die höchste/ und G0ttangenehmste Tugend wäre? B. Claus MinA.antwortete ihm: Es wäre der Gehör- i 1 *sam. Da nahm der Bischoff alsbaldWein / und Brod / welches er darumhat bringen lassen/ macht ihme dreybissen / und gebott ihme bey der Ge-horsame die zu essen. Da wolt nunB. Claus dem Gebott / und Gehor-same nicht widerstreben / wiewohl ersich darab entsetzte / dieweil er nun-mehr der Speiß gantz entwöhnet war/hatte doch den Bischoff er wolte außeinem bissen drey theil machen/ die wol-le er nehmen/ und essen. Als derBischoff solches thäte/ und B. Claussolches Brod einnähme/ und daraufein kleines trüncklein Wein süpfstete /empfände er ein solche Schwäche in sei-nem Leib/ daß ihme hertzlich wehe ge-schahe/ darab der Bischoff erschracke/und bekennet frey der fromme Mau»seye nunmehr genugsam probiert. Zeigteauch an/ er habe solches nicht aus seinemeygnkWillen gethan/sonder aus Befelchseines gnädigen Herren / und FürstenHermanni / rc. Und difts geschahe indem Jahr Christi 1469. den 27. Aprill/nachdem B. Claus schon anderthalbJahr ohn leibliche Speiß/undTrancklebt hatte.Da nun derH.WeichrBrschossThomas widerum gen Costantz käme /erzehlte er hochgemutem'seinem Für-sten alles was er an B. Clauftn geft-hen/ und erfahren. Darab war Bi-schoff Hermannus bewegt / dem S>

Mann mit einem grossen par Leuchterin sein Capell / samt einer gu*en Sum-ma Gelts zuverehren. B. Claus näh-me