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„ im Zorne wäre," sagte Socrateszu seinem Sclaven, als dieser ihn hef-tig erzörnet hatte. Und jener römischeKaiser, wenn er in Zorn gebracht wur-de , pflog so lang zu schweigen, bis erdas griechische Alphabeth in Gedan-ken durchgelaufen war, nur damit erhiedurch die erste Zornhitze unterdrücken,und der Vernunft zur Ueberlegung Platzgeben könnte. Auf solche Weise wur-de er höchst gütig und leutselig. Erwar das Vergnügen des Volks, sowiedas Volk wiederum das seinige war.
Wenn man nun zu diesen jetzt gemeld-ten zweyen Mitteln ein eifriges Gebethzu GOtt, und eine kurze particularErforschung seines täglichen Verhaltensbeygesellet, so wird die erwünschte guteWirkung davon endlich ganz unfehlbarerfolgen. Die Ehre aber und das Ver-dienst wird für uns nur desto größerseyn, je theurer uns etwann diese edleTugend der Sanftmuth ist zu stehen ge-kommen.
In was hast du heut dem Le-ben