Die 22. Kinderlehre. 155
sey merkte/ und fernen Glauben da-ran hätte.
Woran erkennt man den Aber-glauben r
Wen» es Sachen seynd die wedervon Gott, noch durch das Gebeth/ oderSegen der Kirche, noch von der Na-tur zu selbem Zrel und Ende verordnetseynd / oder doch nicht auf solche Weis,wie sie abergläubisch gebraucht werden.
Wenn ihm einer Wahrsagen läßt?Er thut ein schwere Sünde, wenners glaubt: solche Sachen soll man da,rum gar unterwegen lassen, weil derGlauben gemeiniglich nachfolget (obman ihn schon zu erst nicht gehabt hat-te) so bald etwas geschieht/ das vor-gesagt worden.
Wer versündiget sich wider dieß er-ste Geboth, wegen der Hoffnung ?Der zu viel, oder zu wenig, odergar nicht auf Gott hoffet, oder Gottversucht.
Weiche fündigen wegen der Liebe ?
Die Gott hassen, wider Gottmurren, undankbar seynd um seineGnaden, rc.
G 6 Die