IV.
Dic Gebei,ncr unscrsscciiqeDru,der Clauscnwcrdrn offtcrs zumTr?>t ftTGläubigenßcii)i|t’n.
m Von dem ftellgen Bruder Clausen /
Diß alles hab ich angezogen / nichtdie wrdrige Parthey durch Proben zuüberweisen/ sonder allein aus demGlau-ben des seeligen Bruder Clausen zu zei-gen/ daß er weit änderst als sie geglau-bet habe. Wann dann ( wie sie sech-sten bekennen ) Bruder Claus ein from-mer unschuldiger Mann / ein Mann ei-ner sonderen Heiligkeit/ ein Mann/dergottseclrg gelebt/ und seelig gestorben/so müssen sie ja gestehn/ baß man indem Glauben/ den Bruder Claus ge-habt/ fromm leben/ und seelig werdenkönne / und folgendlich der Römisch-Catholische ( dann solchen/ wie gese-hen/ hat Bruder Claus gehabt) derwahre seelig - machende Glauben seye.Wie wurden sie dann weith besser/undnothwendig thun/ wann sie den ange-nommnen Neuerungen wurden auf-künden / in die Fußstapffen tretten ih-rer frommen Vor -Eiteren/ und wide-rum zum alten Glauben kehren/ zudemGlauben des seeligen Bruder Clausen/sonsten werden sie zu förchten haben /daß einstens Bruder Claus/ den sievilfaltig loben/ sie aus ihrem Mundrichten werde.
Als im Jahr 1654 der Hochwürdig-ste Fürst/und Bischoffzu Constantz Io-anncsFranciscusvon Praßberg als eineiffrigerS«elS Hirtin seinem weitschichrtigen BlschthUm seine Schafflcin in eig-ner hocher Persohn besuchte / käme auchMltdemHochwürdtgsten Fürsten / undBi-choffvou Losasien Hr. Iodoco Knabvon Lucern nacher Underwalden / als-dann wurde aus dessen Befelch dasGrab deß seeligen Manns eröffnet/ inBeyseyn der Herren Räthen von Un-derwalden / ncbend einem Ausschutzetwelcher Land-Leuthen: Die Wohl-Ehrwürdige Herren / Herr Franciscusdamahliger Pfarrherr zu Kerns / undHerr Johann Rlsi Caplan zu Sachslennahmen die Sarch aus dem eröffnetenGrab / welche dann von Hochgemeld-ten Fürsten eröffnet / die HH. Gebei-ner ordentlich erfunden / welche demLulauffcnden Volck gewisen/ auchzu küssen / und zu verehren vorge-stelt / und dargereicht worden/ her-nach in ein neue eichene Sarch gelegt /mit beyder Hochgemeldten Fürsten / lindBischoffen / wie auch einer HohenLands-Obrigkeit / und andern hohenGeistliche und Weltlichen Stands-Per-sohnen Sigillen verwahret / deren noch8. in letster Erhebung gesunden worden.
Als nach underschidlichen Processen/und vilfaltigcr Cinlangung hoher Geist-lich - und Weltlicher Persohnen Begeh-ren/ und inständiges Bitten 1671. undtheils zuvor Ctemcns IX. und Clemens
X. Römische Päpst seeligster Gedächt-nuß bewilliget / daß man das Canoni-sche Officium , Tagzeiten / und Heil.Meß von dem Diener GOrtes / wie voneinem Seeligen/zuSachslen / und durchdas gantze Schweitzerland / wie auchdurch das gantze Bischthum Constantz( wie herNach wird gesehen werden )halten könne / ist nicht auszusprechen /was für Freuden under den Catholisschen Eydtgnossen / und sonderbahr de-nen von Underwalden entstanden / ent-schlossen sich dann gesamte Herren obdem Wald samt ihren Land-Leuthenaus allgemeiner Beyhülff disem nun-mehr von der Kirch für Seelig erklähr-ten seeligen Mann ein neue Pfarr-Kirchzu Sachslen zu bauen / haben auchohngesaumbt disem Bau den Ansanggemacht 1672. und ist in selben Jahrden i2. Junij mit freudenreicher Solem-nitet, und Zulaufs deß gantzen Landsvon dem Hochwürdigsten Fürsten / undHerren Oäoarüo Cybo damahligenPäbstlichen Legaten an ein HochlöblicheEydtgnoßschafftder erste Stein gelegt/hernach das gantze Kirchen - Gebäusamt den Altären auf das herrlichestevufgeführt / daß solches Gebäu billichsonderbahr wegen seinem kostbahrenschwartzen mit weissen Adern gespreng-tem Marmel / von welchem alle Säu-len / alle Ecken der Kirchen samt demgrossen Portall tu bewunderen / undunder die schönste Kirchen der Eydt-gnossenschafft zu zehlen.
Verwunderlich ist es/ was sich beygemelden Kirchen - Bau zugetragen *Als man sorgfältig nachsuchte / wo manzu gemeldtem Kirchen-Gebäu bequem-meStein hernehmen könte/fande man indem MUchthall ein grossen Felsen / oderFlue von schönem Marmel/ scheinte a-ber unmöglich zu seyn von so grossemFelß die Stein abhauen zu können / dahat sich mit einem grossen Wunder( wie jedermann darvor haltete ) eingrosses Stuck von dem Marmel- Fels-sen abgelöst / ist in Liesse gefallen /welche so vil Stein hergeben / so vitman denen bedürffng war.
Käst gleiches hat sich difes Jahrereignet /• da man einen kostbaren Al-tar deß Vilseeligen Bruder Clausenvon Marmel erbauen wolte / solchenaber in der Näche nicht wußte anzutref-fen / da ist unweith von der Pfarr-Kirchin emBach-Thallein Risi gelösten/wel-che den Marmel entdeckt / von welchemdie Säulen zu dem Alter genommenworden.
So ist nicht weniger wnnderbaht />
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