476 Von dem Gottseeligen Fidele/
den Nachstellungen der Ealvimsten;wahrnc Mid) dessen den p. Lldelcm/uird audere Capucinex / welche vonVisen rasenden Volckcren biß auf denTod verfolget werden. Nachdemedises ruchlbar worden/ hat es denenCatholischen eine gute Muthmassunggemacht/ Antonius müsse mit demPalm/Zweig ernes Blut-Zeugenö inden Himmel gefahren seyn.
Zu grosser Verwunderung/ undVorrhei! des Catholischen Werfenshat auch die Bekehrung des Wohl; Ed-len Herrn Conradini Planta von Ma-lantz ausgeschlagen. Difer gleichfalsvon den Predigen / in welchen der wah-re- Diener des reinen Evangelij dieGortslästerliche Glaubens - Satz Cal-vini/ Lutheri/ und deren Jrrthums-Anhängcren auf die Sonnen - helleSchau geführet hat / aufgewecket / undvon denen darzuschlagenden GöttlichenGnaden-Strahlenerleuchtet/dieFalfch-heit seines bißherigen Glaubens ver-worsseu/ und sich zu dem Catholischenin Kraffr öffentlich-feyrlicherBekandt-nuß geschlagen : Darauf seinem Vat-tcrland / Anverwandten / und Freun-den eine ewige gute Nacht gesagt/ sichaller zeitlich in Pündten ligender Haab-schaffren williglrch verzogen / und da-mit er von allen Gefahren widerum
rückfällig zu werden/ entfernet wäre /in dem etwas entlegenen Veltelinhauß-hablich nioerzulassen / allwo er auchseine übrige Lebens-Zeit als ein from-mer Catholischer Christ rühmlich be-schlossen.
Heu Grass Rudolph von Salis/ein Persohn sehr vornehmen Herkom-,mens hat auS den angehörten Predi-gen dises Mißionarij solche Erleuchtunggefchöpffet/ daß er seiner Irrthümervollkommentlich überzeuget / sich demDrener GOttes gefangen gegeben.Nachdeme er in denen nothwendigenLehr - Stucken des Römischen Glau-bens genugsam belehrnet wäre/ son-derbahr in der Geheimnuß des Aller-heiligsten Altar - Sakraments / ist er' hierzu gantz andächtig worden/ daß ermit seinem vorzaigenden Beyspihl mehrandere zu anbettender Ehrenbietigkeiregen eben disem unbegreifflichen Ge-eimnuß angefrischet/ wie er an einemestimmten Tag sich in der Kircheneingefunden / dem Göttlichen Ambt bey-zuwohnen / und das Wort GOttes an-zuhören / hat er nach vollendtem disemmir lauter Stimm den Catholischen-Glauben bekennet / und zwar mit sol-chem eyftjgem Ernst / daß vil andereCalvinisten zusamt ihme ihre Stimmen
erhebt / und sich öffentlich Catholisch er-kläret / mit Mund / und Hertzen. angelo-bende / ihre Glaubens - Bekannrnußmit ihrem Blut zu unterzeichnen / undvor die Wahrheit Catholischer-Religi-on Leib/ und Leben darzuschiessen.Wiegewiß ihnen die Austruckungen vonHertzen gegangen/ hat es sich in demgezaiget/ weil keiner aus ihnen unterso schweren Vertolgungen der Calvisnisten jemahl hat können überredet wer-den / von dem wahren Glauben/ zudem sie sich einmahl bekennet/ widerumabzuweichen.
Rudolphus von Gugelberg/ einerder vornehmsten zu Malanz/ ein Massgrosser Geschicklichkeit; da er einsmahlsvon dem Diener Christi gehöret/ wel-cher gestaltende Feind Römischer Kir-chen in öffentlichen Irrthum lebten/ isthierdurch über alle Massen beleydigetworden; dahero er ihne zu einer öffent-lichen Disputation heraus gesoderet /vertrauende / daß er mit unumstößlichenGründen versehen/ und dem Capuci-ner weit überlegen/ Visen' gantz gewißübermaulen/ und überwinden werde.P. Fidelis nihmt dlse Ausforderunggar gern an / und erscheinet ordentlich.Diser Glaubens-und Wort-Streithat in Beyseyn einer grossen MengeVolcks vil Stund gedauret; aber all-reit zum Nachtheil- und Underlag derCalvinisten. Endlich als Rudolphuswohl gesehen / daß er weder mit zuläng-lichen Antworten/ weder mit bündigenBeweißthümern mehr könnte auf kom-men / hat er gantz beschämet das Feldgeraumer/ und bey eitler Nacht einemPrädicanten zugeloffen / sich bey ihmeRaths zu erhöhten. Nachdeme er di-sem den völligen Verlaufferzehlet/undihne gefragt/ ob er nicht andere/ undgewichtigere Argumenten im Vorrathhätte/ disem Capuciner darmit dasMaul zu stopffen/ und zum Stillschwei-gen zu verdammen ; hat er aus dessenkahlen Antworten/ und umbegründe-ten Geschwätz gar bald gemerckt / daßer ein Ertz - Ignorant, ein unwissendertreuloser Kerl seye/ der nichts andersgewußt/ als wider die Catholische /und ihren Glauben mit seiner Schmähl-Zungen zu fechten. Worüber sich dassRstdolphus gantz veränderet/ und wi-der sene Secr ereyferet/ dero er biß da-hin mit solcher Hartnäckigkeit angehan-gen. Von Stund an wird er schlüs-sig dise aufzugeben. Folgenden TagSdahero stellte er sich dem Diener Chri-sti vor / verflucht frey / und ungetrun-gen die Calvinische Glaubens-Lehr fund verstehet sich öffentlich zu der Cartholifchen/ mit grosser Erbauung mehr
rer