4 i 4 Von dem ledigen
de mit ihm besser / also / daß er auf-stunden an zwey Krücken die Wall-fahrt antratte / und wiewohlen dasGrab des Seeligen nur 2. Stund vonseiner Wohnung entfehrnet/ konte erdannoch Visen Weeg schwährlich in 2.Tagen machen/ hat bey solchen ein sol-che Milterung gefunden/ daß er mit ei-ner Krücken den Ruckweeg nehmen ton-te/ in der anderen Fahrt wäre ihmeauch mehr dise nicht vonnöthen/ sondernur ein Stecken / in der dritten war ernoch Kruchen noch Stecken mehr be-dürfftig / ward vollkommen gesund.
Dises seynd die Mirackel / undWunder-Zeichen/ welche fast alle nur
Bruder Clausen/
in Underwalden geschehen / und <mEydt> Statt 159,. abgelegt worden twie vil aber an anderen Persohnen austsert dem Land gewürcket worden / magzutheil an den unzahlbahren aufgehenck-ren Voten/ Opfferen/ und Taffelen/theils auß jenen / was oben gesagt /abgenommen werden.
. Ich finde/ daß Anno 1613. tuwelcheWunderwerck eydtlich abgelegt/weist aber nicht/ wie/ oder wo solcheabgelegt worden / gläublich in einemProceß/ der in Underwalden ob demWaid angestellt/ weilen die ZeugenLandtleuth von ob dem Wald /die Schlifft lauthet also:
Hiernach folgen etliche Wunder-Zeichen /
welche durch die Gnad-GOttes/ und Fürbitt deß seeligen Bruder Clau-sen an nachfolgenden Persohnen gewürckt/ welche alle beyihren Eydten gezeuget/ angefangen auf Freytagden 22. Hornung 1613.
i. ^^^Jcolaus von Mooß von Sax-len hatte einen Knaben /welcher durch einen FahleinListen-Bruch bekommen /andern er sehr grossen Schmertzen gelit-ten / er verspricht den Knaben mit ei-nem Opffer zu dem Grab deß seeligenBruder Clausen/besucht mit dem Kna-ben das Grab/ es thäte sich besseren /und nachdeme er bey solchem etwelchemahl gebettet/ seynd alle Schmertzengewichen / und der Knab völlig genäsen.
2. Elisabeth Fänger von Kernslitte solche Haubtschmertzen / und Zahn-wehe/ daß sie vermeinte unsinnig zuwerden / sie steht in einer Nacht auf /sagt zu ihrem Mann/ er solle mit ihrzu des seeligen Bruder Clausen Grabgehen / sprach weiter / sie wolle vonsolchem nicht weichen/ biß sie gesundwerde / sie besuchten das Grab / dieFrau legt sich mit grosser Andacht / undVertrauen auf solches / der Schmer-tzen wird gestillt/ gehet gesund/ undgetrost nach Hauß / thäte von solchemZahn - Schmertzen die Täg ihres Le-bens befreyt verbleiben.
z. Andreas von Mooß litte gros-se Noth / und Schmertzen in einer Hufft/und Schenckel/ hatte kein Ruhe / thä-te nichts als jammeren/ und schreyen/er tragt ein holtzernen Fuß zu demGrab des Seeligen/ rufft jhne instän-dig an um Hilff/ in selbiger Stundverlaßt ihn der mehreste Wehetag /wird bald frisch/ und gesund.
4. Barbara Schälin hat ein Kind/welches öffter gefallen/ als wann e-den fallenden Siechtag hätte/die Mut-ter vermeint öffters / das Kind werdihr in den Händen sterben/ sie verlobtsolches mit einem -opffer zu des Seeli-gen Grab / verrichtet die Fahrt / rufftden Seeligen mit gantzem Hertzen an tder Knab wird allerdings gesund.
5. Jacob Iörgi Weibe! hat einAckslen ausgefallen/ es waren dreygeschworne Barbierer/ die den gan-tzen Tag mit Ansehung der Sträuben/und auf andere Weis die Ackslen ihmsuchten einzurichten/ sie verloben sichsammentlich/ weilen alle Mühe umson-sten gewesen / zum Grab des Seeligen/auf welches sie ohne Arbeit / und In-strument die Ackslen eingerichtet/ de,Mann ist auch völlig genäsen.
6 . Catharina Fluri hat ein Toch-ter/ deren die Augen aufgeschwollen /und auch mit einem Fähl überzogenworden/ daß sie stockblind worden/siewallet mit der Tochter zu dem Grabdes seeligen Bruder Clausen / die Au-gen entsckwöllen/ die Fähl verlieh«!,sich/ die Tochter wird sehend.
7. Margaretha Cttlin hatte einKind von 14. Wochen alt/ die andereKinder gaben ihm ein Baßler-Rap-pen/ es steckt ihn in den Mund/ konckihm in den Halß/ die Mutter vollerAengsten sahe das Kind in augenschein-licher Gefahr des Lebens / sie verlobtsich zu dem seeligen Bruder Clausen /
der