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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist, ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen, oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einen Zusatz der Heilig-Sprechung des Heil. Bruder Clausen/und Heiligen Martyrer Fidel, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen / zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den Ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem seeligen Bruder Clausen /

setzen zu erkennen Zu geben theils dieBoßheit deß Lästerers / theils den Cartholischen Eyfler Hochgemeldter Obrig-keiten.

Extra&

Hoch - Oberkeitlicher Land - Raths-Erkandtnuß den is. dlov. 1723.ergangen.

.^^fcnküttdig wird seyn/ wie daßm dlstm laufenden >72; steniJahr von cmcin zwar unbekannten /frccbcn/ gottlosen/ und lasteuhafftcBoßwlchc/ und Authorm durch einin offnen Druck verfertiget / fo ge-nannten lNonat/ oder Inlii-Gesprachnicht allein wider die allseitig-in Gottruhenden Alt - vorderen des damahlnoch gang Latholijch-gewcßtcn lieb-werthen Schwcitzerlands / fdnderauch die allein-fcclig-machende Rö-misch - Carhotifch - Heilige-Lirchenallzumahlen/ und absonderlich widerdas aller Welt bekandt-fromm-un-schuldige -Leben / Alt - Römisch - Ta-tholifchen - Glauben / und fo wunder-sam geführten Tugend-Wandel// undseeligen Todt deß grossen Wundcr-trtanns / und scetig.gesprochnen Die-ner - Glottes des tnsgcinem benam-sttcn seeligen Bruder Tlausen aller-hand Spott/ Schand/ und Schmach-Reden/ GOttslasterungen/ Lugen/und vcrschmahungen/ auch ketzeri-sche Lehr/ und Irrthume« / rc. rc.thgr^ierr, und an Tag gestellt worden/wordurch der hohe Stand unser H.TatKolifchcn - Rirchcn / der wahreGlauben/ und Ehr der Wahr-Ta-tholifchcn Alt-Schwe^tzerisch - From-men -vor-Butteren/ und vornehm-lich der heilige Lebens-Wandel deßstetigen Bruder Claustn höchstensberührt / und empstndttichist ange-griffen sich befindet. wann nunso gestellt / enorm, und gottloostSchmach / und Laster - Schrifft ,cd-wahr - Tatholifchcm Gemüth höch-stens frcmbd / und schmachtich lstvor-kommen/und nach allen Mictlen trach-ten solle die gerechte Empfindlichkeitin dem werck selbsten an Tag zu ge-ben : Als haben meine Gnädige Her-ren / und Oberen als vorgesetzte vät-tcrdcß allhicfigcn wahr-alt-catho-ltschcn-Tantons / und betitlctc De-fensores der Heil. Rirchen den Ent-halt difes erst genannten Julis - Ge-sprächs / und darin begriffne bc-schwarlichcstc Gottlosigkeiten nach^Würdigkeiten reüe^kierr , cenlicrt >

rrnd rcifflich überlegt/ inithin Hoch-Oberkertlichen dahin erkenne /

Daß anfycut als an gewohntemHeil. Othmars Jahr - Marckt nachbefchehenem Ruff/ und verkündungdie erst ungezogne kamos Schmach-und Laster - Schrifft / als welche oh-ne Lahmen/ und Geschlecht/ auchohne Benamfung des Orths/ undohne erforderliche approbatio« inDruck gegeben/von dem Herren Land-Werbet dem Scharpff-Rrchteren zuhandgeworssen / und verbrennt / auchdie befindliche Aschen under dem Hoch-Gericht under die Erden vergraben.Dem jcnigen aber/ welcher den Ca-lumniantc«/ Urheber / und Laster-Schreibercn bey Leben zu Hoch-O-bcrkcitlichcn Handen lisscrcn wurde/ihin ioQ. Thaler paar Gelt zumrecompens zrigestellt werden sollen/ rc.Actum Stanrij 1723. den 15. No-vember.

Gleichwie aber difes gerechteUrtheil difer gemeldter Laster-Schrifftgerechtist angemessen/ also seynd ob-gemeldte Herren Scribenten/ wiewoh-len widriger Religion / zu Loben tC wann man Stumpfium , und Panta-leonem aufnehmen wiU)sovil die Be-schreibung des Lebens des seeligen Bru-der Clausen anbelanget / weilen sieder Wahrheit beygepflichtet / derenwohlmeinenden Nachkommenden ich einaufrichtige wohlgemeinte Anmerckunghieher setze.

Es loben gemeldte Scribentendurchauß den seeligen Br. Clausen /und sagen/ daß Nicolaus ein heiligesunschuldiges Leben geführt / daß er be-rühmt gewesen seye in Tugend / undheiligen Wandel/ daß er sich in stren-gen Buß-Wercken grübet/ daß erGöttliche Erleuchtungen gehabt / daßin ihm gewesen ein Prophetischer Geist/daß er mehr den Englen als den Men-schen sich verglichen/ daß er die Zeug-nuß seines guten Gewissens in demfröhlichen Angesicht herum getragen /daß er aller Hoffnung gewesen der zu-künfftigen Seeligkeit/ daß er in seinemTodt das zeitliche mit dem ewigen Le-ben vertauschet habe / und folglich see-lig worden: Ja difes alles bekennensie/ und haben gar kein Zweiffel.

So ist dann auch nothwendig/daßer den wahren Glauben gehabt; Dannwie der Apostel sagt: Ad Hebn ; *-Ohne den Glauben aber ist unmog-üch GOtt zugefallen. So ist. eben-

fahls gewüß( daß er den Römischem

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