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Englische Kinder-Lehr, mehristens aus dem grossen Catechismo, etc. Herrn P. Mauritii Geiger, Capitularen des Hochfürstl. Gotts-Hauss St. Gallen, und gewesten Pfarr-Herrn zu Rorschach, etc. in kurtze Fragen zusammen gezogen, und in 52. Kinderlehren abgetheilet : samt einem Zusatz besonderer Lehren auf alle hohe Fest Christi, Mariä, der Heil. Patronen, und Kirchweyhungen / durch Herrn Joh. Georg. Schenckle, dess Lobl. St. Gallischen Rural-Capituls Decan, und Pfarr-Herrn zu Rorschach, etc.
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Die Zs. Linderlehr. 221

Wie oft muß man betten?

Der Heil. Paulus heißt uns ohneUnterlaß betten. Thessal. 5. v. io.

Wie kann mans ohne Unterlaß?

Durch die gute Meynung; wer diegute Meynung macht/ es solle all seinThun / und Lassen ( was sonst nichtSünd ist) Arbeit/ und Ruhe/ rc. zurEhr GQttes geschehen/ so bettet erohne Unterlaß.

was soll uns antreiben zum Betten?

i. Die Würdigkeit; weil es demMenschen eine grosse Ehr ist / daß erdarf mit GOtt reden. 2. Die Noth-wendigkeit/ weil uns G-Ott nichts ge-ben will / ohne erbetten; und wir dieGnaden nothwendig haben müssen, z.Die Nutzbahrkeit/ weil es ein Mittelist/ alles Guts zu erhalten. 4 - Wanneiner gern bettet / so ists ein Zeichendaß er zur Seeligkeit ausserwählt seye.

Erhalten wir allezeit unser Bitt?

Ja: Wann wir r. im Stand derGnaden seyod. 2. Begehren mit An-dacht von Grund des Hertzens. z.MitVertrauen wie ein Kind. 4. Mit Be-ständigkeit. 5. Nichts wieder den Wil-len G-Vttes/und das Heyl der Seelen.

K z Für