140 Vespergebecher.
Grimme : und züchtige mich nicht indeinem Zorne.
Erbarme dich meiner, o HErr! dennich bin schwach; heile mich, v HErr! dennmeine Gebeine zittern vor Schrecken:
Und meine Seele ist sehr betrübt:Du aber» o HErr! wie lang verwei-lest du?
Wende dich» o HErr! zu mir, underrette meine Seele: hilf mir um deinerBarmherzigkeit willen.
Denn es ist keiner, der in dem To-de an dich gedenke: und wer wird dichin der Hölle preisen?
Ich habe mich durch mein Seufzenabgemattet: ich werde mein Bett alleNächte waschen, und meine Liegerstattmit Thränen benetzen.
Mein Aug ist vor deinem Grimmeverdunkelt worden: ick bin unter allenmeinen Feinden veraltet.
Weichet von mir aLe» die ihr Unge-rechtigkeit treibet; den der HErr hatdie Stimme meines Weinens erhöret.
Der HErr hat meine Bitte erhöret:mein Gebeth hat der HErr aufgenoinen.
Alle meine Feinde sollen zu Schan-den, und heftig bestürzet werden: Sie
sol-