IL In der H. Advent-Feit.
lein GOtt lieben / wolt betten frühe / undspath/ wolt nichts als GOttes Gnad.
Einsmahls als sie erhub ihr Seel / 'sihr St. Gabriel / kam her von GOtt ge-sandtet/ sein Angesicht zu ihr wendet/mitHellem Glantz/ und Scheine / und biegtvor ihr die Beine / sein Haubt demüthig 'neigt / ihr grosse Ehr erzeigt.
Er sprach: GOtt grüß dich tausend-mahl / gesegnet überall / O Jungfrau vollder Gnaden! gantz überhäufst mit Gaa- :ben / du hast all Tugend Zierde/ daß istdie höchste Würde / mit dir ist GOtt derHErr / was wilt du haben mehr.
Ab disem Gruß das Jungfrüulein /ewpfieng ein schwüren Sinn / thüt sichdrab ernstlich krüncken /und bey ihr selbstgedencken/ woher ihr diser Gruß kam /ob sie GOtt wär so angenehm / undward Schamroth über d'maß/ ihr De-muth war gar groß. .■
Hierauf zu ihr der Engel spricht: Ma-ria förcht dir nicht / bey GOtt hast duGnad funden / mit Lieb sein Hertz gebun-den/ nach dir steht sein Verlangen/ du ,wirst im Leib empfangen/ gebühren einen iSohn/ groß Freud wird seyn darvon.Sein Name soll ZEsus seyn/ gedenck ,
der