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Englische Kinder-Lehre, mehrestens aus dem grossen Katechismo, etc. Herrn P. Mauritius Geiger, Kapitularherrn dess hochfürstlichen Gotteshauses zu St. Gallen, gewesenen Pfarrherrn zu Rorschach, etc. in kurze Fragen zusammen gezogen, und in 52. Kinder-Lehren abgetheilt : sammt einem Zusatz besonderer Lehren auf alle hohe Feste Christi, Marié, der heiligen Patronen, und Kirchweihe / durch Herrn Johann Georg Schenckle, des löblich. St. Gallischen Rural-Kapituls Dekan, und Pfarr-Herrn zu Rorschach, etc.
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Die 20. Linderlehre. 141

Warum giebt man den Sterbendenbrennende Rerzen in die Hand?

1. Die bösen Geister damit zu ver-treiben, weil sie hierzu gesegnet seynd,auch oftermak Ablaß dabey verliehenwird. 2. Anzuzeigen, daß, ob zwardas Leben des Leibs auslösche, dieSeele dennoch lebendig verbleibe. Und(gleich wie das Feuer übersich) nachdem Himmel verlange.

was nutzet es, die Todten, und ihreGräber mir Weihwasser zu be-feuchten, und den Rauch zubrauchen?

Man bethet dabey im Namen derKirche, daß der höchste Gott die ab-geleibte Seel mit himmlischem Gerucherquicken, und mit dem Thau des Him-mels begießen wolle. Die Gräber a-ber werden mit dem geweihten Wassergeheiliget.