Buch 
Englische Kinder-Lehre, mehrestens aus dem grossen Katechismo, etc. Herrn P. Mauritius Geiger, Kapitularherrn dess hochfürstlichen Gotteshauses zu St. Gallen, gewesenen Pfarrherrn zu Rorschach, etc. in kurze Fragen zusammen gezogen, und in 52. Kinder-Lehren abgetheilt : sammt einem Zusatz besonderer Lehren auf alle hohe Feste Christi, Marié, der heiligen Patronen, und Kirchweihe / durch Herrn Johann Georg Schenckle, des löblich. St. Gallischen Rural-Kapituls Dekan, und Pfarr-Herrn zu Rorschach, etc.
Seite
155
JPEG-Download
 

Die 22. Kinderlehre. 155

sey merkte/ und fernen Glauben da-ran hätte.

Woran erkennt man den Aber-glauben r

Wen» es Sachen seynd die wedervon Gott, noch durch das Gebeth/ oderSegen der Kirche, noch von der Na-tur zu selbem Zrel und Ende verordnetseynd / oder doch nicht auf solche Weis,wie sie abergläubisch gebraucht werden.

Wenn ihm einer Wahrsagen läßt?Er thut ein schwere Sünde, wenners glaubt: solche Sachen soll man da,rum gar unterwegen lassen, weil derGlauben gemeiniglich nachfolget (obman ihn schon zu erst nicht gehabt hat-te) so bald etwas geschieht/ das vor-gesagt worden.

Wer versündiget sich wider dieß er-ste Geboth, wegen der Hoffnung ?Der zu viel, oder zu wenig, odergar nicht auf Gott hoffet, oder Gottversucht.

Weiche fündigen wegen der Liebe ?

Die Gott hassen, wider Gottmurren, undankbar seynd um seineGnaden, rc.

G 6 Die